Solidarität mit dem Bildungsstreik
Dienstag, 16.Juni 2009 von Jendrik Schröder
An vielen Orten haben SchülerInnen und StudentInnen gestern den bundesweiten Bildungsstreik begonnen. Mit Demonstrationen und kreativen Protestaktionen soll in dieser Woche auf die Probleme im deutschen Bildungswesen aufmerksam gemacht werden. Im Fokus steht dabei die soziale Selektion im Bildungssystem. Die AktivistInnen setzen sich deshalb für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und einen besseren Zugang zur Hochschule ein. Darüber hinaus wollen sie die Studiengebühren abschaffen.
Die inhaltlichen Forderungen gehen eng mit den Positionen der Jusos einher. Auch wir setzen uns für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems ein, das Kinder bereits nach der vierten Klasse auf die unterschiedlichen Schulformen aufteilt. Stattdessen wollen wir ein längeres gemeinsames Lernen und eine bessere individuelle Betreuung der einzelnen SchülerInnen in der Gesamtschule. Dadurch würden die Potentiale aller SchülerInnen besser gefördert und die soziale Selektion teilweise aufgebrochen. Denn nach wie vor hängen die Bildungschancen von der sozialen Herkunft ab. So sind die Chancen für ein Kind aus einer bildungsnahen Schicht gegenüber einem Kind aus einer Facharbeiterfamilie mehr als vier Mal so hoch, das Gymnasium zu besuchen. Das setzt sich in Bezug auf die Aufnahme eines Hochschulstudiums natürlich fort. Studiengebühren halten dabei finanziell Schwächere von der Aufnahme eines Studiums ab. Deshalb müssen die unsozialen Gebühren endlich wieder abgeschafft werden, um die Chancengleichheit zu erhöhen. Also: solidarisch mit dem Bildungsstreik!
Tags: Bildungsstreik, Hochschulpolitik, Schule, Schwarz Gelb











Ich finde es richtig, sich mit den Bildungsstreikenden zu solidarisieren. Es muss endlich Schluss sein mit der Ökonomisierung der Bildung und die Bildung der Kinder darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen –> Studiengebühren verhindern Chancengerechtigkeit und verstärken die soziale Auslese.
Deswegen: Streiken, Protestieren, auf die Straße gehen!
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Ich halte von diesem "Bildungsstreik" nicht sehr viel.
Er entspricht nicht dem klassischen Charakter eines Streiks, durch den die Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber unter Druck setzen können, da dieser auf ihre Arbeitskraft angewiesen ist. Das ist nämlich bei SchülerInnen bzw. Studierenden nicht so. Diese schaden durch den Streik nur sich selbst (v. a. die Schüler), weil sie sich unentschuldigte Fehlstunden einhandeln und Lernstoff nachholen müssen. Dass im Bildungsbereich viel verändert werden muss, streite ich gar nicht ab. Ich halte aber den "Bildungsstreik" nicht für das geeignete Mittel, um gegen Missstände vorzugehen.
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Ich halte von diesem "Bildungsstreik" nicht sehr viel.
Er entspricht nicht dem klassischen Charakter eines Streiks, durch den die Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber unter Druck setzen können, da dieser auf ihre Arbeitskraft angewiesen ist. Das ist nämlich bei SchülerInnen bzw. Studierenden nicht so. Diese schaden durch den Streik nur sich selbst (v. a. die Schüler), weil sie sich unentschuldigte Fehlstunden einhandeln und Lernstoff nachholen müssen. Dass im Bildungsbereich viel verändert werden muss, streite ich gar nicht ab. Ich halte aber den "Bildungsstreik" nicht für das geeignete Mittel, um gegen Missstände vorzugehen.
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Um auf Thomas zurück zu kommen: Ich halte die angedrohten Sanktionen in den meisten Fällen nur für bloße Drohungen. Wer über genau diese hinwegschaut, der beweist damit doch nur sein ernsthaftes Anliegen, verstärkt die Dringlichkeit dieser Sache also sogar noch um so mehr!
