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Die Krise mal anders

Freitag, 31.Juli 2009 von

Aktuell

SavingDie gegenwärtige Finanzkrise wird selten unter dem Geschlechteraspekt betrachtet. Dabei ist ein Blick auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Krise für Männer und Frauen sehr aufschlussreich.

Es sind vor allem Männer, die auf den ersten Blick durch die Krise verlieren. Die Arbeitslosenquote unter Männern innerhalb der EU ist im Vergleich zum Vormonat auf 13.4 % gestiegen, während die Zahl der Arbeitslosen Frauen auf 3,1 Prozent gesunken ist. Dies liegt vor allem daran, dass Frauen im krisengeschüttelten exportierenden und verarbeiteten Gewerbe, nicht so stark vertreten sind.

Auf den zweiten Blick ist jedoch anzunehmen, dass sich die Wirtschaftskrise auch auf die von Frauen dominierenden Branchen durchschlagen wird. Frauen sind häufiger im Dienstleistungssektor sowie im öffentlichen Dienst sowie dem Pflege-, Gesundheits-, Erzeihungs- und Bildungswesen tätig. Zudem wesentlich öfter als Männer in Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich durch die Wirtschaftskrise der Konsum dämpft und der Einzelhandel sowie der Dienstleistungssektor Stellen abbauen wird. Auch ist es wahrscheinlich, dass der Staat in Zukunft an Stellen in öffentlichen Dienst sparen wird und dass ArbeitehmerInnen es noch schwerer haben werden, gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen beispielsweise im Erziehungs- und Gesundheitsbereich zu erkämpfen.

Ein Blick aus der Geschlechterperspektive auf die Auswirkungen der Krise und die Wirkung der Konjunkturpakete sollte selbstverständlich sein. Wir Jusos fordern daher vor allem eines: In jedem Politikfeld muss der Geschlechteraspekt mitbedacht werden!

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