Die Umweltprämie hilft!
Donnerstag, 9.April 2009 von Jan Schwarz
Die neusten Nachrichten aus der Wirtschaft verheißen nichts Gutes, alleine gestern haben der Autobauer Karmann die Insolvenz bekanntgegeben und Mercedes schließt Betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Der Fall Opel ist hinlänglich bekannt und die stetig schlimmer werdende Situation bei vielen Zulieferern ist nichts Neues mehr. Für Autobauer mit kleinen und mittleren Modellen ist die Erweiterung der Umweltprämie mit Sicherheit eine gute Meldung, insbesondere Volkswagen, Opel und Ford profitieren in Deutschland davon.
Es lassen sich mit Sicherheit auch Argumente dagegen finden, aber kein anderes Instrument der Konjunkturpakete hat so schnell und effektiv eingeschlagen wie die Umweltprämie. Die Produktionen der großen Automobilhersteller sind ausgelastet und die Wartezeiten so lang wie schon ewig nicht mehr. So werden Arbeitsplätze aktuell gesichert. Und genau dies ist das Ziel eines Konjunkturprogramms, die Umweltprämie wird die Probleme der Automobilindustrie nicht lösen, aber im Krisenjahr 2009 die Auslastung der Produktionsstätten sichern und so zumindest bei vielen Autobauern und Zulieferern Massenentlassungen verhindern. Außerdem ist sie ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit von Gewerkschaften und SPD, denn der Anstoß zu diesem Instrument kommt von der IG Metall.
Mit den nun bereitgestellten 5 Milliarden Euro können bis zum Jahresende 2 Millionen Altwagenverschrottungen bezuschusst werden. In Deutschland gab es zu Jahresbeginn ca. 50 Millionen zugelassene PKW, für knapp 12 Millionen davon treffen die Bedingungen der Umweltprämie zu.
Tags: Krise, Umweltpolitik







Wenn ich mein altes Auto verschrotten lasse und mir dann einen richtig schönen neuen großen Geländewagen kaufe, hat das eher negative Auswirkungen auf die Umwelt. Dementsprechend sollte es wohl eher „Die Abwrackprämie hilft!“ und nicht „Die Umweltprämie hilft!“ heißen. Geholfen wird schließlich nur der Autoindustrie.
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Immerhin werden alte Fahrzeuge von der Strasse geholt, die meist weitaus schlechtere Emissionswerte haben im Vergleich zu neuen Kleinwagen. Und die sind es ja, die vor allem mithilfe der Umweltprämie gekauft werden.
Die Umweltprämie verdient deswegen schon ihren Namen wenngleich es wohl noch besser gewesen wäre sie an noch festeren Auflagen zu koppeln als nur an die Euronorm 4.
Aber wichtig ist, dass es ein erster Schritt in die richtige Richtung ist. Den Zweiten müssen nun die Verbraucher machen.
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Warum die Umweltprämie so heißt ist mir schleierhaft. Was hat das denn mit Umwelt zu tun? Die Umwelt-Auflagen für Neuwagen sind doch minimal! Vielmehr wird dadurch eine Industrie in ihren bisherigen Strukturen erhalten, die einfach die falschen Produkte baut. Fatalerweise wird durch die Umweltprämie auch noch einmal der Bedarf an Biokraftsstoffen erhöht – alle Neuwagen sind auf die Beimischungsquoten hin entwickelt und wollen nun Biodiesel tanken. Was das für globale Auswirkungen hat, habe ich hier mal zusammen gefasst: http://www.stylewalker.net/2009/04/08/globaler-handel-lokale-markte-irrsinn-der-eu-politik/
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Niemand bestreitet, dass es in der Automobilbranche Überkapazitäten gibt. Warum soll hier der Staat mit Subventionen eingreifen und eine künstliche Nachfrage schaffen?
Warum wird die Automobilindustrie unterstützt und nicht andere gefährdete Industrien? Warum Großkonzerne und nicht kleine und mittelständische Betriebe?
Wer soll in den nächsten Jahren noch neue Autos kaufen?