Außerdem sind bald Sommerferien und das Schuljahr ist bald vorbei, dass nicht wirklich viel "verpasst" werden kann
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Ich finde es super, dass ihr die streikenden Schüler/innen und Studenten/innen unterstützt. Ich selbst war bis vorhin noch bei der Demonstration in meiner Heimatstadt und habe mitdemonstriert. Bildung darf nicht zu Privileg der Reichen werden, sie muss für jeden zugänglich sein. Das Geld darf bei der Bildung keine Rolle spielen und obwohl wir in einer Demokratie leben, wird diese nicht in den Schulen ausgelebt. Das ist traurig und wenn es so weiter geht werden so viele kluge Köpfe womöglich zu Arbeitslosen und/oder Hartz IV-Empfängern, weil deren Eltern es womöglich auch waren und den Kindern keine Bildung "kaufen" konnten. Ich finde es einfach spitze, dass man sich jetzt endlich für eine kostenfreie Bildung einsetzt und dass die Jusos das unterstützen! Weiter so! Wenn wir alle weiterhin Druck ausüben, erreichen wir auch etwas.
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Ich findes es wichtig das die Jugend endlich auch mal den Mund auf macht und sagt was nicht ok ist.
Und gerade Streik find ich gut weil so bekommens wenigsten alle mit …..
Vorallem für Schüler ist Streik die einzige Möglichkeit, das viele unter 18 sind und ja noch nicht Wählen dürfen
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Ich unterstütze die Streiks ebenfalls… Diese Woche war ich in Berlin dabei. In der Schule machen wir im Moment eigentlich nichts mehr, zumal ich nach dem Sommer die Schule wechseln werde und somit ist es den meisten Schülern sowie Lehrern in meinem Jahrgang egal, denn die Noten/ Punkte stehen schon fest.
Für die neue Schule muss ich nun die Bustickets selber kaufen, kann das Geld im Nachhinein aber wieder zurück bekommen. Von Studiengebühren halte ich nicht so viel, wie schon genannt verhindern sie Chancengerechtigkeit und verstärken die soziale Auslese.
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Dass sich die Jusos mit den streikenden SchülerInnen und Studierenden solidarisieren, finde ich gut. Im Saarland ich mit vielen Freunden gegen den Bildungsmurks der CDU demonstriert und habe mich total gefreut, dass junge Menschen aktiv und laut geworden sind. Die saarländische Landesregierung unter Peter Müller hat flächendeckend über 100 Grundschulen im Saarland dichtgemacht, G 8 überschnell und unüberlegt eingeführt, nur weil er der Erste sein wollte, und die Studiengebühren eingeführt. Wer sich dermaßen eklatant Politik zu Lasten der jungen Generation macht, gehört abgewählt! Und noch ein Wort zu Bildungsministerin Annette Schavan. Wer sich hinstellt und die Proteste als falsch und nicht zielführend bezeichnet, sollte zurücktreten! Mit solch inkompetenten Personen kommen wir nicht weiter …
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Dass sich die Jusos mit den streikenden SchülerInnen und Studierenden solidarisieren, finde ich gut. Im Saarland habe ich mit vielen Freunden gegen den Bildungsmurks der CDU demonstriert und mich total gefreut, dass junge Menschen aktiv und laut geworden sind. Die saarländische Landesregierung unter Peter Müller hat flächendeckend über 100 Grundschulen im Saarland dichtgemacht, G 8 überschnell und unüberlegt eingeführt, nur weil er der Erste sein wollte, und die Studiengebühren eingeführt. Wer sich dermaßen eklatant Politik zu Lasten der jungen Generation macht, gehört abgewählt! Und noch ein Wort zu Bildungsministerin Annette Schavan. Wer sich hinstellt und die Proteste als falsch und nicht zielführend bezeichnet, sollte zurücktreten! Mit solch inkompetenten Personen kommen wir nicht weiter …
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Da kann ich dir – schlicht und ergreifend – nur Recht geben!
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