Gauck: für die Linke unwählbar
Montag, 7.Juni 2010 von Bettina Schulze
Die Nominierung Gauck’s wurde in Presse und Bevölkerung extrem positiv aufgenommen. Er sei der bessere Kandidat, titeln selbst konservative Blätter. Gauck ist ein Kandidat, der sich außerhalb des Parteispektrums verdient gemacht hat und der als überparteiliche, moralische Instanz gelten kann.
Die Linke wird ihn nicht wählen, sondern am Dienstag einen eigenen Kandidaten/eine eigene Kandidatin aufstellen. Zu den Gründen sagen sie, dass Gauck kein linker Kandidat wäre und auch keine linken Inhalte verträte.
Gauck der Bürgerliche
Das ist wahr. Gauck ist politisch ein Kandidat des bürgerlichen Lagers. Er steht keineswegs für linke und soziale Inhalte. Gauck äußert sich generell wenig politisch. Seine Äußerungen beziehen sich meist auf die DDR-Vergangenheit.
Inhaltlich stützt Gauck nicht das linke Projekt. Wenn seine Nominierung von rot-grün bewusst gegen das rot-rot-grüne Projekt gesetzt wurde, ist dies zu kritisieren. Eine linke gesellschaftliche Mehrheit ist in Deutschland nur mit rot-rot-grün möglich. Dennoch ist seine Kandidatur vordergründig vor allem eines: eine Kampfansage an schwarz-gelb. Und deshalb gelungen.
Gauck schwächt schwarz-gelb
Gauck bringt schwarz-gelb ins Schleudern. Die Kandidatur Gaucks zeigt der ganzen Republik auf, wie einfallslos und wie stark im parteipolitischen Lagerdenken verhaftet die schwarz-gelbe Koalition ist. Er könnte es sogar schaffen, schwarz-gelb zu spalten oder komplett zu Fall zu bringen. Und: Umso schwächer schwarz-gelb ist, umso weniger ihres unsozialen Sparprojekts werden sie gesellschaftlich durchsetzen können. Ist Gauck für die Linke unter diesen Gesichtspunkten wirklich unwählbar?
Tags: Bundespräsident, Gauck, Linkspartei, Schwarz Gelb













Warum Die Linke Gauck nicht wählt liegt doch auf der Hand. Gauck als DDR-Bürgerrechtler ist für Die Linke vorallem deshalb unwählbar, weil er eben ein DDR-Bürgerrechtler war und der – heute anders heißenden – SED ein Dorn im Auge. Das ist alles.
Gauck aufzustellen war sicherlich eine sehr exzellente Entscheidung, eben weil er wirklich ein überparteilicher Kandidat ist und man so schwarz-gelb – und vorallem den Bürgern – zeigt, dass es tatsächlich einen Kandidat gegeben hätte mit dem alle (demokratischen) Parteien hätten leben können.
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Hallo Bettina,
mir gefällt Herr Gauck als Kandidat
sehr gut. Obwohl mir Herr Wulf auch
sympathisch ist. Aber ich bewundere
Menschen wie Herrn Gauck, die den Mut
hatten und sich nicht anpassten.Den Mut
dazu hätte ich warscheinlich leider
nie gehabt. So hätte mir auch der Kandi-
dat der Grünen von 1994, Jens Reich, als
Bundespräsident gut gefallen.
Sicherlich muss ein Präsident nicht nur
das DDR-Unrecht zitieren und erwähnen. Es
stimmt, dass es absolut wichtig ist aktuelle
Probleme anzugehen. Hier gibt es genügend zu
tun (Asylrecht, Sozialabbau, Menschenrechte,
Hartz IV u.s.w.)
Dafür steht aber ein Herr Wulf auch nicht.
Hierfür müssten andere Kandidaten aufgestellt
werden wie z.B. Frau Drohsel oder ein Herr
Lafontaine.
Da diese natürlich nicht ins höchste Staats-
amt kommen, hoffe ich auf Joachim Gauck.
Wie schon erwähnt, habe ich großen Respekt
von seinem Mut sich in der DDR nicht
angepasst zu haben.
LG
Georg
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Schon klar, dass er für die SED Nachfolgepartei untragbar ist. Er hat viele ihrer besten Leute für die Politik untragbar gemacht.
Er ist wirklich ein guter Kandidat und wird stimmen aus allen 4 demokratischen Bundestagsfraktionen bekommen.
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Hallo Bettina,
vielen Dank für das Statement. Denn Herr Gauck ist tatsächlich auch für mich als linke SPD Frau nicht wählbar. Seine Kommunisten-Hetze im Zuge seiner Tätigkeit in der Gauck-Behörde hatte wenig mit einer ernsthaften Aufklärungsarbeit der Verbrechen in der DDR zu tun. Auch wurde zu seiner Amtszeit dort es üblich, dass jede/r dessen Namen als IM in Akten genannt wurde – solange sie politisch dem linken Spektrum zuzuordnen waren – als Aktiver IM betrachtet und teilweise auch öffentlich geoutet wurde. Schon damals war bekannt, dass ein Verweis als IM in eienr Stasi-Akte geführt zu werden, erst einmal noch überhaupt keine Rückschlüsse zulässt, ob jemand aktiv geworben worden war und zugestimmt hatte für die Stasi aktiv zu werden. Ob jemand geworben werden sollte und abgelehnt hat. Ob jemand als Verbindungsperson selber beobachtet worden war – oft ohne dies zu Wissen. Und und und…Nein, dies ist kein Präsident für die Gesamte Republik und ich stimme dir hundertprozentig in der Bewertung zu, dass hier schwar-gelb geschwächt werden sollte – wohl auch mit Erfolg.
