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	<title>Kommentare zu: „Soziale Unruhen“  und die Krise</title>
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		<title>Von: Rolanson</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-1082</link>
		<dc:creator>Rolanson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 23:09:50 +0000</pubDate>
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		<description>Endlich! Endlich ist da jemand in der SPD, der sein Maul aufmacht und Klartext redet. Franziska Drohsel mag übers Ziel hinausschießen - aber ihre Botschaft ist klar:
 
Macht die SPD so programmlos weiter wie in den letzten Jahren, fährt also Kuschelkurs mit Angela Merkel, wird ihr Stern unter den der FDP sinken. Für unser Land wäre das eine unfassbare Katastrophe! Aber wenn nicht endlich mutige Leute wie Franziska Drohsel dort das Ruder übernehmen, werden alle Gegner von schwarz-gelb für lange Zeit ausgedient haben. 

Franziska, kämpf Dich durch! Das sagt ein 60-Jahre-alter ehem. Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Ethik und Wirtschaft, der die Geschichte kenne und zu beurteilen versteht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Endlich ist da jemand in der SPD, der sein Maul aufmacht und Klartext redet. Franziska Drohsel mag übers Ziel hinausschießen &#8211; aber ihre Botschaft ist klar:</p>
<p>Macht die SPD so programmlos weiter wie in den letzten Jahren, fährt also Kuschelkurs mit Angela Merkel, wird ihr Stern unter den der FDP sinken. Für unser Land wäre das eine unfassbare Katastrophe! Aber wenn nicht endlich mutige Leute wie Franziska Drohsel dort das Ruder übernehmen, werden alle Gegner von schwarz-gelb für lange Zeit ausgedient haben. </p>
<p>Franziska, kämpf Dich durch! Das sagt ein 60-Jahre-alter ehem. Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Ethik und Wirtschaft, der die Geschichte kenne und zu beurteilen versteht!</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-1082" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('1082', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-1082-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-1082" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('1082', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-1082-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Verzweifelter "S"-Sucher beim Kürzel "SPD"</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-839</link>
		<dc:creator>Verzweifelter "S"-Sucher beim Kürzel "SPD"</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 10:53:08 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass mit und nach der Krise mehr Menschen einer Gesellschaftsordnung kritisch gegenüberstehen, die soziale Ungleichheit und Krisen solchen Ausmaßes produziert.&quot;

Mit dieser Gesellschaftsordnung spielen Sie wohl auf die Basta-Politik der SPD an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass mit und nach der Krise mehr Menschen einer Gesellschaftsordnung kritisch gegenüberstehen, die soziale Ungleichheit und Krisen solchen Ausmaßes produziert.&#8221;</p>
<p>Mit dieser Gesellschaftsordnung spielen Sie wohl auf die Basta-Politik der SPD an.</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-839" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('839', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-839-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-839" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('839', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-839-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Max</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-564</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 13:32:19 +0000</pubDate>
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		<description>Was muss man eigentlich machen um juso chefin zu werden? Kompetent muss man ja wohl nicht sein , Vitamin B vielleicht?
Anscheinend braucht man einen Duden.
Soziale Unruhen, also Autos anzünden find ich also sehr gut.

Die Grundordnungen unseres &quot;Marktes&quot;: Soziale Marktwirtschaft, müsste man als Juso doch gut finden oder?

Das Problem war/ ist vielmehr das zum einen Hochrangige Politiker einfach schlafen, und den Rahmen nicht festigen und zum anderen den Lobbyismus derin allen Parteien, leider auch in der spd zu finden ist. Man denke nur an Wolfgang Clement oder auch Gerhard Schröder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was muss man eigentlich machen um juso chefin zu werden? Kompetent muss man ja wohl nicht sein , Vitamin B vielleicht?<br />
Anscheinend braucht man einen Duden.<br />
Soziale Unruhen, also Autos anzünden find ich also sehr gut.</p>
<p>Die Grundordnungen unseres &#8220;Marktes&#8221;: Soziale Marktwirtschaft, müsste man als Juso doch gut finden oder?</p>
<p>Das Problem war/ ist vielmehr das zum einen Hochrangige Politiker einfach schlafen, und den Rahmen nicht festigen und zum anderen den Lobbyismus derin allen Parteien, leider auch in der spd zu finden ist. Man denke nur an Wolfgang Clement oder auch Gerhard Schröder.</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-564" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('564', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-564-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-564" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('564', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-564-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kerstin Obermeyer</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-428</link>
		<dc:creator>Kerstin Obermeyer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 13:40:00 +0000</pubDate>
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		<description>da fragt sich leider nur, wie man diese gerechte Umverteilung konkret ausgestalten kann.( hat jemand dazu einen gueten Artikel/ Buch etc.?)
Un warum wurde die Tobinsteuer bislang nicht umgesetzt?Gibt es vernünftige Gegenargumente oder ist das nur erfogreicher Lobbyarbeit zu verdanken?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>da fragt sich leider nur, wie man diese gerechte Umverteilung konkret ausgestalten kann.( hat jemand dazu einen gueten Artikel/ Buch etc.?)<br />
Un warum wurde die Tobinsteuer bislang nicht umgesetzt?Gibt es vernünftige Gegenargumente oder ist das nur erfogreicher Lobbyarbeit zu verdanken?</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-428" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('428', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-428-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-428" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('428', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-428-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: man</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-200</link>
		<dc:creator>man</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 20:06:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Michael: 
Wenn Sie mit Franziska Drohsel direkt kommunizieren möchten, dann schreiben Sie ihr doch einfach eine Email oder einen Brief.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michael:<br />
Wenn Sie mit Franziska Drohsel direkt kommunizieren möchten, dann schreiben Sie ihr doch einfach eine Email oder einen Brief.</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-200" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('200', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-200-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-200" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('200', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-200-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-198</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 08:03:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jusos.de/2009/04/507/#comment-198</guid>
		<description>Bitte, bitte, ich habe eine große Bitte an F. Drohsel: Also Juso-Chefin mögen Sie geeignet sein. Aber bitte äußern Sie sich nicht mehr zu dem Thema Finanzen/Finanzkrise im Fernsehen (bzw. wenn, dann nur nach dreiwöchigem Brieeefing). Ich habe jetzt schon 2 Talkshows mit Ihnen gesehen und mir stehen jedes Mal die Haare zu Berge, welche banale und unqualifizierte Kommentare zu dem Thema dort abgegeben werden. Das schadet der SPD ! Also mein Rat: Sich in den nächsten Wochen mal mit zwei-drei Finanzfachmännern zusammensetzen und etwas Wissen pauken, dann klappts auch mit den Talk-Shows !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte, bitte, ich habe eine große Bitte an F. Drohsel: Also Juso-Chefin mögen Sie geeignet sein. Aber bitte äußern Sie sich nicht mehr zu dem Thema Finanzen/Finanzkrise im Fernsehen (bzw. wenn, dann nur nach dreiwöchigem Brieeefing). Ich habe jetzt schon 2 Talkshows mit Ihnen gesehen und mir stehen jedes Mal die Haare zu Berge, welche banale und unqualifizierte Kommentare zu dem Thema dort abgegeben werden. Das schadet der SPD ! Also mein Rat: Sich in den nächsten Wochen mal mit zwei-drei Finanzfachmännern zusammensetzen und etwas Wissen pauken, dann klappts auch mit den Talk-Shows !</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-198" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('198', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-198-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-198" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('198', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-198-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: nick</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-2/#comment-192</link>
		<dc:creator>nick</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2009 21:55:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jusos.de/2009/04/507/#comment-192</guid>
		<description>Also Enteignung mit Entschädigung in Abhängigkeit vom Alter und der Ertragslage des Unternehmens. Auf die praktischen Schwierigkeiten, die sich bei der Beurteilung letzterer stellen, gerade wenn es keinen Markt für Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen brauchen wir nicht einzugehen, weil die Gesetzgebung dort schon in der Vergangenheit Möglichkeiten geschaffen hat, dass man unter geschickter Nutzung der Regelen von öffentlichen Mitteln profitieren und seine Einkommensströme optimieren kann.

