Nachhaltige Industriepolitik

Auf Wachstum und Wohlstand können und wollen wir nicht verzichten. Deshalb muss das Ziel verfolgt werden, Wachstum vom Energie- und Ressourcenverbrauch so weit wie möglich zu entkoppeln. Ein Rückbau der Industriegesellschaft ist dabei jedoch der falsche Weg. Ökologische Industriepolitik stellt für uns einen richtigen Ansatz dar. Neben der kontinuierlichen Modernisierung bestehender Wirtschaftszweige müssen zusätzliche fortschrittliche Technologien von staatlicher Seite aktiv gefördert werden. Die Rolle des Staates als Pionier ist hierbei von entscheidender Bedeutung.
Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Klimawandels ist es, die Energieeffizienz in allen Bereichen immer weiter zu erhöhen. Neben mehr Forschungsförderung müssen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in diesen Bereichen ausgebaut werden. Innovationen sind der Schlüssel zu mehr Energieeffizienz, dafür werden staatliche Investitionen in Forschung nicht ausreichen. Ein wirkliches Umsteuern zu einem nachhaltigen Wirtschaften wird es nur geben, wenn die Unternehmen in die Pflicht genommen werden, bei ihren Produkten auf niedrigeren Verbrauch und nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Ein gutes Instrument ist hierfür ein umfassendes Top-Runner-Programm.
Unternehmen Steuervergünstigungen für nachhaltigere Produktionsanlagen zu verschaffen, halten wir für den falschen Weg. Wir stehen für den Ausbau des Emissionshandels. Ein Ziel der ökologischen Industriepolitik ist es, möglichst emissionsarm zu wirtschaften. Das bedeutet beim Emissionshandel, die Zertifikatverkäufe auszuweiten und gemäß der technischen Möglichkeiten die Zertifikate zu verknappen und damit zu verteuern.
Tags: Arbeit, Industrie, Umweltpolitik







Montag, 1.Juni 2009 von Jan Schwarz
Aktuell, Arbeit & Soziales