Wer streikt, ist auch schnell ein Feind
Donnerstag, 19.November 2009 von Bettina Schulze
Studierendenproteste, Unibesetzungen und die Forderung nach freier Bildung. Studiengebühren, schlechte Umsetzung von Bologna und soziale Selektion. Der Protest der Studierenden: endlich ist er da. Erfreulich, dass er sich über die gesamte Bundesrepublik erstreckt. Wann hat es das letzte Mal eine solche umfassende Bewegung wie den Bildungsstreik gegeben?
Während sich viele politische Organisationen – wie auch die Jusos – mit den Studierenden solidarisieren, hört man anderenorts schon die Angst vor einer gesellschaftlichen Bewegung aufkeimen. Sind die Studierenden möglicherweise Brandstifter, Linksextreme, Verrückte, Irre? Ist der Bildungsstreik eine Ausgeburt der 68er? Wird er von linksextremistischen Gruppen instrumentalisiert? Wird dort eh nur eine Minderheitenmeinung vertreten?
Oder fürchtet man einfach, dass die Studierenden mit ihren Protesten Erfolg haben könnten und gar Unverbesserliche wie Frau Schavan belehrt würden?
Eins ist klar. Die Forderungen nach:
- Abschaffung der Studiengebühren
- einem Master für alle
- Reform von Bologna
betreffen alle Studierenden und kommen allen Studierenden zugute. Wer den Bildungsstreik kritisiert, hat nicht begriffen, dass es beim Thema Bildung um ein Menschenrecht geht und das ein solches Thema Öffentlichkeit und damit auch ungewöhnliche bzw. öffentlichkeitswirksame Formen des Protestes braucht. Diskutieren ist gut, streiken ist besser! Studierende und SchülerInnen wir stehen hinter Euch!
Tags: 68er, Bildungsstreik, Linksextremismus, Protest, Schavan












Kultusminister nachsitzen!
Ein breites, gesellschaftliches Bündnis ruft auf zum Protest
gegen die Kultusministerkonferenz am 10. 12 2009 in Bonn
http://www.kmk-nachsitzen.de/aufruf/
Bitte als Unterstützer unterzeichnen und verbreiten!
Liste der UnterstützerInnen:
http://www.kmk-nachsitzen.de/unterstutzerinnen/
Gut oder schlecht:
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Beim Bildungsstreik gibt es AUCH Brandstifter, Linksextreme, Verrückte, Irre; er wird AUCH von Extremisten instrumentalisiert, aber das sind Begleiterscheinungen und nicht die Regel. Wir (die Jusos) sollten uns von solchen Entwicklungen distanzieren und uns der Bedeutung und der Kraft demokratisch-friedlicher Meinungsäußerung distanzieren. Unser Verband wird nicht ärmer, wenn wir hier eine Trennlinie ziehen.
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