Die Gefahr, beim Versuch zu scheitern, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen vorauszuahnen um sie im Moment ihres Auftretens befriedigen zu können ist also seltsam? Es ist &quot;seltsam&quot; wenn jemand über Monate hinweg seine eigenen Bedürfnisse hintan stellt, alle Mittel in sein Unternehmen leitet um Löhne bezahlen zu können, Haus und Grund verkauft und sich verschuldet um am Ende zu merken, dass seine Waren oder Dienstleistungen doch nicht auf die erhoffte Nachfrage treffen?
Wie man Sklaverei dadurch rechtfertigen können soll, dass die Zukunft nicht vorhersehbar ist, wird mir nicht deutlich. Dazu bitte mehr.

Und woher hat die Bank das Geld, das sie verleiht? (Genauer: Woher hat die Bank die Reserven, die sie als Sicherheit für das von ihr geschöpfte Geld vorhält. Für die Diskussion am Besten ohne Einbeziehung einer Zentralbank, die jedem interessierten &quot;Geld&quot; zur Verfügung stellt.) 
Und worin liegt der Unterschied zwischen einer Situation in der jemand seinen Kindern sein Vermögen gibt, und einer anderen, in der jemand seinen Kindern selbst alle Wünsche erfüllt und Vorkehrungen trifft, dass es auch nach seinem Tod die Wünsche der Kinder erfüllt werden können?

&quot;Aber das Ganze muss ja einen Bezugspunkt haben, um den Angebot und Nachfrage wirken können.&quot;
Hast du dich mal mit Kostenrechnung auseinandergesetzt, wie sie in der Mehrzahl der Unternehmen angewandt und an den Universitäten gelehrt wird? Das man dort gewisse Schwierigkeiten hat Dingen, für die (sei es auch nur Zeitweise) kein Markt existiert einen Wert zuzumessen ist dir ja sicher bekannt.

Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, sich durch Zeitunglesen zu bilden. Wenn ich das in Deutschland bisher richtig beobachtet habe, ist diese Forderung schon umgesetzt. Ich sehe fast täglich in einer öffentlichen Bibliothek Menschen verschiedenen Alters Tages- und Wochenzeitungen lesen. Andererseits sehe ich noch häufiger Menschen, die eben dies nicht tun, die aber auch nicht zu Hause oder in den Kaffeehäusern die Zeitungen lesen, sondern sie überhauptnicht lesen. Weil es ihnen kein Bedürfnis ist. 

&quot;Arbeiter, gigantische Mehrheit...&quot; Wer genau ist für dich Arbeiter? Alle abhängig Beschäftigten, also auch Leute wie Dr. Josef Ackermann? Im Gegensatz zum türkischen Gemüsehändler an der Ecke? 

Also, im Sozialismus sollen gleichzeitig auf effizientes Wirtschaften verzichtet und die Produktivität gesteigert werden? 
Wie sind deine Erfahrungen mit nichtmateriellen Leistungsanreizen? 
Ich habe meine Ausbildung zum Industriemechaniker in einem Modellbetrieb gemacht, in dem in der Produktion für den realen Markt ausgebildet wird. Weil in diesem Modellbetrieb, in dem berufliche und allgemeine Bildung verbunden werden, die Auszubildenden als Schüler gelten, wird dort keine Ausbildungsvergütung bezahlt. Einige der Auszubildenden dort sind allerdings bei einem florierenden mittelständischen Unternehmen beschäftigt und bekommen eine Vergütung, die deutlich über Tarif liegt. Ich meine, gewisse Unteschiede in der Motivation und oft auch in der Arbeitshaltung wahrgenommen zu haben.
Ich bin gespannt zu erfahren, welche Erfahrungen aus ähnlicher Situation (Industriearbeit, keine finanziellen Anreize) dich dazu gebracht haben deine Haltung anzunehmen, obwohl auch allgemein angenommen wird, dass wenig handfeste Anreize auch nur wenig handfeste Folgen haben.

Wenn jetzt doch kein Wunder geschieht und weder Ressourcen noch Produktivität ins unendliche Wachsen, sobald nur der Sozialismus eingeführt ist, was dann?