Warum geben wir überhaupt 5 Milliarden für Autos aus, wenn man das Geld viel sinnvoller in den Bereichen Bildung und Soziales ausgeben könnte?
Welchen positiven Bezug zur Umwelt gibt es, wenn wir den Konsum von Autos fördern? Warum nicht eine Umweltprämie für die Bahn zur Senkung der Fahrpreise?
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Sicher hilft die sog. “Abwrackprämie” – die Frage ist nur wem…
1.) Die Prämie hilft zunächst einmal dem, der sich überhaupt einen Neuwagen leisten kann. Geringverdiener und Hartz IV-Empfänger können sich i.d.R. ohnehin kein neues Auto leisten ohne sich zu überschulden.
2.) Die Prämie ist freilich im Interesse der Automobilindustrie gemacht – die Autolobby scheint mal wieder ganze Arbeit geleistet zu haben!
3.) Nicht zuletzt hilft die Prämie einigen Politikern im Wahlkampf – besonders in den Regionen, wo eben bedrohte Automobilhersteller sitzen.
Den Schaden haben am Ende die Steuerzahler und besonders die kommenden Generationen, weil die ganze Zeche längerfristig bezahlt werden muss.
Zum Thema Opel:
Aus dem Fall Holzmann sollte man noch einige Erinnerungen bewahrt haben und dementsprechend vorsichtig sein. Nicht ganz zu Unrecht hat etwa Mitt Romney betreffend GM in den USA darauf hingewiesen, dass eine Wiedererrichtung nach Insolvenz manchmal billiger und effektiver sein kann als krampfhafte Rettungsversuche mit Steuergeldern…
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Die Abwrackprämie mag “richtig” gewesen sein, jedoch sollte dieses Programm nicht zulange laufen, da dadurch der Kauf nach vorne gezogen wird und somit Absatz in der Zukunft fehlt.
Den Namen Umweltprämie finde ich nicht richtig. Das ist doch Etikettenschwindel. Und wieso werden Firmenwagen immernoch vom Staat bezahlt???
Die Kommentarfunktion ist super, schön, dass sie freigeschaltet ist…
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Was man dem Artikel zu gute halten muss: Provokation. Doch das bloße Abfeiern darüber, dass die Automobilindustrie und ihr korporatistisches Pendant, die IG Metall, (vorläufig) in ihrer Existenz abgesichert werden, bringt die Linke im Allgemeinen nicht weiter. Diese ganze Bestandswahrung dann auch noch „Umweltprämie“ zu nennen, ist absurd.
Absurd ist es auch, Milliarden in einen Scheißhaufen zu stecken, um damit die Krise lediglich aufzuschieben. Schließlich sind Krisen, wie bereits angedeutet, auch Überproduktionskrisen. Krise bedeutet kreative Zerstörung bzw. der Kapitalismus regeneriert sich durch diese. Da hilft nur eins: Kapitalismus abwracken!
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Ich möchte an dieser Stelle nur mal zwei Zitate aus dem Beitrag gegenüber stellen:
1. “alleine gestern haben der Autobauer Karmann die Insolvenz bekanntgegeben und Mercedes schließt Betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Der Fall Opel ist hinlänglich bekannt und die stetig schlimmer werdende Situation bei vielen Zulieferern ist nichts Neues mehr”
2. “Die Produktionen der großen Automobilhersteller sind ausgelastet und die Wartezeiten so lang wie schon ewig nicht mehr.”
Die lässt folge Schlussfolgerungen zu:
