Manuela Schwesig sagt Kinderarmut den Kampf an
Samstag, 19.Juni 2010 von Juso-Bundesbüro
Manuela Schwesig hat in ihrer Rede an die Delegierten des Bundeskongresses die ungleiche Verteilung von Bildungschancen in unserer Gesellschaft scharf kritisiert. In keinem Land hängt der Bildungserfolg der Kinder so von dem Einkommen der Eltern ab, wie in Deutschland. Sie forderte Schwarz-Gelb auf, auf das geplante Betreuungsgeld «endgültig zu verzichten». Es sei «irrsinnig, Geld dafür auszugeben,dass Kinder nicht in Krippen oder Tagesstätten gehen». Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vergrößere die Schere zwischen Arm und Reich und trage in keiner Weise zur Bekämpfung der Kinderarmut bei.
Die SPD muss sich deshalb, stärker noch als in den früheren Jahren, für die Chancengleichheit von Kindern einsetzen. Dafür sei eine eigenständige Jugendpolitik, notwendig, die die Förderung von Familien sowie die Ausbildungs- und Bildungschancen aller Kinder in den Blick nimmt. Die Armut der Kinder resultiert aus der existierenden Armut der Eltern. Hier muss die Familienpolitik der SPD ansetzen, Geringverdienende mit einem Ausbau des Kinderzuschlags unterstützen und so viele Kinder aus der Armutsfalle holen.
Tags: Bildung, Gerechtigkeit, Jugend, Juso-Bundeskongress











Finde Kinderarmut absolut beschämend. Grundsätzlich
ist natürlich Armut immer schlimm. Besonders aber
bei Kindern. Verstehe z.B. auch nicht, weshalb alle
das Kindergeld in gleicher Höhe erhalten. Warum wird
hier nicht auf das Einkommen der Eltern geachtet.
Dann hätten die ärmeren Familien mehr. Denke ich
hier falsch ?
LG
Georg
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Erst hat die SPD mit Hartz IV für ein massive Steigerung der Kinderarmut gesorgt und jetzt “sagt sie ihr den Kampf an”. Was für ein verlogener Sauhaufen.
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@Georg:
“Warum wird
hier nicht auf das Einkommen der Eltern geachtet.
Dann hätten die ärmeren Familien mehr. Denke ich
hier falsch ?”
Weil man es gerne hätte, wenn Akademiker, die ja meistens wohlhabender sind, auch Kinder bekommen. Deutschlands Reichtum ist nämlich sein Wissen und die Erfahrungen und Statistiken zeigen ja, dass Akademiker-Eltern die Bildung ihrer Kinder sehr wichtig ist, im Gegensatz zu bildungsfernen Schichten. Letztere bekommen leider besonders viele Kinder ohne sich ausreichend um deren Bildung zu kümmern…
Folglich liegt es im Interesse Deutschlands, dass Akademiker Anreize haben, Kinder zu kriegen.
Ich bin sowieso dafür,
diese Art finanzieller Unterstützung mehr auf Bildung auszurichten, notfalls auch mit Kürzungen als Sanktionen…
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