Natürlich sehe ich den Punkt, dass &quot;die Menschen&quot; mehr Mitspracherechte haben als jetzt, wenn darüber abgestimmt wird, wer welchen Arbeit übernehmen soll. Aber dann kann sich eben niemand selber aussuchen, was er tun will. Weil jeder in der Abstimmung unterliegen wird, wenn sein Wunsch nicht der ihm völlig fremder Menschen ist!
Und warum sollten die Menschen plötzlich dafür sein, dass andere auf ihre Kosten Ressourcen verschwenden?
Dazu ein Szenario zum Abschluss: 
Wir nehmen dazu einfach an, dass sich nicht die Gesamtheit der Bevölkerung (im Grenzfall ja die gesamte Stimmfähige Weltbevölkerung, da Sozialismus nur global konsequent gedacht werden kann [wenn er denn konsequent gedacht werden könnte]) damit befassen wird, wie ein 17 Jahre Alter Realschüler in einer schwäbischen Kleinstadt nach Maßgabe seiner (Wie festgestellten?) Fähigkeiten seine Zukunft gestalten soll. Also entscheidet nur ein Teil der Bevölkerung, vermutlich Menschen, die mit der Situation vertraut sind, also das Umfeld. Lehrer, Nachbarn, Mitschüler oder wer auch immer. Wenn nun das Verhältnis des Betroffenen zu den Entscheidern, wie durchaus denkbar, nicht das Beste ist und die Mehrheit trifft eine Entscheidung, mit der sich der Junge nicht anfreunden will.
Warum soll er sich dann in sein Schicksal fügen, wenn er es unter anderen Umständen nicht tut, obwohl er seinen Weg dort weitgehend selbst wählen könnte? 
Die Mehrheit wird nicht den Willen jedes Einzelnen vorhersehen und noch weniger berücksichtigen können. Dafür kann jeder konkrete Personen dafür verantwortlich machen, dass er keine Möglichkeit bekam, sich an der Erfüllung seiner Wünsche zu versuchen.
Wird das wirklich den gesellschaftlichen Zusammenhalt verbessern?
Die Mehrheit kann nicht alle Wünsche erfüllen. Spätestens dann, wenn sich zwei Wünsche gegenseitig ausschließen muss einer benachteiligt werden. Und das Verfahren sieht dann nicht mehr (wie heute) vor, dass man sich friedlich einigt und der dringlichere Wunsch erfüllt wird...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also Enteignung mit Entschädigung in Abhängigkeit vom Alter und der Ertragslage des Unternehmens. Auf die praktischen Schwierigkeiten, die sich bei der Beurteilung letzterer stellen, gerade wenn es keinen Markt für Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen brauchen wir nicht einzugehen, weil die Gesetzgebung dort schon in der Vergangenheit Möglichkeiten geschaffen hat, dass man unter geschickter Nutzung der Regelen von öffentlichen Mitteln profitieren und seine Einkommensströme optimieren kann.</p>
<p>Die Gefahr, beim Versuch zu scheitern, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen vorauszuahnen um sie im Moment ihres Auftretens befriedigen zu können ist also seltsam? Es ist &#8220;seltsam&#8221; wenn jemand über Monate hinweg seine eigenen Bedürfnisse hintan stellt, alle Mittel in sein Unternehmen leitet um Löhne bezahlen zu können, Haus und Grund verkauft und sich verschuldet um am Ende zu merken, dass seine Waren oder Dienstleistungen doch nicht auf die erhoffte Nachfrage treffen?<br />
Wie man Sklaverei dadurch rechtfertigen können soll, dass die Zukunft nicht vorhersehbar ist, wird mir nicht deutlich. Dazu bitte mehr.</p>
<p>Und woher hat die Bank das Geld, das sie verleiht? (Genauer: Woher hat die Bank die Reserven, die sie als Sicherheit für das von ihr geschöpfte Geld vorhält. Für die Diskussion am Besten ohne Einbeziehung einer Zentralbank, die jedem interessierten &#8220;Geld&#8221; zur Verfügung stellt.)<br />
Und worin liegt der Unterschied zwischen einer Situation in der jemand seinen Kindern sein Vermögen gibt, und einer anderen, in der jemand seinen Kindern selbst alle Wünsche erfüllt und Vorkehrungen trifft, dass es auch nach seinem Tod die Wünsche der Kinder erfüllt werden können?</p>
<p>&#8220;Aber das Ganze muss ja einen Bezugspunkt haben, um den Angebot und Nachfrage wirken können.&#8221;<br />
Hast du dich mal mit Kostenrechnung auseinandergesetzt, wie sie in der Mehrzahl der Unternehmen angewandt und an den Universitäten gelehrt wird? Das man dort gewisse Schwierigkeiten hat Dingen, für die (sei es auch nur Zeitweise) kein Markt existiert einen Wert zuzumessen ist dir ja sicher bekannt.</p>
<p>Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, sich durch Zeitunglesen zu bilden. Wenn ich das in Deutschland bisher richtig beobachtet habe, ist diese Forderung schon umgesetzt. Ich sehe fast täglich in einer öffentlichen Bibliothek Menschen verschiedenen Alters Tages- und Wochenzeitungen lesen. Andererseits sehe ich noch häufiger Menschen, die eben dies nicht tun, die aber auch nicht zu Hause oder in den Kaffeehäusern die Zeitungen lesen, sondern sie überhauptnicht lesen. Weil es ihnen kein Bedürfnis ist. </p>
<p>&#8220;Arbeiter, gigantische Mehrheit&#8230;&#8221; Wer genau ist für dich Arbeiter? Alle abhängig Beschäftigten, also auch Leute wie Dr. Josef Ackermann? Im Gegensatz zum türkischen Gemüsehändler an der Ecke? </p>
<p>Also, im Sozialismus sollen gleichzeitig auf effizientes Wirtschaften verzichtet und die Produktivität gesteigert werden?<br />
Wie sind deine Erfahrungen mit nichtmateriellen Leistungsanreizen?<br />
Ich habe meine Ausbildung zum Industriemechaniker in einem Modellbetrieb gemacht, in dem in der Produktion für den realen Markt ausgebildet wird. Weil in diesem Modellbetrieb, in dem berufliche und allgemeine Bildung verbunden werden, die Auszubildenden als Schüler gelten, wird dort keine Ausbildungsvergütung bezahlt. Einige der Auszubildenden dort sind allerdings bei einem florierenden mittelständischen Unternehmen beschäftigt und bekommen eine Vergütung, die deutlich über Tarif liegt. Ich meine, gewisse Unteschiede in der Motivation und oft auch in der Arbeitshaltung wahrgenommen zu haben.<br />
Ich bin gespannt zu erfahren, welche Erfahrungen aus ähnlicher Situation (Industriearbeit, keine finanziellen Anreize) dich dazu gebracht haben deine Haltung anzunehmen, obwohl auch allgemein angenommen wird, dass wenig handfeste Anreize auch nur wenig handfeste Folgen haben.</p>
<p>Wenn jetzt doch kein Wunder geschieht und weder Ressourcen noch Produktivität ins unendliche Wachsen, sobald nur der Sozialismus eingeführt ist, was dann?</p>
<p>Natürlich sehe ich den Punkt, dass &#8220;die Menschen&#8221; mehr Mitspracherechte haben als jetzt, wenn darüber abgestimmt wird, wer welchen Arbeit übernehmen soll. Aber dann kann sich eben niemand selber aussuchen, was er tun will. Weil jeder in der Abstimmung unterliegen wird, wenn sein Wunsch nicht der ihm völlig fremder Menschen ist!<br />
Und warum sollten die Menschen plötzlich dafür sein, dass andere auf ihre Kosten Ressourcen verschwenden?<br />
Dazu ein Szenario zum Abschluss:<br />
Wir nehmen dazu einfach an, dass sich nicht die Gesamtheit der Bevölkerung (im Grenzfall ja die gesamte Stimmfähige Weltbevölkerung, da Sozialismus nur global konsequent gedacht werden kann [wenn er denn konsequent gedacht werden könnte]) damit befassen wird, wie ein 17 Jahre Alter Realschüler in einer schwäbischen Kleinstadt nach Maßgabe seiner (Wie festgestellten?) Fähigkeiten seine Zukunft gestalten soll. Also entscheidet nur ein Teil der Bevölkerung, vermutlich Menschen, die mit der Situation vertraut sind, also das Umfeld. Lehrer, Nachbarn, Mitschüler oder wer auch immer. Wenn nun das Verhältnis des Betroffenen zu den Entscheidern, wie durchaus denkbar, nicht das Beste ist und die Mehrheit trifft eine Entscheidung, mit der sich der Junge nicht anfreunden will.<br />
Warum soll er sich dann in sein Schicksal fügen, wenn er es unter anderen Umständen nicht tut, obwohl er seinen Weg dort weitgehend selbst wählen könnte?<br />
Die Mehrheit wird nicht den Willen jedes Einzelnen vorhersehen und noch weniger berücksichtigen können. Dafür kann jeder konkrete Personen dafür verantwortlich machen, dass er keine Möglichkeit bekam, sich an der Erfüllung seiner Wünsche zu versuchen.<br />
Wird das wirklich den gesellschaftlichen Zusammenhalt verbessern?<br />
Die Mehrheit kann nicht alle Wünsche erfüllen. Spätestens dann, wenn sich zwei Wünsche gegenseitig ausschließen muss einer benachteiligt werden. Und das Verfahren sieht dann nicht mehr (wie heute) vor, dass man sich friedlich einigt und der dringlichere Wunsch erfüllt wird&#8230;</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-192" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('192', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-192-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-192" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('192', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-192-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerrit Brüning</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-1/#comment-178</link>
		<dc:creator>Gerrit Brüning</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2009 15:39:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jusos.de/2009/04/507/#comment-178</guid>
		<description>So, etwas später als eigentlich gewollt, steige ich noch einmal in die Diskussion ein. Bin leider zur Zeit etwas sehr eingespannt und kann daher nicht so oft reinschauen.
Ersteinmal zum Thema der Vergesellschaftungen.
Vergesellschaftungen ohne Entschädigung halte ich nicht für denkbar, allerdings ist die Frage, wo die Entschädigung erfolgt.
Entweder, das Unternehmen ist jung und durch die erwirtschafteten Gewinne wurde derjenige Gründer noch nicht entschädigt, dann wird aus dem Staat die Differenz gezahlt werden müssen.
Wenn das Unternehmen jedoch schon nachweislich solche Entschädigungen erbracht hat, sind auch keine weiteren nötig.
Das sogenannte „Unternehmerische Risiko“ finde ich immer seltsam. Das ist in etwa so, wie wenn ein römischer Adeliger sich Produktionsmittel und Sklaven kauft, und dies alles dann dadurch gerechtfertigt wird, dass er beim Kauf der Sklaven ja auch hätte pleite gehen können. Auf diese Art und Weise kann man nämlich unter vorgeschobenen Argumenten alles rechtfertigen.
Im Übrigen wird meistens das Geld durch Banken verliehen und nicht einzig durch Konsumverzicht etc. erhalten, dazu kommen Erbsachen usw.
Das Schöne am Sozialismus ist ja, dass es nicht mehr um rentabel oder nicht geht, sondern darum, wie die Bedürfnisse erfüllt werden können, ohne dass dabei ein Mehrwert produziert wird. Daher muss das demokratisch organisierte Kollektiv darüber bestimmen (durch Diskurs und Abstimmung) wann und wie eine zusätzliche Fabrik o.ä gebaut und welche ersetzt wird. Es geht also nicht mehr darum, einen Antrieb dadurch zu schaffen, dass man mehr Geld verdienen will.
Der Antrieb besteht darin, frei, solidarisch und demokratisch seien Bedürfnisse befriedigen zu können, ohne andere zu unterdrücken.
Was die Werttheorie betrifft, kann ich deinen Einwand nicht nachvollziehen.
Jeder Unternehmer kalkuliert doch, wie viel Geld er für die Produktion ausgeben muss (an konstantem und variablem Kapital) und geht erst dann in Produktion und bestimmt danach (unter Einbezug der Konkurrenz) einen Preis für sein Produkt. Aber das Ganze muss ja einen Bezugspunkt haben, um den Angebot und Nachfrage wirken können.  Und dieser Punkt kann nur im Faktor der Arbeit liegen. 
„Jetzt aber zur Demokratie.
Und wie genau drückt sich die Herrschaft des Volkes aus?
Und wenn die Leute sich jetzt nicht für die Knechtschaft entscheiden wollen, kommt dann wieder die Diktatur des Proletariats, weil ihr einen direkten Draht zum “Willen des Volkes” habt?“
Die Herrschaft des Volkes drückt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall schon sehr viel besser aus, wenn Abgeordnete schneller abwählbar sind als jetzt und es mehr Plebiszite gibt. Hinzu kommt, dass es jedem Menschen ermöglicht werden müsste, sich über eine Tages-oder Wochenzeitung zu bilden.
Ich weiß ja nicht, was du mit der Diktatur des Proletariats verbindet. Sie hat jedenfalls nichts mit einer Parteiidee zu tun. Diktatur des Proletariats bedeutet einfach nur, dass nicht länger die Klasse der Kapitalisten durch wirtschaftlichen Abhängigkeiten etc. über die Arbeiter herrscht, sondern die Arbeiter ihre Ketten abstreifen und als gigantische Mehrheit nun selber herrschen, bis es zur Klassenlosen Gesellschaft kommt.
„Wenn ich mich recht entsinne, nimmt man als Marxist ja an, dass die anderen im Irrtum verharrten, weil ihr Denken ja durch ihre Klasse bestimmt sei.“
Nein, das nimmt man nicht an. Marx geht als Materialist nur davon aus, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimmt. Das hat aber nichts mit richtig oder falsch zu tun. Es gibt politisch kein richtig oder falsch. Es gibt nur Überzeugungen und Interessen, die sich für einen Marxisten aus der Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht aus einem idealistischen Luftschloss ergeben.

