Mal nackt scannen: Wer hat noch nicht?
Donnerstag, 7.Januar 2010 von Bettina Schulze
Nach dem vereitelten Terroranschlag in Detroit sind die so genannten Nacktscanner (verharmlosend Bodyscanner) wieder aktuell. Dabei wird die Einführung dieser Scanner als absolute Notwendigkeit dargestellt, um die Sicherheit der BürgerInnen in Zukunft gewährleisten zu können.
Mir kommen da Zweifel:
Ich glaube nicht, dass diese Scanner noch irgend eine andere technischer Erfindung komplette Sicherheit schaffen können. Terroristen werden immer einen Weg finden, um ihr Ziel zu erreichen. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Zudem ist es bedenklich, dass mit diesem Scanner die Persönlichkeitsrechte tausender Menschen eingeschränkt werden. Solche Geräte sind dazu geeignet, die Intims- und Privatsphäre der BürgerInnen nachhaltig zu verletzen und dies zum Preis von einer Sicherheit, die es letztlich niemals geben wird.
Die Nacktscanner bekämpften bekanntlich – wenn überhaupt – nur die Symptome, nicht aber die Ursachen des Terrorismus. Man kann nicht jeden Ort in Deutschland abriegeln, durchleuchten, durchsuchen. Muss ich demnächst, wenn ich auf die Arbeit gehe, mich durch tausende Sicherheitskontrollen schleusen? Sind wir auf einem Weg zu einem völlig verrückten Überwachungs-, Kontroll- und Sicherheitsstaats?
Ich persönlich kann nachvollziehen, dass sich die BürgerInnen in Deutschland sicher fühlen möchten. Dennoch muss die Frage der Sicherheit sehr sorgfältig mit den Freiheitsrechten abgewogen werden. Und da gehen mir diese Scanner eindeutig einen Schritt zu weit.
Tags: Bürgerrechte, CDU, FDP, Nacktscanner













Sicherheit und Freiheit sind keine Gegenteile, die mir ausgewogen werden müssen, frei nach dem Motto: Mehr Freiheit=weniger Sicherheit & weniger Freiheit=mehr Sicherheit. Vielmehr ist es so, dass Sicherheit nur in Freiheit möglich ist – und eine Freiheit, der mensch sich nicht sicher sein kann, nichtig.
Daher ist die Nacktscanneridee auch so enorm paradox: Sie garantiert nämlich keine Freiheit für die Menschen und greift sie damit an. Dadurch geht aber auch die Sicherheit verloren.
Wann versteht die Reaktion das endlich?
@Bettina: Cooles Foto
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Die ganze Nacktscannerdebatte ist doch eine Pharse.
40.000Menschen sterben in der EU, durch Autounfälle.
Wenn ein mensch lebt, riskiert er numal zu sterben, es gibt halt ein gewisses Lebensrisiko!
Die Gefahr duch den Terrorismus ist so lachhaft, der mensch gibt, wenn Nacktscanner eingeführt werden sollten, Freiheit auf Privatssphäre auf.
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Ich persönlich muss gestehen, dass ich die Nacktscanner, obwohl ich eigentlich ein Gegner des Überwachungsstaats bin gut finde. Ich meine, wo verletzten sie die Persönlichkeitsrechte denn wirklich? Ich glaube nicht, dass ein Zollbeamter der hunderte von Menschen jeden Tag durchleuchtet noch drauf achtet ob man einen großen oder kleinen Bauch oder sowas hat. Die Nacktscanner erfüllen ihren Zweck, da sie Sicherheit schaffen, und nicht wie die Überwachungskameras im ganzen Land lediglich zur Aufklärung von Verbrechen dienen und diese keineswegs verhindern.
Ich sehe in den Überwachungskameras das größere Problem, da ich glaube dass in einer Demokratie die Anonymität unerlässlich ist.
Dadurch, dass ein Polizeibeamter, dem gerade mal langweilig ist, die Möglichkeit hat, mir hinterher zu spionieren oder herausfinden kann, wo das Mädchen auf das er steht gerade ist, sehe ich die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre des Einzelnen wesentlich stärker beschnitten als durch einen Nacktscanner zumal der Körper ja nur als helles Leuchten erscheint.
Ob wir jetzt Nacktscanner kriegen ist mir letztendlich egal, hauptsache der Ausbau des Überwachungsstaats findet bald ein Ende!
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Was bringt der Nacktscanner am Check-In, wenn dahinter in den Duty-Free-Shops weiterhin munter alles gekauft werden kann, was sich als Waffe verwenden lässt (Flaschen, hochprozentige und somit entzündliche Flüssigkeiten, etc.)?
Die Nacktscanner sind nicht geeignet terroristische Attentate zu verhindern, weil sie nicht an den Ursachen des Terrorismus ansetzen.
Wenn Al Kaida in Afghanistan seinen Kämpfern das dreifache von dem zahlt, was ein afghanischer Soldat oder Polizist verdient, dann wundert es doch kaum, dass die Anzahl solcher Anschläge (sei es nun über den Versuch ein Flugzeug zum Absturz zu bringen oder mittels Selbstmordattentätern in Afghanistan selbst unter den ausländischen Soldaten größtmöglichen Schaden anzurichten) immer weiter zunimmt.
Leider, wird in der Afghanistan-Debatte hierzulande, aber auch EU-weit und gleichermaßen in den USA, gerne der ökonomische Hintergrund ausgeblendet. Stattdessen profilieren sich ständig neue Kriegs- und Überwachungsminister. Infolgedessen hat sich der Aufbaueinsatz der Bundeswehr schleichend zu einem Kampfeinsatz entwickelt. In diesem Punkt muss wieder ein Umdenken stattfinden. Andernfalls können wir in Afghanistan nur scheitern.
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Es gibt eine Online-Petitiion an den Deutschen Bundestag zum Thema Nacktscanner:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9109
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Also mal ehrlich. Habt ihr euch mal die NEUEN “Nackt”-Scanner angeschaut?
Da er erkennt man doch nichts mehr. Von wegen einschnitt in die Privatsphäre, das Argument ist vollkommen ausgelutscht!
Auch wenn ich der Meinung bin, dass man mehr an der Ursachenbekämpfung tun sollte, als die Symptome zu bekämpfen, finde ich den Nacktscanner doch eine sinnvolle Ergänzung zur Symptom Bekämpfung, denn auch man mehr gegen die Ursache tun muss, muss man sich vor den Symptomen schützen.
Und her hilft der Nachtscanner, so hätte dieser die Unterleibsbombe so wie die Bombe in der Schuhsole erkannt und was die anderen Staaten angeht, die haben genauso die Verantwortung, Symptome zu bekämpfen.
Trotzdem wird es natürlich nicht 100% Sicher.
Also nicht alles gleich als Mist abstempeln, trotzdem nach Alternativen suchen und Lösungsvorschläge machen.
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Das ist nur der Anfang, nach Flughäfen kommen die Dinger auf Bahnhöfen, vor Schulen, vor Fußballstadien und bei Demos zum Einsatz. Nach SWIFT werden bald auch alle Passagierdaten nach US-Vorbild gespeichert. Mach euch doch nicht vor, ihr seid alle Terroristen.
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9109
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