Kein Bahnverkauf mit der SPD
Samstag, 11.Juli 2009 von Ralf Höschele
Die Bahn muss vollständig in Bundeseigentum bleiben
Die Frankfurter Rundschau berichtet heute aus “Unternehmenskreisen”, dass die Deutsche Bahn (DB) eine Überkreuzbeteiligung mit der Russischen Staatsbahn (RZD) anstrebt. Dazu soll ein Aktientausch zwischen beiden Unternehmen durchgeführt werden. Diese Pläne sollen Thema bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen in der kommenden Woche werden.
Wir Jusos lehnen dieses Vorhaben des Bahn-Managements ab – und sie widersprechen auch eindeutig dem Willen der SPD. Im Regierungsprogramm hat die SPD einer Bahnprivatisierung klar eine Absage erteilt, die nun bekannt gewordenen Pläne der Bahn widersprechen eindeutig der Intention des Regierungsprogramms.
Aktientausch ist Bahnverkauf!
Auch bei einem Aktientausch handelt es sich um einen Verkauf von Unternehmensanteilen. Für uns ist es dabei unerheblich, ob diese Anteile mit Bargeld oder mit Aktien der RZD bezahlt werden.
Ein Aktientausch mit der RZD würde das gescheiterte Privatisierungsmodell von Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn und seine internationale Expansionspolitik festschreiben. Wohin diese Unternehmensstrategie führt, sieht man gerade eindrucksvoll beim Chaos der Berliner S-Bahn. Ein verlässlicher, kostengünstiger Schienenverkehr, der grundgesetzlich verankerte Daseinsvorsorgeauftrag der Bahn gerät in den Hintergrund.
Tags: Bahn, Bahnprivatisierung, Daseinsvorsoge, Privatisierung, Regierungsprogramm








Schön – die Deutsche Bahn dementiert, dass eine Überkreuzbeteiligung mit der Russischen Bahn geplant sei:
http://www.pr-inside.com/de/bahn-dementiert-geplanten-aktientausch-mit-r1387613.htm
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