„Was also, wenn die Mehrheit durchaus mit einer repräsentativen Demokratie zufrieden ist? In einer Gesellschaft, die ihren Wohlstand nicht zuletzt durch Arbeitsteilung erreichen konnte ist der Gedanke, dass nicht jeder selbst regiert, sondern einige damit beauftragt werden und das dann hauptberuflich machen kein ganz abwegiger…“
Wenn wir die Arbeitszeit verkürzen, können wir trotzdem dem Wohlstand erhöhen und erweitern und zeitgleich die Selbstbestimmung der Menschen erhöhen. Die Gesellschaft hat ja nun einmal keinen gerecht verteilten Wohlstand, sondern viele Arme und viele Reiche Menschen. Hinzu kommt, dass die Entfremdung nichts mit Geld zu tun hat, sondern mit der Stellung im politisch-ökonomischen System.
„Noch ein Wort zur Demokratisierung der Wirtschaft.
Das wird darauf hinauslaufen, dass sich niemand aussuchen kann, wo er arbeitet, wann er arbeitet, was er arbeitet und was er mit den Früchten seiner Arbeit anstellt. Weil alles von von anderen bestimmt wird, die es streng genommen nichts angeht und die im Zweifel andere Ziele verfolgen. Für mich wäre das nichts.“
Im Sozialismus gilt der Grundsatz, dass jeder sich nach seinen Fähigkeiten einsetzen soll. Durch die Demokratisierung wird eben erst ermöglicht, dass auch Berufe und Tätigkeiten ermöglicht werden, die vorher nicht g enug Geld eingebracht haben und dennoch wichtig sind. Es wird nicht alles von anderen bestimmt (das ist heute der Fall..), sondern es wird das meiste gemeinsam bestimmt. Das heißt doch nicht, dass man bürgerliche Grundrechte verliert, kann im Gegenteil. Wir wollen den Menschen mehr Mitspracherechte zusätzlich geben-nicht mehr und nicht weniger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So, etwas später als eigentlich gewollt, steige ich noch einmal in die Diskussion ein. Bin leider zur Zeit etwas sehr eingespannt und kann daher nicht so oft reinschauen.<br />
Ersteinmal zum Thema der Vergesellschaftungen.<br />
Vergesellschaftungen ohne Entschädigung halte ich nicht für denkbar, allerdings ist die Frage, wo die Entschädigung erfolgt.<br />
Entweder, das Unternehmen ist jung und durch die erwirtschafteten Gewinne wurde derjenige Gründer noch nicht entschädigt, dann wird aus dem Staat die Differenz gezahlt werden müssen.<br />
Wenn das Unternehmen jedoch schon nachweislich solche Entschädigungen erbracht hat, sind auch keine weiteren nötig.<br />
Das sogenannte „Unternehmerische Risiko“ finde ich immer seltsam. Das ist in etwa so, wie wenn ein römischer Adeliger sich Produktionsmittel und Sklaven kauft, und dies alles dann dadurch gerechtfertigt wird, dass er beim Kauf der Sklaven ja auch hätte pleite gehen können. Auf diese Art und Weise kann man nämlich unter vorgeschobenen Argumenten alles rechtfertigen.<br />
Im Übrigen wird meistens das Geld durch Banken verliehen und nicht einzig durch Konsumverzicht etc. erhalten, dazu kommen Erbsachen usw.<br />
Das Schöne am Sozialismus ist ja, dass es nicht mehr um rentabel oder nicht geht, sondern darum, wie die Bedürfnisse erfüllt werden können, ohne dass dabei ein Mehrwert produziert wird. Daher muss das demokratisch organisierte Kollektiv darüber bestimmen (durch Diskurs und Abstimmung) wann und wie eine zusätzliche Fabrik o.ä gebaut und welche ersetzt wird. Es geht also nicht mehr darum, einen Antrieb dadurch zu schaffen, dass man mehr Geld verdienen will.<br />
Der Antrieb besteht darin, frei, solidarisch und demokratisch seien Bedürfnisse befriedigen zu können, ohne andere zu unterdrücken.<br />
Was die Werttheorie betrifft, kann ich deinen Einwand nicht nachvollziehen.<br />
Jeder Unternehmer kalkuliert doch, wie viel Geld er für die Produktion ausgeben muss (an konstantem und variablem Kapital) und geht erst dann in Produktion und bestimmt danach (unter Einbezug der Konkurrenz) einen Preis für sein Produkt. Aber das Ganze muss ja einen Bezugspunkt haben, um den Angebot und Nachfrage wirken können.  Und dieser Punkt kann nur im Faktor der Arbeit liegen.<br />
„Jetzt aber zur Demokratie.<br />
Und wie genau drückt sich die Herrschaft des Volkes aus?<br />
Und wenn die Leute sich jetzt nicht für die Knechtschaft entscheiden wollen, kommt dann wieder die Diktatur des Proletariats, weil ihr einen direkten Draht zum “Willen des Volkes” habt?“<br />
Die Herrschaft des Volkes drückt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall schon sehr viel besser aus, wenn Abgeordnete schneller abwählbar sind als jetzt und es mehr Plebiszite gibt. Hinzu kommt, dass es jedem Menschen ermöglicht werden müsste, sich über eine Tages-oder Wochenzeitung zu bilden.<br />
Ich weiß ja nicht, was du mit der Diktatur des Proletariats verbindet. Sie hat jedenfalls nichts mit einer Parteiidee zu tun. Diktatur des Proletariats bedeutet einfach nur, dass nicht länger die Klasse der Kapitalisten durch wirtschaftlichen Abhängigkeiten etc. über die Arbeiter herrscht, sondern die Arbeiter ihre Ketten abstreifen und als gigantische Mehrheit nun selber herrschen, bis es zur Klassenlosen Gesellschaft kommt.<br />
„Wenn ich mich recht entsinne, nimmt man als Marxist ja an, dass die anderen im Irrtum verharrten, weil ihr Denken ja durch ihre Klasse bestimmt sei.“<br />
Nein, das nimmt man nicht an. Marx geht als Materialist nur davon aus, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimmt. Das hat aber nichts mit richtig oder falsch zu tun. Es gibt politisch kein richtig oder falsch. Es gibt nur Überzeugungen und Interessen, die sich für einen Marxisten aus der Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht aus einem idealistischen Luftschloss ergeben.</p>
<p>„Was also, wenn die Mehrheit durchaus mit einer repräsentativen Demokratie zufrieden ist? In einer Gesellschaft, die ihren Wohlstand nicht zuletzt durch Arbeitsteilung erreichen konnte ist der Gedanke, dass nicht jeder selbst regiert, sondern einige damit beauftragt werden und das dann hauptberuflich machen kein ganz abwegiger…“<br />
Wenn wir die Arbeitszeit verkürzen, können wir trotzdem dem Wohlstand erhöhen und erweitern und zeitgleich die Selbstbestimmung der Menschen erhöhen. Die Gesellschaft hat ja nun einmal keinen gerecht verteilten Wohlstand, sondern viele Arme und viele Reiche Menschen. Hinzu kommt, dass die Entfremdung nichts mit Geld zu tun hat, sondern mit der Stellung im politisch-ökonomischen System.<br />
„Noch ein Wort zur Demokratisierung der Wirtschaft.<br />
Das wird darauf hinauslaufen, dass sich niemand aussuchen kann, wo er arbeitet, wann er arbeitet, was er arbeitet und was er mit den Früchten seiner Arbeit anstellt. Weil alles von von anderen bestimmt wird, die es streng genommen nichts angeht und die im Zweifel andere Ziele verfolgen. Für mich wäre das nichts.“<br />
Im Sozialismus gilt der Grundsatz, dass jeder sich nach seinen Fähigkeiten einsetzen soll. Durch die Demokratisierung wird eben erst ermöglicht, dass auch Berufe und Tätigkeiten ermöglicht werden, die vorher nicht g enug Geld eingebracht haben und dennoch wichtig sind. Es wird nicht alles von anderen bestimmt (das ist heute der Fall..), sondern es wird das meiste gemeinsam bestimmt. Das heißt doch nicht, dass man bürgerliche Grundrechte verliert, kann im Gegenteil. Wir wollen den Menschen mehr Mitspracherechte zusätzlich geben-nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-178" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('178', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-178-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-178" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('178', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-178-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: nick</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-1/#comment-158</link>
		<dc:creator>nick</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2009 11:54:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jusos.de/2009/04/507/#comment-158</guid>
		<description>Erstmal zum Marxismus. 
&gt;Man kann natürlich auch eine Debatte ad absurdum führen! 
Bisher hatte ich gelernt, dass stimmige Theorien eben nicht zu Widersprüchen führen...

