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Mindestlohn in der Pflege und doch ein Hungerlohn!

Dienstag, 30.März 2010 von

Aktuell, Arbeit & Soziales, SPD

Ab Juli sollen nun in der Pflege Lohnuntergrenzen von 8,50 im Westen und 7,50 für den Osten gelten. Das war höchste Zeit. Seit Jahren lässt der Wettbewerbsdruck in der Branche die Löhne sinken. Die Lohnspirale dreht sich immer weiter nach unten. Vor allem private Anbieter lassen Pflegekräfte für Hungerlöhne schuften.

Pflegekräfte in Deutschland leisten eine außergewöhnliche Arbeit. Ihre Arbeit ist körperlich und psychisch extrem hart. Sie übernehmen die Verantwortung für alte und kranke Menschen, die von ihren eigenen Familien nicht mehr gepflegt werden können. Eine angemessene Wertschätzung in Form einer gerechten Entlohnung erfahren die Pflegekräfte nicht.

Nun gibt es zumindest einen Mindestlohn, der verhindert, dass die Löhne weiter ins Bodenlose sinken. Und obwohl auch mit diesem Mindestlohn das Gehalt dieser Menschen nur extrem knapp zum Leben ausreichen dürfte, lässt das Gejammer der Neoliberalen nicht lang auf sich warten: Sie warnen wie immer vor „Protektionismus“, „negativen Beschäftigungseffekten“ und „Zunahme der Schwarzarbeit“. Die Lebensumstände der Pflegebedürftigen sowie der Pflegerinnen und Pfleger interessieren sie nicht.

Liebe neoliberale Ökonomen, ihr könnt mich mal. Für mich ist der Mindestlohn in dieser Branche nur die absolute Untergrenze. Ich wünsche mir, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Pflege in den Tarifauseinandersetzungen viel höhere Löhne erkämpfen. Und zwar Löhne, die für diese harte Arbeit wirklich angemessen sind.

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7 Kommentare

  1. Lukas.W sagt:

    Es ist gut, dass es nun in der Pflege endlich einen Mindestlohn gibt.Ich kann der Einschätzung dieses Artikels nur zustimmen, dass die Menschen welche im Pflegerbereich arbeiten auf Grund ihrer Leistungen einen noch höheren Mindestlohn verdient hätten, der jetztige Mindestlohn weiteren Lohndumping jedoch zumindest verhindert und daher ein erster Erfolg ist.Dieser Mindestlohm macht Hoffnung, dass weitere Mindestlöhne in weiteren Branchen durchgesetzt werden können, auch gegen eine Regierung die Mindestlöhnen gegenüber skeptisch ist.Wenn die FDP ihr gerede von der Leistungsgerechtigkeit ernst meint, sollte sie Leistungsgerechte Löhne durch Mindestlöhne ermöglichen und nicht versuchen diese zu verhindern.

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  2. Mike S. sagt:

    Meinen Vorredner kann ich nur zustimmen, obwohl ich auch ergänzen möchte, das ich mir auch vorstellen kann, dass der Mindestlohn auch seine Schattenseiten hat.
    Auch wenn er auf den ersten Blick relativ gut aussieht. Nur wäre doch wieder die andere Frage, ist dieser Mindestlohn der Leistung gleichgesetzt und man müsste auch berücksichtigen, dass dieser Mindestlohn auch
    realisierbar ist,
    denn was bringt ein Mindestlohn der für den Arbeitnehmer voll in Ordnung ist, aber der Arbeitnehmer ist damit völlig überlastet.
    Nichts desto trotz, wäre auch noch zu bedenken, wenn es immer mehr Mindestlöhne gäbe, dann könnte es ja passieren, dass die vorigen Löhne entweder angehoben werde müssen, aber auch Löhne, die vorher mehr Summe eingebracht haben, können jetzt auch auf den Mindestlohn reduziert werden.
    Also ich bin der Meinung, es sollte wirklich jeder Mindestlohn gründlich überlegt werden im Sinne der

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  3. Jana T sagt:

    Ich bin der Meinung Mindestlöhne sind leider nicht die Lösung des Problems. Zu viele negative Effekte für die Arbeitnehmer mindern die angestrebten Erfolge. Reduktion bestehender Löhne ist nur eins. Es bedarf einer ökonomisch brillianteren Lösung, um eine angemessene Entlohnung für alle arbeitenden Menschen zu finden. Aber soweit sind wir einfach noch nicht.

