Wie weiter im Klimaschutz? Updates zur Vorbereitungskonferenz in Bonn
Mittwoch, 2.Juni 2010 von Sina Tiedtke
Am 31. Mai hat die nächste Arbeitskonferenz zur Vorbereitung der diesjährigen Weltklimakonferenz in Cancun, Mexiko, im Dezember begonnen. In Bonn treffen sich gegenwärtig Vertreter von 182 Regierungen. Am Ende der Konferenz am 11. Juni soll ein konsensualer Verhandlungstext für das Kyoto-Nachfolgeabkommen stehen.
Unsere Erwartung an die Arbeitskonferenz und die Verhandlungen in Bonn ist klar: Nach dem Desaster in Kopenhagen im letzten Jahr brauchen wir noch in diesem Jahr ein rechtlich verbindliches Abkommen mit verbindlichen Treibhausgasreduktionszielen. Die Verständigung auf das „Zwei-Grad-Ziel“ in Kopenhagen muss Richtschnur des neuen Abkommens werden. Außerdem muss ein Ausgleich bezüglich der Kosten gefunden werden zwischen den Industriestaaten und den Entwicklungsländern. Die Finanzierungsversprechungen der reichen Industrienationen an die Entwicklungsländer müssen eingehalten werden. Um den Klimawandel effektiv bekämpfen zu können, müssen neue Finanzierungsmöglichkeiten eingeführt werden. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer wäre auch ein geeignetes Instrument, um Finanzmittel zur Bekämpfung des Klimawandels bereitzustellen. Die Staats- und Regierungschefs müssen endlich einen Plan erarbeiten, der aufzeigt, wie wir zu einem rechtlich- verbindlichen Klimaschutzabkommen kommen.
Wir, Sina und Michael, werden Euch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden halten, über das was in Bonn verhandelt wird und welche Fort- oder Rückschritte zu beobachten sind. Bleibt also nur zu hoffen, dass diese Konferenz die dringend nötigen substanziellen Fortschritte auch bringen wird und wir auch dementsprechend genug Material haben werden für Euch!
Hier findet ihr unsere erste Pressemitteilung zum Beginn der Vorbereitungskonferenz.
Bleibt dran Sina und Michael
Tags: Cancun, Klimawandel, Post-Kopenhagen












Hallo Sina,
ja hoffentlich kommt da was “Gescheidtes” raus.
Wir haben doch nur diese eine Erde. Mit dieser
müssen wir nachhaltig umgehen. Doch die Realität
sieht leider ganz anders aus. Was mich immer
fürchterlich ärgert, ist das ewige Gerede vom
sog. “Wachstum”. Fürchterlich !
Habe mal gehört, dass wir in Industrieländern
etwa 20% der Weltbevölkerung sind, aber ca. 80%
der Energie verbrauchen. Das ist doch auch eine
totale Schieflage, oder ?
LG
Georg
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Ich wünsche der Initiative viel Glück. Leider wird bei realistischer betrachtung wieder reichlich wenig Konkretes herauskommen.
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