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Sarrazin und der ganz normale Wahnsinn

Dienstag, 13.Oktober 2009 von

Aktuell, Antifa

Für seine diskriminierenden und rassistischen Äußerungen wurde Thilo Sarrazin heute von der Bundesbank ein wichtiges Ressort entzogen: der Bargeldumlauf. Den Bereich Informationstechnologie und Risiko-Controlling betreut er weiterhin. Zum Rücktritt wurde er vom Bundesbankchef nur indirekt aufgefordert.

ausländer

Was ist eigentlich los in unserem Land? Da äußert eine Person des öffentlichen Lebens und in wichtiger Stellung sich abfällig über Arme und MigrantInnen. Seine Äußerungen gehen soweit, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Volksverhetzung ermittelt. Die NPD begrüßt seine Äußerungen. Und was passiert?

- er bekommt von der Bundesbank lediglich ein bestimmtes Ressort entzogen
- die Bild Zeitung sucht nach prominenten UnterstützerInnen für seine Aussagen
- und in Deutschland wird wieder debattiert, ob Sarrazin nicht doch irgendwie Recht habe

Die Äußerungen Sarrazins sind keine Provokationen oder Ausrutscher. Er hat in der Vergangenheit schon ähnliches über sozial Schwache oder MigrantInnen geäußert. Er setzt bewusst bestimmte Menschengruppen herab und demütigt sie. Er macht als öffentliche Person Rassismus und Ausgrenzung salonfähig.

Herr Sarrazin,

Sie sind kein Genosse für mich und Sie gehören aus der Partei ausgeschlossen! Sie sollten kein öffentliches Amt bekleiden, weder in der Bundesbank noch anderswo! Ich wünsche mir, dass Sie die Konsequenzen aus Ihren Äußerungen ziehen!

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14 Kommentare

  1. J.C. Denton sagt:

    Ja, bitte schließen Sie doch Herr Sarrazin aus der Partei aus. Am bestens sollte man gleich jeden ausschließen der etwas politisch unkorrektes sagt. Noch besser wäre es wenn er sofort seinen Posten von Rechtswegen her hätte aufgeben müssen. Doch dann schaffen wir uns Probleme von denen einige gar nicht zu träumen wagen.

    Nun aber im Ernst… Nachdem wir uns jetzt alle gemeinsam auf- und wieder abgeregt haben stellt sich doch eine viel interessantere Frage: Was jetzt? Soll alles weiter seinen Gang gehen wie bisher? Haben wir tatsächlich keine Parallelgesellschaften? Ist unser Sozialsystem nicht überbelastet? Ist es etwa völlig in Ordnung und mir entging da die ganze Zeit etwas? Was sagen denn die Statistiken? Was sagen Experten dazu?

    Worauf ich hinaus will ist einfach, dass die Thematik ruhig ignoriert werden kann wenn alles gesagte haltlos ist. Sofern dem jedoch nicht so ist müssen wir endlich anfangen vernünftig zu diskutieren. In einer solchen Diskussion ist dann aber für Gerede und Polemik in “Klatschpressenmanier” kein Raum mehr.

    Es stimmt mich zumindest nachdenklich wenn in aller Öffentlichkeit darüber diskutiert wird ob Herr Sarrazin nicht doch (zumindest in Teilen) Recht hat mit dem was er sagt. Dies zeigt mir nur eines – und im diese Erkenntnis kommen auch die JUSOS nicht umhin – nämlich dass in unserem Land ein enormer Gesprächsbedarf herrscht.

    Ich denke es ist eine gute Idee den Artikel, welchen ich gerade kommentiert habe, nochmals zu überdenken. Ganz allgemein ist die Liste der Kommentatoren hier recht kurz, was mich zu verschiedenen Schlüssen führt. Ein Weg in Richtung Besserung wäre zumindest eine ausgewogenere Berichterstattung.

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  2. bebe sagt:

    Ich bin nicht bereit, Sarrazins Aussagen einfach so hinzunehmen und zur Tagesordnung überzugehen! Sätze wie “Die Türken erobern Deutschland, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben”, sind nur einen Steinwurf entfernt von “Poleninvasion stoppen”. Das IST beleidigend, dass müssen auch die begreifen, die Sarrazins Sätze mit einem angeblichen “Kontext” zu relativieren versuchen. Auf der Grundlage von Sarrazins Aussagen kann immer nur polemisiert, niemals aber auf gleicher Augenhöhe diskutiert werden. Deshalb müssen Sarrazins Beleidigungen und damit auch er selbst aus dem öffentlichen Diskurs verschwinden. Erst dann ist ein fruchtbarer Dialog, ohne gegenseitige Vorhaltungen und Vorurteile, wieder möglich!

