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über die auswirkungen der wirtschaftskrise auf frauen redet fast niemand

Montag, 27.April 2009 von

Aktuell, Arbeit & Soziales

Gelbe Sonne roter Hintergrund

Gelbe Sonne roter Hintergrund

einig sind wir uns darin, dass, auch wenn bisher nicht für alle spürbar, die wirtschaftskrise fast jeden und jede erreichen wird. ob direkt oder im persönlichen umfeld, es ist nur eine frage der zeit. über die spezifischen auswirkungen auf frauen redet jedoch fast niemand und auf die idee, mal die konjunkturpakete der regierung unter geschlechterperspektive unter die lupe zu nehmen, kommt unsere sogenannte frauenministerin wahrscheinlich als letztes. dabei liegt klar auf der hand: nachdem die befunde eindeutig besagen – und das nicht erst seit gestern-, dass frauen besonders von der prekarisierung der arbeitswelt betroffen sind und auch den größten anteil an teilzeitbeschäftigten stellen, werden sie auch diejenigen sein, die mit als erstes den arbeitsplatzabbau zu spüren bekommen. leiharbeiterInnen und prekär beschäftigte werden diejenigen sein, die als erstes gekündigt werden. und obwohl bildung und pädagogische dienstleistungen – alles eher frauendominierte bereiche – groß geschrieben werden, werden sie es sein, die dem kapitalistischen kostendruck als erstes nachgeben (stichwort: sparen, schuldenbremse etc.). außerdem ist festzustellen, dass die wirtschaftskrise so langsam auch im einzelhandel durchschlägt – ebenfalls eine frauendomäne.

das konjunkturpaket, das sinnvolle beiträge enthält, um die krise abzufedern, hat für frauen in diesen bereichen bisher wenig zu bieten. im bereich bildung wird zwar viel investiert, aber mehr in die infrastruktur – wovon die handwerker profitieren. im personalbereich, in dem hauptsächlich frauen arbeiten, tut sich durch das konjunkturpaket wenig bis gar nichts. hier gilt es nun, über weitere maßnahmen nachzudenken. und: gender mainstreaming muss man auch ernst nehmen, auch oder gerade in wirtschaftlichen krisen. sonst bleibt es nutzlos.

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5 Kommentare

  1. Michael Kuster sagt:

    Wie wäre es einmal mit Groß- und Kleinschreibung? Das ist kein Chat, sondern ein Blog und zwar auch noch der Husos-Bundesseite, da wäre doch ein wenig mehr Sorgfalt und Ernsthaftigkeit angebracht.

    Gut oder schlecht: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. Melanie sagt:

    Ach ja: Husos-Bundesseite?
    Wer solche Kommentare schreibt, sollte auch bei seinen Kommentaren sorgfältig sein und Tippfehler korrigieren.

    Also mich stört die Kleinschreibung nicht.

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  3. Martin sagt:

    Spiegel online schreibt dazu:

    Krise wird zur Männer-Rezession

    Die Krise treibt die Arbeitslosigkeit in die Höhe, doch das trifft nicht alle gleichermaßen: Die Zahlen der Bundesagentur zeigen, dass bislang vor allem Männer ihre Stelle verlieren. Frauen dagegen finden immer noch Jobs.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,622263,00.html

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  4. Annina Frey sagt:

    Merkt hier eigentlich niemand, was Sache ist? Sobald jemand die (schwierige) Lage der Frauen anspricht, erntet diese Person fast nur Spott und Hohn, wie es die 3 Kommentare unten beweisen. Ist nicht gerade DAS ein Zeichen dafür, dass Frauen unterdrückt und verdrängt werden?

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  5. Philippe sagt:

    Ich muss Michael voll und ganz zustimmen. Und vielleicht war das mit den Husos ja auch Absicht! Ist bei uns ein geläufiges Wort.

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