Die CDU verspricht den WählerInnen glühende Landschaften!!!
Samstag, 11.Juli 2009 von Sina Tiedtke
Viele Menschen glauben, dass die Atomkraft in Europa auf dem Rückzug ist. Das ist leider weit gefehlt. Vielmehr startete die Atomlobby bereits vor einigen Jahren ihr Comeback. Und dafür findet sich reichlich Unterstützung in der EU. So setzt sich u.a. Energiekommissar Andris Piebalgs massiv für die Förderung der Atomindustrie ein. Diskutiert wird darüber, die Technologie im Kampf gegen den Klimawandel zu nutzen und mehr Investitionen zu tätigen, um die alternden Kernkraftwerke zu ersetzen – von denen eine Vielzahl vor 2030 das Ende ihrer Laufzeit erreichen werden. Das ist ein gefährlicher Weg, der da in Europa eingeschlagen wird. Wir müssen für ein Umdenken und für mehr Aufklärung der Gefahren dieser veralterten Technologie kämpfen. Nicht mehr Atomkraft muss das Ziel der Kommission sein, sondern ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie sollte angestrebt werden.
Die Technologie bleibt auch in einigen Ländern weiterhin umstritten. Wirft man nur ein Blick nach Deutschland offenbaren sich die Gefahren der Atomenergie mehr als deutlich: Der Zwischenfall im Kernkraftwerk Krümmel nährt die Skepsis der Bundesbürger mit Blick auf die Atomkraft: 54 Prozent der Befragten halten diese Art der Energiegewinnung technisch für unsicher und glauben, die weitere Nutzung behindere die Entwicklung alternativer Energien. Dem Gegenargument, Kernkraft helfe dem Klimaschutz und garantiere eine sichere Energieversorgung, folgen nur 36 Prozent der Befragten (Umfrage: Emnid). Das ist deutliches Signal für Deutschlands Zukunft und unterstreicht den Weg der SPD und der Grünen raus aus der Atomkraft.
Die Union bezeichnet die Kernenergie in ihrem Wahlprogramm “als vorerst unverzichtbaren Teil in einem ausgewogenen Energiemix”. Die Laufzeiten der sicheren Kraftwerke sollen verlängert werden. Der erneute Störfall in Krümmel offenbart aber mal wieder die Störungsanfälligkeit von Kernkraftwerken und unterstreicht unser Festhalten am Atomausstieg. Ein Festhalten an der Atomtechnik führt in die Sackgasse. Sie verlangsame den Ausbau regenerativer Energien und blockiert die Modernisierung der Kohlekraftwerke. Wer längere Laufzeiten will, bremst den Einsatz neuer Energieeffizienz-Techniken und Investitionen in unsere sichere Zukunft.
Wer gegen die Atomkraft ist und mehr Investitionen in erneuerbare Energien will, muss am 27. September 2009 SPD wählen.
Tags: Atomausstieg, Atomenergie











AKW…schön und gut.
warum kommt eigentlich keiner auf die idee die kohlemeiler vom netz zu nehmen?
diese sind wesentlich schädlicher als AKWs, solange das AKW net auf die idee kommt mal nen ‘rundflug’ zu machen.
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Die Atomenergie ist keineswegs eine veraltete Technologie, sondern sauberer als andere fossile Energiequellen. Die große Ablehnung in der Bevölkerung ergibt sich aufgrund mangelndem Wissen über die Technik, aber definitiv auch wegen einem miserablen Krisenmanagment bzw. der Kommunikation bei Störungen im Betriebsablauf der AKWs.
Meiner Meinung nach ist bei dieser Debatte die Endlagerproblematik entscheidend. Die Energiekonzerne müssen selbst für sichere Endlager aufkommen, welche allerdings vom Staat kontrolliert bzw. geleitet werden.
Unter dieser Voraussetzung ist die Atomenergie mittelfristig während der Umstellung auf immer mehr regenerative Energien eine sinnvolle Lösung. Man muss sich ja nur in Europa umschauen: Großbritannien und Frankreich haben ein Energieabkommen zum Bau von neuen AKWs im zweistelligen Bereich vereinbart. Sich dieser Entwicklung zu verweigern und stur den Ausstieg fortzusetzen schadet dem Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland und bietet kaum zusätzliche Sicherheit vor einem möglichen GAU, der sofern er in Europa passiert, alle Länder betreffen würde.
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