Aber du bringst ja dankenswerterweise gleich den Punkt, auf den ich als nächstes hinauswollte - die Unternehmensgründung.
Heute ist es so, dass etwa 80% der Unternehmungen im ersten Jahr ihres Bestehens scheitern. Früher war das ähnlich und es gibt kaum gute Gründe anzunehmen, dass sich das in der Zukunft dramatisch ändern sollte.
Wenn ein Unternehmer sein eigenes, durch Konsumverzicht gesammeltes Kapital oder geliehenes Kapital, für das er persönlich haftet verliert, ist das sein Problem. Er hätte im Erfolgsfall Vorteile gehabt, der Preis dafür war das Risiko. Andere, meinetwegen &quot;Die Gesellschaft&quot;, sind nicht betroffen, insofern sie nicht für die Verluste einstehen müssen.
Wenn nun das in jeder neuen Unternehmung gebundene Kapital gleich sozialisiert wird, gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten.
Die erste ist die, dass die Enteingnung entschädigungslos ist, der Unternehmer sein selbstaufgebrachtes Kapital in dem Moment verliert, in dem er die Unternehmung gründet. Da er gleichzeitig auch den Residualanspruch, das Recht, sich Überschüsse des Unternehmens anzueignen verliert, gehen die wesentlichen Anreize verloren, die Menschen dazu bringen, die Risiken des Unerprobten auf sich zu nehmen.
Die zweite Möglichkeit ist die, dass Unternehmer entschädigt werden. Dann gibt es aber keinen Anlass mehr, das Risiko zu scheuen. Der Anteil der Unternehmungen, die nicht gleich, oder nie wirtschaftlich arbeiten, also ohne Verschwendung knapper Ressourcen auskommen, wird eher noch steigen. Wahrscheinlich enorm. Und dass die Planer unrentable Betriebe schließen ist gänzlich unvorstellbar.
Jedenfalls habe ich noch keinen Marxisten gehört, der sich z.B. für die Abwicklung von Opel ausgesprochen hat.