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  4. Patrick sagt:

    Meine Güte. Der Mindestlohn ist nicht die Lösung aller Probleme dieses Landes, er ist eine Notbremse.

    Es ist nun mal tatsache, dass verdammt viele Menschen in Deutschland für wirkliche Hungerlöhne arbeiten. Wenn ich mir den ganzen Tag bei der Arbeit den Arsch für 4 Euro die Stunde aufreißen Müsste, dann währe ich wahrscheinlich auch Politikverdrossen.

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  5. David sagt:

    @Mike.

    Ein Mindestlohn ist die untere Schranke. Wenn die Tarifparteien einen höheren Lohn vereinbart haben, bleibt der natürlich weiterhin bestehen.

    Wenn du sagst, dass man einen Mindestlohn in jeder Branche genau überdenken müsse, dann ist dir der eine Arbeiter weniger Wert als die andere Arbeiterin, nur weil sie verschiedene Berufe haben. Sie müssen aber beide Leben: Ein Krankenpfleger muss genauso viel Essen und Trinken wie eine Zerspanungsmechanikerin, oder?

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  6. Mike S. sagt:

    @ David

    Okay in dem ersten Punkt hast du Recht, dass wenn die Tarifpartner einen höheren Lohn vereinbart haben, dieser auch bestehen bleibt.

    Aber wie du gesagt hast, dass mir der eine Arbeiter weniger Wert ist als die andere(n) Arbeiter(in),
    So habe ich das natürlich nicht gemeint.
    Auf jeden fall muss die Grundversorgung gewährleistet sein, kein Zweifel.
    Und beide müssen halt über die Runden kommen.
    Schön und gut, nur ich war halt mehr darauf aus, dass wenn man einen Mindestlohn einführen will, dann sollte man auch immer beachten, dass man A und B nicht in einen Topf tut.
    Ich meine, der Mindestlohn sollte so sein, dies er die Leistungen einer Berufsbranche gerecht wird.
    Denn jede Branche erwartet ja ganz andere Leistungen und diese sollen im Mindestlohn berücksichtigt werden, sodass die Grundversorgung 100% gewährleistet ist,
    Aber mein eigentlicher Schwerpunkt war, dass dieser Mindestlohn immer Gegenwärtig bleibt, sprich, er soll flexibel bleiben im Sinne der Arbeiter und seine Flexibilität soll sich halt dadurch kennzeichnen, dass er Krisen trotzen kann.
    Und das wollte ich eigentlich, mit gut überlegen, sagen.

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  7. GEORG HOFFER sagt:

    Liebe Jungen-SPD-eler, Ein Rentner schreibt Tacheles:
    Während un sewre Soldaten Fallen u der Allierten, streicht China die Ernte ein,so schön durch die Hitertüre..ohne einen einzigen Finger zu rühren(RÜHREND?)Lasst Euch nicht mehr Gängeln, durch alte Kader in der Spd-Steinmeier-Schröder-Müntelfehring sind VERRÄTER – AN DER SPD-UND AM VOLK;E;weg damit-WEG MIT DER FDP- BRAUCHT KEIN SCHWEIN;BEI DER CDU-CSU- GEHTS MEHR UM POSTEN ALS UM POLITKENTSCHEIDUNG;
    U ZWAR DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG; BISHER -MANGELHAFT; JA SOGAR KRIMINELL!

    IN NRW- JETZT MIT ALLEN MITTELLN GASGEBEN; JA SOGAR VOLLGAS::

    GRÜSSE AUS HAMBURG; GEORG DER RENTNER

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