Super Statement
Andrea
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Alles was hier Positives über Gauck geschrieben wurde kann ich nur unterstreichen.
Deshalb möchte ich mal genauer auf den Aspekt Linkspartei eingehen. Meiner Meinung nach vertut die Linke hier eine historische Chance. Mit einem Mal könnte sie zeigen das sie in der BRD angekommen ist, dass sie das DDR Unrecht anerkennt und das sie auch für eher bürgerliche Wähler wählbar ist. Taten sagen mehr als Worte!
Dies würde die Akzeptanz in der Gesellschaft für die Linkspartei erhöhen und somit eine rot-grün-rote Regierung im Bund wahrscheinlicher machen.
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Hallo Dirk,
Deinem Kommentar stimme ich
zu 100% zu.
MfG
Georg
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@Dirk und Georg:
Nicht die DDR war Unrecht, sondern in der DDR geschah Unrecht! Ihr werdet kaum jemand in der Linken finden, der dies bestreitet.
Warum also ständig Beteuuerungen einfordern?
Damit andere Regierungsbündnisse möglich werden, muss auch die SPD bereit sein, vorwärtsgewandte, an sachlichen Inhalten orientierte Lösungen mit allen eingehen zu wollen, die auch eine solidarische Gesellschaft anstreben. Und nicht rückwärtsgewandte Vorwürfe an andere zu richten. Denn die jetztige politische Ausgangslage, ist ja auch mit SPD – Beteiligung zu Stande gekommen, und da wurde noch ne Menge nicht aufgearbeitet… Dies Alles mal nur so zum Nachdenken…
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Wow. “Nicht die DDR war Unrecht, sondern in der DDR geschah Unrecht.”
Hilft den Bürgerrechtlern, die Jahrelang im Gefängniss saßen auch nicht besonders weiter, oder? Diese elendige Haarspalterei, wem soll die nützen? Die DDR war KEINE demokratische Staatsform, daher also ohne Daseinsberechtigung. Wir wollen einen demokratischen Sozialismus, soll heißen das eine geht nicht ohne das Andere. Demokratie steht nicht zur Diskussion! Mit dem Untergang der UdSSR muss eigentlich jedem vernünftigen Mensch klar geworden sein, dass Kommunismus nicht funktioniert, genau so wie uns 2008 klar wurde, dass eine viel zu freie Marktwirtschaft auch nicht gut ist.
Gauck ist der geeignetste Kandidat in dieser ansonsten so kaputten Republik.
Steinzeitkommunisten brauchen wir nicht, wir brauchen aufgeklärte Sozialdemokraten.
Kommunistenhetze, dass ich nicht lache. Das DDR Unrecht musste aufgeklärt werden! Schau Dir doch mal an was die Stasi zum “Schutz” des Volkes so alles machte bzw. wen sie dafür wegsperrte oder umbrachte.
…Das alles nur so zum Nachdenken…
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“Nicht die DDR war Unrecht”
Doch.
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sicher gab es in der ddr unrecht und es war nicht alles gut, was dort passiert ist. doch auch in der brd war nicht alles recht, vielleicht doch eher rechts. doch wie immer schreiben die sieger die geschichte.
man sollte sich mal vor augen halten das gauck nicht von der linken gewählt werden kann, weil seine kommentare zum irakkrieg und afghanistanfeldzug nicht im einklang mit den forderungen der linken zu bringen ist. außerdem ist seine zustimmung zum sparpaket der bundesregierung eine schelte für die armen und sozialschwachen.
die spd sollte sich mal den spiegel vor augen halten und endlich einsehen, was der arbeiter schon lange weiß. “wer hat uns verraten? sozialdemokraten”
[´solid] die wahre sozialistische linke jugend
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Mein Respekt an die linkspartei ! wieder mal haben sie
bewiesen das sie nicht Regierungsfähig sind.
-sie zeigten ablehnung an die Demokratie
-sie haben die Bundesregierung gerettet !
- sie haben immer noch nicht abgeschlossen mit dem
thema ddr bzw. ihrer Vergangenheit!
- nur bei 3 Wahlmänner der Linken hat die Vernunft
gesiegt
- die Interviews und die Verhaltensweisen der Linken
lasse ich lieber unkommentiert, wie z.B ob die Linken
ziwschen Hitler und Stalin entscheiden sollen oder
ziwschen Pest und Cholera, aber die Persönlichen
Angriffen waren ja schon bekannt auch von seitens der
Konkurentin Jochimsen, die Jochachim Gauck
Nuttenpolitik vorwarf.
Gauck hat in der Öffentlichkeit so viel ansehen
erreicht, was unvorstellbar war, deshalb riesen
gratulation an SPD und Grüne sie haben die Menschen
dazu bewegt was für gauck zu tun und dafür zu kämpfen
das der BP vom Volk gewählt wird.
er ist vielleicht kein Sozialdemokratischer Kandidat
aber ein Sympatieträger ,Überparteilicher und ein
Freiheitskämpfer.
Respekt : Trittin, Gabriel, Steinmeier und künast, mit
der Aufstellung von Gauck !
Übrigens auch hochachtung an die Abweichler der Linken
und der von der Bundesregierung, die haben gezeigt das
nicht immer der Fraktionszwang herrscht und wollten das
die Mehrheit des Volkes ihren Willen bekommt !
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