Weiter zur Werttheorie.
Auf dem Markt wird kein Wert festgelegt. Es geht einfach darum, dass im Preis alle Informationen gebündelt werden, die benötigt werden um beurteilen zu können, ob es sich lohnt, noch mehr von einem Produkt herzustellen oder zu konsumieren. 
Wenn man einen intrinsischen Wert der Produkte annimmt und seinen Überlegungen zu Grunde legt, wird es schwierig festzustellen, wann man mit der Produktion eines Gutes aufhören und mit der eines anderen anfangen sollte.

Jetzt aber zur Demokratie.
Und wie genau drückt sich die Herrschaft des Volkes aus?
Und wenn die Leute sich jetzt nicht für die Knechtschaft entscheiden wollen, kommt dann wieder die Diktatur des Proletariats, weil ihr einen direkten Draht zum &quot;Willen des Volkes&quot; habt? 
Wenn ich mich recht entsinne, nimmt man als Marxist ja an, dass die anderen im Irrtum verharrten, weil ihr Denken ja durch ihre Klasse bestimmt sei. 
Was also, wenn die Mehrheit durchaus mit einer repräsentativen Demokratie zufrieden ist? In einer Gesellschaft, die ihren Wohlstand nicht zuletzt durch Arbeitsteilung erreichen konnte ist der Gedanke, dass nicht jeder selbst regiert, sondern einige damit beauftragt werden und das dann hauptberuflich machen kein ganz abwegiger...

