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STRAHLEND soll die Zukunft sein?

Montag, 6.Juli 2009 von Martin Margraf

Aktuell, Kampagne

Ein Störfall im Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg entfachte vergangen Samstag die Diskussion um einen raschen Atomausstieg erneut. Nachdem es zu einem Kurzschluss in einem Transformator kam, schaltete sich der Meiler, erst zwei Wochen nach Inbetriebnahme, automatisch ab. Zuvor war das Atomkraftwerk aufgrund anderer Störfalle knapp zwei Jahre lang vom Netz genommen worden.
Angesichts dieser Situation klingt die Aussage der Kanzlerin, die deutschen Atomkraftwerke seien sicher, mehr als absurd. Energiepolitische Fachkompetenz sieht anders aus!

Wir Jusos unterstützen den Vorschlag des Bundesumweltministers, die Laufzeiten der acht ältesten Atommeiler auf die jüngeren zu übertragen. Wir fordern das Festhalten am Ausstieg aus der Atomkraft!

Atomkraft ist für uns:

Zu gefährlich!

  • Das Kernschmelzrisiko besteht trotz hoher Sicherheitsstandards auch heute noch.

Zu teuer!

  • Nur durch die massive staatliche Förderung der Kernkraft lässt sich diese momentan noch günstiger auf den Energiemärkten anbieten.
  • In den vergangenen zehn Jahren ist der Uranpreis um das siebenfache gestiegen. Günstiger wird es aufgrund der steigenden Nachfrage in Schwellenländern kaum werden – im Gegenteil!

Zu schädlich!

  • Verarbeitung und Aufarbeitung setzen unkontrolliert Uranstäube in die Umwelt frei.
  • Die Entsorgung ist bis zum heutigen Tag nicht geklärt. Versuche zeigten, dass Endlagerungen in Stollen keine sichere Lösung sind.
  • Abbau, Transport, Aufbereitung und andere Arbeitsschritte lassen die CO2-Bilanz kaum besser aussehen als bei fossilen Energieträgern.

Zu wenig!

  • Nach heutigem Forschungsstand reichen die Uranvorkommen noch für 50 Jahre - doch die Nachfrage steigt rasant.
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2 Kommentare

  1. "Wir Jusos unterstützen den Vorschlag des Bundesumweltministers, die Laufzeiten der acht ältesten Atommeiler auf die jüngeren zu übertragen. Wir fordern das Festhalten am Ausstieg aus der Atomkraft!"

    Sehe ich ähnlich. Aber wie lange laufen dann die "jüngeren" Meiler? Und wie sicher sind diese? Ich wohne in der Nähe des AKW Grohne im Raum Hameln-Pyrmont. Wie wäre eine Art Netzwerk, dass man als Jusos neu gründet - ähnlich dem Netzwerk der Bürgermeister mit AKW-Standort? Wir könnten dem hiesigen, einzigen SPD-Bürgermeister Unterstützung zeigen und zeitgleich vielleicht sogar eine bundesweite "Anti-Atom-Aktion" in der Nähe aller AKW`s laufen lassen…nur mal so als Idee :-)

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