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  3. Jantz sagt:

    Ich versuchs mal ganz unpolitisch motiviert: Sarrazins Aussagen sprechen leider vielen aus dem Herzen, die jeden Tag SEHEN, was passiert. Viele Menschen gehen jeden Tag hart arbeiten und müssen mit ansehen, dass genau da, wo sie arbeiten und leben, es viele Menschen gibt, die es nicht für nötig halten oder nie gelernt haben auf legale Art für sich selbst zu sorgen oder sogar einen darüber hinaus gehenden nützlichen Beitrag für die Gesellschaft außerhalb der Obst- und Gemüsebranche zu leisten. Und dabei ist es egal, wo sie herkommen und welcher Nationalität mal ihre Eltern angehörten. Das macht natürlich nachdenklich.

    Leider hat Herr Sarrazin vergessen, und da würde man einem solchen Mann, der immerhin ursprünglich täglich mit Unsummen Bargeld hantierte, wirklich mehr Intellekt zutrauen, zu erwähnen, dass auch die gesellschaftliche Produktivität von vielen Bankern, Politikern, Managern und sonstig achso erfolgreichen marginal ist, wenn nicht sogar erheblich im Minusbereich liegt, wenn ich mir die Staatsverschuldung auf Grund der Finanzkrise so ansehe. Das Geld hätte man auch in Bildung investieren können, die wiederum für mehr Produktivität der breiten Masse gesorgt hätte und Herrn Sarrazin sicherlich glücklicher stimmen würde.

    Herr Sarrazin ist einfach etwas seltsam dumm und ignorant. Aber als Partei solltet ihr euch um das große Ganze kümmern und nicht einem einzelnen so viel Aufmerksamkeit widmen. Sorgt dafür, dass sowas gar nicht erst Thema werden kann und verschließt nicht die Augen davor, dass es Menschen in ALLEN Bereichen der Gesellschaft gibt, die der selbigen auf der Tasche liegen, das ist und wird wohl immer normal sein, nur eben eine Frage des Maßes. ….. Der Großteil der Menschen in diesem Land führt ein gesundes Leben mit moralischen Werten, nur mal so nebenbei. Und ihr wollt doch ihre Partei sein, eine Volkspartei ….

    LG von Hamburg nach Ulm! :)

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  4. Carlo sagt:

    Es ist schon wahr, solche und ähnliche “Meinungen” sind in diesem Land leider weit verbreitet. Das hat ja vor einer Weile eine FES-Studie herausgefunden.
    Die Frage ist doch aber die, wie man damit umgeht. Man kann natürlich, wie Sarrazin, NPD und andere (ja, ich stelle die bewusst in eine Reihe!) diese Vorurteile fleißig bedienen und sich vielleicht noch auf Kosten derer, die unter diesen Vorurteilen zu leiden haben versuchen zu profilieren. Damit wird aber nur eines erreicht: Solche Positionen werden (noch) gesellschaftsfähig (-er), soll heißen es wird nicht als schlimm angesehen, wenn sich jemand pauschal abfällig über bestimmte Bevölkerungsgruppen äußert. Dann sind wir nicht nur nahe der Rassenhetze, sondern mitten drin! Und allein schon passive Akzeptanz bestärkt diese Hetzer.

    Vielmehr sollte man, und das tue ich hiermit, solche Äußerungen als das brandmarken was sie sind: Verbrechen. Konsequenterweise muss man dann die Hetzer so behandeln, wie sie ihre Opfer behandeln: Politisch isolieren und ihre Meinung entsprechend als nicht-gesellschaftsfähig darstellen. Darüber hinaus muss gezeigt werden, dass diese Vorurteile halt eben nicht pauschal zutreffen, falls überhaupt.

    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem DAS einst kroch…lasst ihn uns trockenlegen!

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  5. Günter sagt:

    … ehe ich mich hier verbal vergesse, verweise ich lieber auf einen Artikel, in dem unter anderem folgendes zu lesen ist:

    “Sarrazins Denkanstöße gehen wie immer in die falsche Richtung. Es ist sicher richtig, dass die Finanzlage des Berliner Senats katastrophal ist. Grund dafür sind jedoch nicht türkischstämmige Migranten, die am Fließband kleine Kopftuchträgerinnen in die Welt setzen, sondern ein soziales Milieu, das die Gesellschaft alleine im letzten Jahr mehr gekostet hat, als alle Migranten in der Geschichte der Bundesrepublik zusammen – die Banker. Sarrazin täte daher besser daran, sich an die eigene Nase zu fassen. So viel Steuergelder, wie alle „kleinen Kopftuchträgerinnen“ den Staat in ihrem ganzen Leben kosten, verbrennt ein durchschnittlicher Banker in einer besseren Frühstückspause – Pöbel-Thilo, übernehmen sie.”