Noch ein Wort zur Demokratisierung der Wirtschaft.
Das wird darauf hinauslaufen, dass sich niemand aussuchen kann, wo er arbeitet, wann er arbeitet, was er arbeitet und was er mit den Früchten seiner Arbeit anstellt. Weil alles von von anderen bestimmt wird, die es streng genommen nichts angeht und die im Zweifel andere Ziele verfolgen. Für mich wäre das nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal zum Marxismus.<br />
&gt;Man kann natürlich auch eine Debatte ad absurdum führen!<br />
Bisher hatte ich gelernt, dass stimmige Theorien eben nicht zu Widersprüchen führen&#8230;</p>
<p>Aber du bringst ja dankenswerterweise gleich den Punkt, auf den ich als nächstes hinauswollte &#8211; die Unternehmensgründung.<br />
Heute ist es so, dass etwa 80% der Unternehmungen im ersten Jahr ihres Bestehens scheitern. Früher war das ähnlich und es gibt kaum gute Gründe anzunehmen, dass sich das in der Zukunft dramatisch ändern sollte.<br />
Wenn ein Unternehmer sein eigenes, durch Konsumverzicht gesammeltes Kapital oder geliehenes Kapital, für das er persönlich haftet verliert, ist das sein Problem. Er hätte im Erfolgsfall Vorteile gehabt, der Preis dafür war das Risiko. Andere, meinetwegen &#8220;Die Gesellschaft&#8221;, sind nicht betroffen, insofern sie nicht für die Verluste einstehen müssen.<br />
Wenn nun das in jeder neuen Unternehmung gebundene Kapital gleich sozialisiert wird, gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten.<br />
Die erste ist die, dass die Enteingnung entschädigungslos ist, der Unternehmer sein selbstaufgebrachtes Kapital in dem Moment verliert, in dem er die Unternehmung gründet. Da er gleichzeitig auch den Residualanspruch, das Recht, sich Überschüsse des Unternehmens anzueignen verliert, gehen die wesentlichen Anreize verloren, die Menschen dazu bringen, die Risiken des Unerprobten auf sich zu nehmen.<br />
Die zweite Möglichkeit ist die, dass Unternehmer entschädigt werden. Dann gibt es aber keinen Anlass mehr, das Risiko zu scheuen. Der Anteil der Unternehmungen, die nicht gleich, oder nie wirtschaftlich arbeiten, also ohne Verschwendung knapper Ressourcen auskommen, wird eher noch steigen. Wahrscheinlich enorm. Und dass die Planer unrentable Betriebe schließen ist gänzlich unvorstellbar.<br />
Jedenfalls habe ich noch keinen Marxisten gehört, der sich z.B. für die Abwicklung von Opel ausgesprochen hat.</p>
<p>Weiter zur Werttheorie.<br />
Auf dem Markt wird kein Wert festgelegt. Es geht einfach darum, dass im Preis alle Informationen gebündelt werden, die benötigt werden um beurteilen zu können, ob es sich lohnt, noch mehr von einem Produkt herzustellen oder zu konsumieren.<br />
Wenn man einen intrinsischen Wert der Produkte annimmt und seinen Überlegungen zu Grunde legt, wird es schwierig festzustellen, wann man mit der Produktion eines Gutes aufhören und mit der eines anderen anfangen sollte.</p>
<p>Jetzt aber zur Demokratie.<br />
Und wie genau drückt sich die Herrschaft des Volkes aus?<br />
Und wenn die Leute sich jetzt nicht für die Knechtschaft entscheiden wollen, kommt dann wieder die Diktatur des Proletariats, weil ihr einen direkten Draht zum &#8220;Willen des Volkes&#8221; habt?<br />
Wenn ich mich recht entsinne, nimmt man als Marxist ja an, dass die anderen im Irrtum verharrten, weil ihr Denken ja durch ihre Klasse bestimmt sei.<br />
Was also, wenn die Mehrheit durchaus mit einer repräsentativen Demokratie zufrieden ist? In einer Gesellschaft, die ihren Wohlstand nicht zuletzt durch Arbeitsteilung erreichen konnte ist der Gedanke, dass nicht jeder selbst regiert, sondern einige damit beauftragt werden und das dann hauptberuflich machen kein ganz abwegiger&#8230;</p>
<p>Noch ein Wort zur Demokratisierung der Wirtschaft.<br />
Das wird darauf hinauslaufen, dass sich niemand aussuchen kann, wo er arbeitet, wann er arbeitet, was er arbeitet und was er mit den Früchten seiner Arbeit anstellt. Weil alles von von anderen bestimmt wird, die es streng genommen nichts angeht und die im Zweifel andere Ziele verfolgen. Für mich wäre das nichts.</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-158" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('158', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-158-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-158" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('158', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-158-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerrit Brüning</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/04/507/comment-page-1/#comment-153</link>
		<dc:creator>Gerrit Brüning</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2009 14:45:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jusos.de/2009/04/507/#comment-153</guid>
		<description>Nein, es ist in der Tat die Frage, wer herrschen soll, nämlich das Volk – das ist das Entscheidende. 
Nun ist lediglich die Frage in welcher Weise. 
Beispielsweise ist es nicht möglich, durch den Volkswillen die einmal gewählten VertreterInnen innerhalb einer Legislatur wieder auszuwechseln. Das heißt also, dass in dieser Staatsform sich nun die Leute ihre Herrscher wählen für eine gewisse Zeit, aber noch lange nicht selber herrschen.
Dafür bräuchte man deutlich mehr plebiszitäre Elemente, eine ständige Ablösbarkeit und vor allen Dingen auch eine Herrschaft über die Wirtschaft, eine demokratische Wirtschaftsordnung, da letztendlich diese in gigantischem Maße einflussreich ist. Heute wird ja immer wieder davon geredet, dass Primat der Politik wieder zu erringen -&gt; Ist ein Zustand, in dem um diese Selbstverständlichkeit gerungen wird noch demokratisch?
„Falls man sich darauf einigen kann, dass der ständige Bürgerkrieg nicht unter allen Umständen erstrebenswert ist, sollte man von Gewalt absehen, solange die Demokratie intakt ist, die Regierung noch nicht erklärt hat, der demokratischen Legitimierung nicht mehr zu bedürfen.“
Ersteinmal bin ich einverstanden, aber was genau zeigt denn, dass die Demokratie intakt ist?
Die Wahlbeteiligung? Oder muss jemand erst für alle offensichtlich etwas anderes verlauten lassen?
„Zurück zur Theorie.
Was ist, wenn sich nicht so leicht unterscheiden lässt, was Produktionsmittel und was Konsumgut ist.“
Man kann natürlich auch eine Debatte ad absurdum führen! Wie ist es denn heute? Wenn jemand aus seinem Hobby einen Beruf hat, dann muss er ein entsprechendes Gewerbe anmelden, eine Firma gründen. Selbige Regelungen können doch weiter existieren.
Nur eben jene Firmen und deren Produktionsmittel werden demokratisiert und damti vergesellschaftet.
„Zur Zurechenbarkeit von Kosten.
Wenn eine Werkzeugmaschine über mehrere Jahre zur Bearbeitung unterschiedlichster Werkstücke eingesetzt wird, sich die Technologien am Markt (und damit die durchschnittlichen Kosten) laufend ändern und die Maschine dann plötzlich zerstört wird, obwohl die geplante Laufzeit noch lange nicht erreicht war.
Wie genau soll festgestellt werden, welchen Wert die Maschine an ein einzelnes Produkt übertrug. Und hätte sich dieser Wertanteil nicht laufend ändern müssen, wenn man ihn wiederholt berechnet hätte.“
Du kannst den exakten Wert jeder einzelnen Ware natürlich nicht ausmachen, dennoch ist die Theorie nicht falsch. Wenn man davon ausgeht, dass Angebot und Nachfrage einen Wert schaffen, wäre die Arbeitskraft als schaffendes Moment zu leugnen. Dass aber durch eine Veredelung eines Rohstoffes der Wert steigen muss, müsste sich eigentlich von selbst verstehen, angesichts der Mühe, die hineingeflossen ist.
 Noch einmal, das Ganze ist ein gesellschaftlicher Durchschnittswert, der im Preis ausgedrückt wird. Letzterer jedoch schwankt natürlich durch Angebot und Nachfrage.
Die Waren, die mit der kaputten Maschine hergestellt wurden, sind genau so viel Wert, wie ein Produkt unter vergleichbaren Bedingungen, das mit einer gänzlich abgeschriebenen Maschine produziert wurde.
Der Verlust für den Kapitalisten besteht darin, dass einmal gekaufte, potentielle Arbeitskraft, die als konstantes Kapital im Gerät existierte, verloren ging.


