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„Soziale Unruhen“ und die Krise

Mittwoch, 29.April 2009 von

Aktuell, Arbeit & Soziales

BankrottÜber „soziale Unruhen“ wird derzeit viel diskutiert. Die einen warnen davor, die anderen warnen jene, die davor warnen und irgendwie scheint klar zu sein, „soziale Unruhen“ sind auf jeden Fall was negatives, das zu beherrschen, zu verhindern oder was auch immer ist.

Warum eigentlich?

Sozial ist nach dem Duden als jenes, was der Allgemeinheit nutzt – Unruhe eine Störung. Gibt es einen Grund als linker Mensch gegen eine Störung zu sein, die der Allgemeinheit dient? Wohl kaum, ganz im Gegenteil.

Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass mit und nach der Krise mehr Menschen einer Gesellschaftsordnung kritisch gegenüberstehen, die soziale Ungleichheit und Krisen solchen Ausmaßes produziert. Wenn diese Menschen auch anfangen, kollektiv ihre Interessen zu vertreten, besteht Hoffnung, dass sich in dieser Gesellschaft nachhaltig etwas verändert.

Klar ist dabei, dass sozialer Protest auch reaktionär sein kann. Diese wäre der Fall, wenn er standortnationalistisch oder rassistisch daherkommen würde. Wenn dies nicht der Fall ist, sondern Menschen ihre Lebensverhältnisse selbst gestalten wollen, in dem sie mehr Freiheit, mehr Gleichheit, mehr Solidarität für alle wollen, gibt es Hoffnung.

Als Jusos haben wir stets vertreten, dass Veränderungen auf parlamentarischen und auf außerparlamentarischen Wege erkämpft werden können. Wenn es jetzt breite gesellschaftliche Proteste gibt, die sich gegen den Markt als bestimmendes Element richten und für verbindliche Regeln, mehr soziale Gerechtigkeit und eine konsequente Umverteilung von oben nach unten kämpfen, ist dies zu unterstützen. Damit sich in dieser Gesellschaft endlich etwas nach links bewegt!

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57 Kommentare

  1. Michael sagt:

    Bitte, bitte, ich habe eine große Bitte an F. Drohsel: Also Juso-Chefin mögen Sie geeignet sein. Aber bitte äußern Sie sich nicht mehr zu dem Thema Finanzen/Finanzkrise im Fernsehen (bzw. wenn, dann nur nach dreiwöchigem Brieeefing). Ich habe jetzt schon 2 Talkshows mit Ihnen gesehen und mir stehen jedes Mal die Haare zu Berge, welche banale und unqualifizierte Kommentare zu dem Thema dort abgegeben werden. Das schadet der SPD ! Also mein Rat: Sich in den nächsten Wochen mal mit zwei-drei Finanzfachmännern zusammensetzen und etwas Wissen pauken, dann klappts auch mit den Talk-Shows !

    Gut oder schlecht: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. man sagt:

    @Michael:
    Wenn Sie mit Franziska Drohsel direkt kommunizieren möchten, dann schreiben Sie ihr doch einfach eine Email oder einen Brief.

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  3. Kerstin Obermeyer sagt:

    da fragt sich leider nur, wie man diese gerechte Umverteilung konkret ausgestalten kann.( hat jemand dazu einen gueten Artikel/ Buch etc.?)
    Un warum wurde die Tobinsteuer bislang nicht umgesetzt?Gibt es vernünftige Gegenargumente oder ist das nur erfogreicher Lobbyarbeit zu verdanken?

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  4. Max sagt:

    Was muss man eigentlich machen um juso chefin zu werden? Kompetent muss man ja wohl nicht sein , Vitamin B vielleicht?
    Anscheinend braucht man einen Duden.
    Soziale Unruhen, also Autos anzünden find ich also sehr gut.

    Die Grundordnungen unseres “Marktes”: Soziale Marktwirtschaft, müsste man als Juso doch gut finden oder?

    Das Problem war/ ist vielmehr das zum einen Hochrangige Politiker einfach schlafen, und den Rahmen nicht festigen und zum anderen den Lobbyismus derin allen Parteien, leider auch in der spd zu finden ist. Man denke nur an Wolfgang Clement oder auch Gerhard Schröder.

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  5. Verzweifelter "S"-Sucher beim Kürzel "SPD" sagt:

    “Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass mit und nach der Krise mehr Menschen einer Gesellschaftsordnung kritisch gegenüberstehen, die soziale Ungleichheit und Krisen solchen Ausmaßes produziert.”

    Mit dieser Gesellschaftsordnung spielen Sie wohl auf die Basta-Politik der SPD an.

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  6. Rolanson sagt:

    Endlich! Endlich ist da jemand in der SPD, der sein Maul aufmacht und Klartext redet. Franziska Drohsel mag übers Ziel hinausschießen – aber ihre Botschaft ist klar:

    Macht die SPD so programmlos weiter wie in den letzten Jahren, fährt also Kuschelkurs mit Angela Merkel, wird ihr Stern unter den der FDP sinken. Für unser Land wäre das eine unfassbare Katastrophe! Aber wenn nicht endlich mutige Leute wie Franziska Drohsel dort das Ruder übernehmen, werden alle Gegner von schwarz-gelb für lange Zeit ausgedient haben.

    Franziska, kämpf Dich durch! Das sagt ein 60-Jahre-alter ehem. Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Ethik und Wirtschaft, der die Geschichte kenne und zu beurteilen versteht!

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