    Der komplette Artikel ist zu finden unter:

    spiegelfechter.com/wordpress/1026/teile-und-herrsche

    Das “www” bitte selbst davor setzen!

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  6. Christian S. sagt:

    Bettina, völlig richtig. Mach weiter so. :)

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  7. Jan sagt:

    Sarrazin hatte vielleicht bis zu einem gewissen Grad wirklich noch Unterhaltungswert, aber was er jetzt abgeliefert hat, ist einfach nicht mehr schrullig, auch nicht mehr ehrlich und besonders witzig. Es ist einfach nur offen rassistisch und beschämend. Das 52% der Deutschen offenbar auf solche Sprüche abfahren, zeigt, was noch heute in vielen Köpfen zuhause ist…

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  8. Cenkut sagt:

    Die Realität sieht anders aus

    Die Worte von Thilo Sarrazin sitz wie ein tiefer schlag in die Bauchgegend. Warum redet ein Mensch wie Sarrazin der in der SPD ist ein Genosse von mir so über Menschen die die gleiche ethnische Herkunft teilen wie ich.

    Es tut sehr weh und verletzt einen sehr. Ich möchte nicht sagen, dass er ganz unrecht hat. Es gibt solche Menschen in Deutschland die er beschrieben hat. Aber es gibt auch Deutsche z.B. die nicht produktiv sind und Hartz IV bekommen und über den Staat schimpfen.

    Es gibt in Deutschland und in Berlin auch Migranten die nicht nur Hartz IV bekommen und den Staat verachten und nicht akzeptieren. Es gibt Migranten wie mich und meine Frau (die übrigens auch Kopftuch trägt und erfolgreich Chemie studiert).

    Es gibt solche Menschen wie meine Eltern in diesem Land Massenweise. Meine Mutter kam mit 12 nach Deutschland als Gastarbeiterkind und musste da sie kein Deutsch konnte als Näherin für einen Hungerlohn arbeiten. Meine Mutter musste kurz nach meiner Geburt als sie noch Kaiserschnittnähte hatte arbeiten gehen weil das Geld nicht reichte sie konnte keinen Mutterschafturlaub machen und hat am Band im Akkord Platinen gelötet. Heute noch sind ihre Finger verkrüppelt weil sie Zehn Jahre lang ihre Finger verbiegen musste damit sie beim Platinen löten die frisch gelöteten stellen nicht berührte. Und das ganze für 1. 000 DM.
    Meine Eltern haben sich nicht getraut Sozialhilfe zu beantragen oder andere Hilfe anzunehmen. Ich musste als kleines Kind bei meiner Großmutter in Istanbul leben weil das Geld nicht gereicht hat. Mein Vater hat 10 Stunden am Tag als Schweißer gearbeitet für ein paar hundert DM im Monat. Er kam jeden Abend mit aufgeschwollenen Augen und Gesicht zurück. Das Geld reichte nie aber zum Amt sind sie nie gegangen. Meine Eltern und meine Großeltern dieses Land mit aufgebaut und ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt sie haben geackert und wurden und werden heute noch immer nicht akzeptiert.
    Es ist in Berlin oder sonstwo besser einen Dönerladen oder einen Gemüseladen zu betreiben als rumzuhängen und nichts zu tun. In Berlin gibt es viele junge Türken die zum Nichtstun verdammt sind. Wenn man schon in eine Gesellschaft (Parallelgesellschaft) geboren wird wo alles in der Hauptschule endet und die einzige Chance die ARGE ist, ist es nicht so einfach da rauszukommen und besonders produktiv zu sein. Aber es ist wie gesagt besser als Gemüsehändler zu arbeiten als in Marzahn rumzuhängen und aus Langeweile „Klatsch den Türken“ zu spielen.