So, nun gehts in WE. Ich gucke Montag mal wieder rein</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es ist in der Tat die Frage, wer herrschen soll, nämlich das Volk – das ist das Entscheidende.<br />
Nun ist lediglich die Frage in welcher Weise.<br />
Beispielsweise ist es nicht möglich, durch den Volkswillen die einmal gewählten VertreterInnen innerhalb einer Legislatur wieder auszuwechseln. Das heißt also, dass in dieser Staatsform sich nun die Leute ihre Herrscher wählen für eine gewisse Zeit, aber noch lange nicht selber herrschen.<br />
Dafür bräuchte man deutlich mehr plebiszitäre Elemente, eine ständige Ablösbarkeit und vor allen Dingen auch eine Herrschaft über die Wirtschaft, eine demokratische Wirtschaftsordnung, da letztendlich diese in gigantischem Maße einflussreich ist. Heute wird ja immer wieder davon geredet, dass Primat der Politik wieder zu erringen -&gt; Ist ein Zustand, in dem um diese Selbstverständlichkeit gerungen wird noch demokratisch?<br />
„Falls man sich darauf einigen kann, dass der ständige Bürgerkrieg nicht unter allen Umständen erstrebenswert ist, sollte man von Gewalt absehen, solange die Demokratie intakt ist, die Regierung noch nicht erklärt hat, der demokratischen Legitimierung nicht mehr zu bedürfen.“<br />
Ersteinmal bin ich einverstanden, aber was genau zeigt denn, dass die Demokratie intakt ist?<br />
Die Wahlbeteiligung? Oder muss jemand erst für alle offensichtlich etwas anderes verlauten lassen?<br />
„Zurück zur Theorie.<br />
Was ist, wenn sich nicht so leicht unterscheiden lässt, was Produktionsmittel und was Konsumgut ist.“<br />
Man kann natürlich auch eine Debatte ad absurdum führen! Wie ist es denn heute? Wenn jemand aus seinem Hobby einen Beruf hat, dann muss er ein entsprechendes Gewerbe anmelden, eine Firma gründen. Selbige Regelungen können doch weiter existieren.<br />
Nur eben jene Firmen und deren Produktionsmittel werden demokratisiert und damti vergesellschaftet.<br />
„Zur Zurechenbarkeit von Kosten.<br />
Wenn eine Werkzeugmaschine über mehrere Jahre zur Bearbeitung unterschiedlichster Werkstücke eingesetzt wird, sich die Technologien am Markt (und damit die durchschnittlichen Kosten) laufend ändern und die Maschine dann plötzlich zerstört wird, obwohl die geplante Laufzeit noch lange nicht erreicht war.<br />
Wie genau soll festgestellt werden, welchen Wert die Maschine an ein einzelnes Produkt übertrug. Und hätte sich dieser Wertanteil nicht laufend ändern müssen, wenn man ihn wiederholt berechnet hätte.“<br />
Du kannst den exakten Wert jeder einzelnen Ware natürlich nicht ausmachen, dennoch ist die Theorie nicht falsch. Wenn man davon ausgeht, dass Angebot und Nachfrage einen Wert schaffen, wäre die Arbeitskraft als schaffendes Moment zu leugnen. Dass aber durch eine Veredelung eines Rohstoffes der Wert steigen muss, müsste sich eigentlich von selbst verstehen, angesichts der Mühe, die hineingeflossen ist.<br />
 Noch einmal, das Ganze ist ein gesellschaftlicher Durchschnittswert, der im Preis ausgedrückt wird. Letzterer jedoch schwankt natürlich durch Angebot und Nachfrage.<br />
Die Waren, die mit der kaputten Maschine hergestellt wurden, sind genau so viel Wert, wie ein Produkt unter vergleichbaren Bedingungen, das mit einer gänzlich abgeschriebenen Maschine produziert wurde.<br />
Der Verlust für den Kapitalisten besteht darin, dass einmal gekaufte, potentielle Arbeitskraft, die als konstantes Kapital im Gerät existierte, verloren ging.</p>
<p>So, nun gehts in WE. Ich gucke Montag mal wieder rein</p>
<p>Gut oder schlecht: <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-153" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_up.png" alt="Daumen hoch" onclick="javascript:ckratingKarma('153', 'add', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_');" title="Daumen hoch" /> <span id="karma-153-up" style="font-size:12px; color:#009933;">0</span>&nbsp;<img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="down-153" src="http://blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/images/1_14_down.png" alt="Daumen runter" onclick="javascript:ckratingKarma('153', 'subtract', 'blog.jusos.de/wp-content/plugins/comment-rating/', '1_14_')" title="Daumen runter" /> <span id="karma-153-down" style="font-size:12px; color:#990033;">0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
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