Gemeinsam mehr: gleiche Möglichkeiten!
Mittwoch, 23.September 2009 von Bettina Schulze
Simone Bagel-Trah ist die erste Frau im Aufsichtsrat eines Dax Unternehmens. Sie übernimmt seit gestern den Aufsichtsratsvorsitz des Düsseldorfer Henkel-Konzerns. Eine kleine Sensation.
Wer sich wünscht, dass solche Nachrichten keine Sensationen mehr sind, sondern Normalität werden, muss sich am 27. September für die Richtung entscheiden:
Gleichstellung kommt nicht von allein, sondern braucht gesetzliche Regelungen!
Die CDU setzt beim Thema Gleichstellung auf individuelle “Lösungen” statt auf verbindliche gesetzliche Regelungen, wie das kürzlich statt gefundene Interview mit Frau Merkel in der „Emma“ zeigt. Dort bezeichnete Frau Merkel gesetzliche Regelungen als nicht „erfolgversprechend“. Ob ungerechte Entlohnung, gesetzlich verbindliche Quoten für Aufsichtsräte und nicht zuletzt den gesetzlichen Mindestlohn: Die CDU lehnt diese staatlichen Gestaltungsmöglichkeiten ab. Wer jedoch Fortschritt will, kann nicht erwarten, dass dieser sich von allein einstellt! Die SPD steht für eine 40% Frauenquote in Aufsichtsräten, für gleichen Lohn von Frauen und Männern und für einen gesetzlichen Mindestlohn, der jedem Menschen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht.
Gleichberechtigung geht nur gemeinsam!
Familien-, Haus- und Erwerbsarbeit müssen gleich aufgeteilt sein. Paare, die sich dafür entscheiden, eine Familie zu gründen, müssen rechtliche Rahmenbedingungen vorfinden, die es beiden ermöglichen, Berufs- und Familienarbeit zu vereinbaren. Während die CDU auf „Herdprämie“ setzt und Frauen finanziell belohnen möchte, die Ihre Kinder zu Hause erziehen, fordert die SPD eine fortschrittlichere Familienpolitik: die Ausweitung der „Vätermonate“ beim Elterngeld von 2 auf 4 Monate, den Anspruch auf Ganztagsbetreuung vom ersten Geburtsjahr an und die Verbesserung der Qualität der Kinderbetreuung.
Gleichberechtigung bedeutet soziale Gerechtigkeit!
Kinderarmut und ungleiche Bildungschancen dürfen wir nicht akzeptieren. Sie nehmen jungen Menschen die Möglichkeit gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzuhaben. Die SPD möchte einen Aktionsplan gegen Kinderarmut umsetzen, um allen Kindern die gleichen Chancen zu ermöglichen. Auch Alleinerziehende sollen stärker unterstützt werden.
Wer Gleichberechtigung will, muss am Sonntag SPD wählen. Dann ist eine Frau im Aufsichtsrat auch bald keine Seltenheit mehr.
Tags: Bundestagswahl, Elterngeld, Gleichstellung, Herdprämie, Merkel













traurig,dass die unternehmen sich sogar eigener wirtschaftlicher Vorteile berauben: In Norwegen hat die Regierung im Dezember 2003 eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Sitze in allen Verwaltungsräten der 600 börsennotierten Unternehmen beschlossen. Studien zufolge machen Unternehmen mit Frauen im Vorstand größere Umsätze.
Auch wir brauchen eine solche Quotierung, denn wir können auf Dauer nicht auf die Qualifikationen von über 50% unserer Bevölkerung verzichten.
Gut oder schlecht:
0
0