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  9. Daniel S. sagt:

    Hallo,

    der gute Genosse hat sich zwar im Ton vergriffen, aber in der Sache recht. Das es solche Leute auch unter Deutschen gibt möchte ich nicht bestreiten. Doch warum sind es auffallend Türken die sich nicht integrieren und alle anderen machen zum Großteil keine Probleme wie Kroaten, Russen oder oder.
    Im Aktuellen Focus 42/2009 wird von einem interessanten Bericht gesprochen:
    Zitat”Das Deutsche mit Migrationshintergrund schon heute wahlen entscheiden können, wird auch im Ausland registriert. Die türkische Gemeinschaft sollte >>mit ihren drei Millionen Menschen in der Lage sein, in der deutschen politischen Landschaft einen Einfluß auszuüben<<, rief der türkische Premier Recep Tayyp Erdogan im vorigen Jahr 16000 begeisterten Landsleuten ind der Köln-Arena zu.”"
    Sowas kann es nicht geben, wo kommen wir dahin liefert doch schon unser Genosse Vural Öger Zitat:
    “Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben” zitierte die Zeitung Hürriyet ihn. weiter heißt es. Das, was Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen schaffen.”

    Was für eine geistige Haltung ist das bitte?
    Wer hier leben will hat sich anzupassen und das hat gar nichts mit rechts zu tun. In Holland klappt das super, da müssen alle die Sprache lernen und können. Da unterhalten sich die Migranten auf der Straße nicht in ihrer Sprache.

    Ferner Bettina und Bebe ist das was die Bundesbank gemacht Mobbing. Nichts anders pures Mobbing.
    Und Nein ich bin kein rechter Spinner und ja ich habe ein SPD Parteibuch.

    Wir sollten viel mehr danach gehen, was die Leute wirklich brauchen und keine linke Träumerei

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  10. Cenkut sagt:

    Na super die Hürriyet. LIest du auch die Bildzeitung?

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  11. Daniel S. sagt:

    Hallo,

    ich lese Focus, Spiegel, Stern, Wirtschaftswoche, Bild und noch einige mehr. Doch was ich lese ist hier nicht von Bedeutung. Die Leute lesen Hürriyet und Bild und bilden sich davon ihre Meinung. Das bedeutet nicht das ich diese Zeitungen toll finde. Dennoch sind es einige die diese Zeitung lesen und das ist das fatale daran.

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  12. Gnutz sagt:

    Ja, und wann schließt Ihr dieses Subjekt denn nun aus der Partei aus? Dass sowas in der SPD überhaupt Posten bekleiden durfte, sagt einiges über den Zustand der Partei aus.

    Aber die SPD stimmt ja auch für Kriegseinsätze, betätigt sich also offen faschistisch.

    Wie wär`s denn mal mit Selbstauflösung. Ihr seid weder sozial noch demokratisch, also überflüssig.

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  13. Olaf sagt:

    Es wird Zeit aus der Diskussion über Sarrazin in eine Diskussion über Harz IV zu kommen.
    Sarrazin beschreibt einen Zustand der meines Erachtens tatsächlich so existiert – in vielem kann er sogar recht haben – aber ich fürchte dass er etwas beschreibt was zwangsläufig aus Harz IV resulteiren muss.
    Früher mal war man arbeitslos, das war nicht schön aber der Begriff “arbeitslos” war nicht so entsetzlich negativ besetzt wie es “Harz IV” geworden ist. Dieses Harz IV – so wie es sich entwickelt hat – ist inzwischen ein Synonym für chancenlos und lebensunfähig geworden.
    Ich hab fast das Gefühl, dass der Schnorrer auf der Strasse der einen mal um nen Euro bittet eine höhere Akzeptanz findet (Asooziation:er tut ja was für sein Geld) als ein Harz IV Empfänger (Assoziation: ist nur faul und sitzt zu Hause).
    Da hat die Schröder Regierung etwas geschaffen, das längst entweder völlig abgeschafft oder zumindest stark umgearbeitet werden muss.
    Das Leid dessen, der in die Lage kommt Harz IV beantragen zu müssen ist eigentlich menschenverachtend und unwürdig. Da hilft es auch nix nun das Schonvermögen oder den Regelsatz zu erhöhen. Wann akzeptiert diese Gesellschaft endlich, dass es eben auch Zeiten gibt in denen Arbeit tasächlich ein rares Gut ist – und sorgt dafür, dass alle jene die keine Arbeit haben eben mit einem bedingungslosen Bürgergeld wenigstens ohne zusätzliche Erniedrigung eine Existenzchance haben.
    So wie es nun ist, werden diese Menschen würdelos in den existentiellen Abgrund gedrängt.
    Ich bin nicht mal sicher, wie weit dies eigentlich der Politik auch völlig klar ist und hier ganz bewusst ein Präkariat geschaffen wird, dass dann durch entsprechenden Druck eben gezwungen ist für 1 Euro (oder für Hundgerlöhne) JEDE Arbeit anzunehmen und damit eben eine inzwischen anscheinend wieder gesellschaftlich akzeptierte “Sklavenschicht” aufgebaut wird.

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