Kopfschütteln und durch? Oder einfach: DANKE Ursula.
Freitag, 19.März 2010 von Sonja
Eine Studie des IAB hat es diese Woche wieder gezeigt: von befristeten Verträgen sind insbesondere junge Menschen betroffen. Über 40% der Neueingestellten 15-19jährigen hat einen befristeten Vertrag, bei den jungen Menschen bis Mitte 20 sind es noch immer ein Viertel.
Die Konsequenzen für die Zukunftsplanung liegen meiner Ansicht nach klar auf der Hand: Unsicherheit, wie es im nächsten Jahr weitergeht, die Perspektive auf mehrere Wohnortwechsel in wenigen Jahren, unklare Verhältnisse, was die finanzielle Lage angeht, keine Planbarkeit der Zukunft. Und dann wird mir als Frau immer noch gesagt, ich soll Kinder bekommen (für meine Zukunft, weil Kinder ja was tolles sind und um nebenbei noch Deutschland zu retten, damit ‘wir’ nicht aussterben…).
Damit es möglichst allen jungen Menschen so geht, nun endlich ein Vorschlag aus dem Arbeitsministerium: Frau von der Leyen will nun Arbeitgebern die Befristung von Verträgen erleichtern.
Liebe Frau von der Leyen, ich finde es großartig, dass sie den Trend zu mehr befristeten Arbeitsverträgen auch noch unterstützen wollen. Damit schaffen sie es vielleicht, auch den restlichen 50% der jungen Menschen die Bürde zu nehmen, doch ihr Leben aufgrund ihrer gesicherten Lebenssituation planen zu können. Endlich muss Mann/Frau sich nicht mehr Gedanken machen, vielleicht doch schon mit Anfang 20 Kinder zu bekommen, endlich können junge Frauen das Argument des Gebärstreiks von sich weisen und alles auf sie, Frau von der Leyen, schieben. Danke. Das ist eine super Perspektive zum Wochenende.
Kopfschütteln als Reaktion reicht da schon eigentlich nicht mehr.
Tags: Arbeitsmarktpolitik, Befristung, Links 2010












Was soll man da noch sagen?
Hinsichtlich dessen, welche Böcke unsere Regierung wie am Fließband zu schießen scheint, hoffe ich, dass die SPD wieder zur wahren Alternative wird.
Ich finde Eure Arbeit im Übrigen toll.
Liebe Grüße aus dem sonnigen BaWü
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Ich finde eure Arbeit nicht toll, obwohl ich absolut pro SPD bin. Wieso werden eigentlich solche Artikel veröffentlicht? Das ist garnicht böse gemeint, aber wieso werden hier fachlich nicht korrekte Beiträge veröffentlicht. Dieser Verlauf hat doch auch Vorteile. Klar, die sind vielleicht kurzfristig und spielen der Regierung in Sachen Arbeitslosenzahlen in die Hände. Fakt ist jedoch, dass es mehr Arbeitslose gäbe würden nicht so viele Menschen befristet beschäftigt. Eine Lösung habe ich dafür nicht, es ist aber auch nicht meine Aufgabe Vor- und Nachteile abzuwägen und daraufhin Entscheidungen zu treffen bzw. irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen ich bin ja nicht bei den Jusos.
Von drei gelesenen Artikeln sind schon zwei echt lustig…der hier gehört dazu…meine Überlegungen sich mal genauer über die Jusos zu informieren um sich vielleicht mal irgendwie politisch zu engagieren sind damit ad acta gelegt. Danke für die schnelle Hilfe! Hätte fast noch mehr Zeit damit verplempert.
Trotzdem liebe Grüße aus dem schmuddeligen Duisburg.
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Ich finde es echt krass wie die Jungen auf dem Arbeitsmarkt heutzutage behandelt werden. Als wenn es nicht schlimm genug ist nach seiner Schulzeit, durch die Arbeit richtig eingenommen zu werden und plötzlich nur noch mit Älteren zusammen ist, die sich dann noch das Recht rausnehmen, ihre Ängste an den Auszubildenden rauszulassen. Nein, man muss die Jungen auch noch selbst verunsichern.
Für mich ist von der Leyen = von der Lüge!!
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@rowmaehn: “Fakt ist jedoch, dass es mehr Arbeitslose gäbe würden nicht so viele Menschen befristet beschäftigt.” das wage ich erstmal zu bezweifeln.
ebenso ist das m.e. ein fehlschluss wie:
durch den mindestlohn gehen arbeitsplätze verloren. wie sich durch die praxis in anderen ländern gezeigt hat, führt ein mindestlohn eben nicht dazu, dass arbeitsplätze verloren gehen, wie so gerne behauptet wird.
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