1. Mercedes und Opel sind keine großen Automobilhersteller.
2. Der Beitrag ist murx.
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Die Umweltprämie oder auch im Volksmund Abwrackprämie genannt ist das erfolgreichste Teil der Konjunkturpakete. Zum einen sichert es einen Teil des Produktionsverlustes der weltweiten Automobilindustrie.Einbrüche in der Nachfrage von bis zu 50% kann kein großer Automobilhersteller in Deutschland bzw. anders wo verkraften. Aus diesen Grund ist es wichtig, dass der Staat Anreize schafft, dass Menschen neue Autos kaufen. Bekanntermaßen Autos kaufen keine Autos. Das vielleicht für einige sehr antiquierte Zitat von Henry Ford, mag vielleicht für einige eine Vorstellung aus längste vergangenen Tagen erscheinen, beschreibt aber ein aktuelle Problem nach wie vor. Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, die darauf angewiesen ist, dass es Menschen gibt die konsumieren, übrigens auch ein anderen Wirtschaftssystemen ist das so. Die Automobilindustrie in Europa und ganz speziell in Deutschland ist DAS industrielle Kernprodukt. Kein anderes Produkt weißt eine komplexe Wertschöpfungsstruktur wie das Auto. Es sind nicht nur die Arbeitsplätze selbst bei den Automobil bzw. bei ihren klassischen Zulieferern. Hat schon mal einer sich vor Augen geführt, was passiert, wenn keine Auto produziert werden, in der Chemieindustrie. Es werden weniger Farben, Lacke benötigt und die arbeitenden Menschen verbrauchen weniger Seife. Was dazuführt, dass auch dort Kurzarbeit gefahren werden muss. Man kann jetzt unendlich viele Beispiele aufzählen, weniger Transport für Straße und Bahn, weniger los im KFZ Handel, weniger abgeschlossene KFZ Versicherungsverträge, weniger Finanzierungen etc… also eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen und Branchen sind betroffen. Wichtig noch erwähnen es nicht ja keine dauer subventionierten Arbeitsplätze davon betroffen, sondern es handelt sich um die produktivsten Arbeitsplätze der gesamten europäischen Wirtschaft. Da sind 5 Milliarden Euro wirklich nicht viel Geld, wenn man sich anschaut wie viel Geld insgesamt für die Sicherung von Arbeitsplätzen z.b. für Kurzarbeit aufgewendet werden müsste (was die Menschen ja selber z.T. bezahlen durch ihre Sozialversicherungsbeiträge). Von den Aufwendungen an den Banken ganz zu schweige.
Zusammengefasst betrachtet ist die Umweltprämie (Euro 4 – Euro 6 lassen grüßen) ein gutes Instrument um die Nachfrage kurzfristig schnell zu stimulieren , um eine Überbrückung der Nachfrage- Krise hinzubekommen.
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Bei aller Kritik an der Umweltprämie muss berücksichtigt werden, dass es eine der wenigen Maßnahmen ist, die sofort Wirkung zeigt und damit genau die
Idee einer Konjunkturmaßnahme umsetzt. Sie ist zeitlich bzw. im Volumen begrenzt und wirkt unmittelbar auf den Konsum. Dass ist ja die Idee dahinter. Das soll ja zu keinem Dauerprogramm werden.
Die ersten die profitiert haben (außer den Käufern) waren die Händler (gerade auch freie Händler), die Ihre Jahreswagen los werden konnten. Darüber hinaus ist es doch gut zusehen, das VW und Opel so stark profitieren. Gerade bei Opel sollte uns das freuen. Natürlich wäre eine stärkere Umweltkomponente (z.b. Euro 5/6) wünschenswert gewesen, da dadurch auch noch der ein oder andere asiatische Hersteller nicht förderfähig gewesen wäre (falls man das wünscht.) Grundsätzlich ergeben sich aber durchaus sehr positive Effekte gerade in Sachen Feinstaub. Durchschnittlich werden zudem ca. 20g Co2/km pro Fahrzeug eingespart.
Insgesamt ist die Umweltprämie eindeutig eine sinnvolle Sache. Sie wird
die Auswirkungen der Krise nicht komplett auffangen können, wird aber, ganz im Sinne der Beschäftigten, die Auswirkungen im Rahmen halten.
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Also Leute,
wem hilft denn die Abwrackprämie? Der Umwelt sicherlich nicht, denn auch durch das verschrotten und das vermehrte herstellen der autos wird CO2 frei. Zwar stimmt es dass, auf dauer gesehen der co2 gehalt womöglich gesenkt werden kann, jedoch nur unwesentlich.
Auch der wirtschaft bringt diese prämie nichts, da lediglich anschaffungen vorgezogen werden und die autobranche wird in den nächsten jahren wirklich pobleme bekommen weil niemand autos kauft. Weiterhin verletzt die umweltprämie die grundsätze unserer sozialen marktwirtschaft, wonach der staat nicht einfach einer branche helfen kann und somit den wettbewerb verzerrt. kauft man sich jetzt einen neuwagen dann wird das geld womöglich an anderer stelle gespart und andere teile der wirtschaft leiden.
Die umwelt oder abwrackprämie hilf also niemandem auch wenn es vor der wahl erstmal ncoh ganz gut aussieht
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Sollte ich auch mal probieren.
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Die Umweltpramie hilft? Wem wohl? Ich meine sie schadet der deutschen Gesellschaft!
Sie ist ein Beispiel dafür, wie die heutige Bundestagsmehrheit die Nützlichkeit der kapitalistisch organisierten Marktwirtschaft massiv am Wirken hindert.
Und ein Beispiel für das, was ich am 11. Mai 2009 im Kommentar zu http://blog.jusos.de/2009/04/schuldenbremse-unvernunftig/ mit „verantwortungslose Leichtigkeit“ gemeint habe.
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Interessant zu lesen
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Die künstliche Ankurbelung eines (großteils durch selbstverschuldeten strukturkonservativismus) in der Krise befindlichen Branche – der Automobilindustrie alten Typs – wird sich nur kurzfristig auswirken. Die Menschen ziehen, angereizt durch eine “Umweltprämie”, Konsum von anderen Zweigen in diesen begünstigten Zweig lenken, dafür an anderen Dingen sparen. Außerdem werden Autokäufe einfach vorverlegt, die erst in ein paar Jahren notwendig gewesen wären. Das zusätzliche Verkaufsplus von heute ist ein Verkaufsminus in den nächsten Jahren.
Die Automobilindustrie wird damit noch mal in ihrer derzeitgen Ausrichtung “gerettet”. Eine Änderung an der Technik (umweltfreundlichere, sparsamere Motoren, Antriebe etc.) wird aber in den nächsten Jahren trotzdem notwendig werden.
Und den Konsum von anderen Branchen auf die Automobilindustrie durch Subventionen zu verlagern wird die Wirtschaft nicht wirtschaftlicher machen.
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Guten Abend,
die Bezeichnung “Umweltprämie” für Subventionen, die den Ausstoß von enormen Summen an CO2 fördern und unterstützen, ist ein weiterer Beleg dafür, wie die Parteien Volksverdummung betreiben. Alleine diese Bezeichnung müsste den Bürgern verdeutlichen, dass Sie für dumm verkauft werden. Die Krise für die Automobilindustrie wird doch darüber hinaus nur kurz- und nicht mittel- oder langfristig verzögert. Der Absatzeinbruch und alle seine Konsequenzen werden so oder so kommen. Nur eben erst ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl.
Daher wären die 5 Mrd. besser in Bildung, Forschung oder Gesundheit gesteckt worden. Oder man hätte seine Bemühungen verstärkt den Haushalt mit diesem geld zu konsolidieren.
Gruß, Bibber
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Es wurden vor allem Kleinwagen mit Hilfe der Abwrackprämie gekauft. Die Anzahl der “Stincker” die nun auf den Schrottplätzen ist hilft der Umwelt auf jeden Fall, denn heutzutage verbrauchen Kleinwagen sehr wenig Kraftstoff. Leute die sich einen großen Geländewagen kaufen haben die 2500€ vom Staat nicht nötig, denn ein großes Auto kostest eine ganze Menge Geld. Deshalb denke ich, dass man sehr wohl “Umweltprämie” sagen kann. Doch man muss erst mal auf die Ergebnisse von Studien warten, die hoffentlich schon überprüfen, ob die Prämie wirklich sinnvoll für die Umwelt war oder nur eine Maßnahme war die Wirtschaft anzukurbeln. Wobei dies auch nicht schlecht wäre, doch das ist ein anderes Thema.
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