Nazis schachmatt – Die Lehren aus Dresden
Sonntag, 19.Februar 2012 von Matthias Ecke

Ein heiterer Wintertag war der 18. Februar 2012, und dazu trug nicht nur das Wetter bei. Ein beeindruckender Demozug von 10000 AntifaschistInnen, darunter einige hundert Jusos, zog am Samstag durch ein nazifreies Dresden. Kein Nazi ist in Dresden erschienen, die braunen Kameraden haben frustiert aufgegeben. Kein Wunder: In drei aufeinander folgenden Jahren wurden ihre Aufmärsche blockiert, zuletzt am 13. Februar 2012.
Das Bündnis „Nazifrei – Dresden stellt sich quer!“ aus Jugendverbänden, Parteien, Antifa.-Gruppen, Gewerkschaften, Kirchen und vielen mehr hatte am Montag zum dritten Mal in Folge den Naziaufmarsch blockiert. Wir Jusos waren in all den Jahren dabei: 2010 , 2011 und auch 2012.
Der Erfolg wurde unter widrigen Bedingungen erkämpft, teilweise offen gegen den Willen von Stadt und Polizei. Das gesamte Bündnis und viele Einzelpersonen sahen sich schweren Repressionen ausgesetzt.
Gerade der Erfolg trotz schwieriger Bedingungen macht klar, dass wir aus Dresden einiges lernen können, auch über den Tag hinaus.
Erstens: Naziaufmärschen muss man entschieden entgegentreten. Sie müssen behindert und im besten Fall verhindert werden. Wegschauen macht die Nazis stärker. Rein symbolische Aktionen wie Kerzenmeere, Menschenketten oder weit vom Demoort stattfindende Kundgebungen genügen nicht.
Zweitens: Einigkeit macht stark. Auch wenn es in vielen Bereich Unterschiede gibt und geben wird, muss eine Zusammenarbeit verschiedener Gruppen mit antifaschistischem Grundkonsens gerade gegen große Naziaufmärsche möglich sein. Feste Verabredungen helfen dabei Vertrauen zu bilden. Wenn man die zentralen Anliegen und roten Linien der beteiligten Gruppe respektiert, kann man zu sinnvollen Ergebnissen komme.
Drittens: Der Mut siegt. Zivilen Ungehorsam gibt es nicht zum Nulltarif. Wer Blockaden durchführt oder sie politisch unterstützt muss mit Diffamierung und Verfolgung rechnen. Trotzdem haben sich die AntifaschistInnen nicht einschüchtern lassen. Dass trotz der Repressionswelle 2011 wieder Tausende kamen, zeigt: Antifaschismus lässt sich nicht verbieten.
Die Debatte über geeignete Methoden und Aktionsformen gegen Neonaziaufmärsche wird weitergehen. Auch in der SPD: Obwohl der Parteitag einstimmig für eine Unterstützung des Bündnisses votierte hat sich die Partei als Organisation am Samstag leider nicht blicken lassen.
Europas größter Neonaziaufmarsch ist Geschichte. Das ist ein Erfolg von „Dresden Nazifrei!“: von massenhaftem zivilen Ungehorsam, von gelebter Demokratie. Und auch: von uns Jusos!











Wenn ihr es schafft, die SPD von ihrem faschistischen Kriegskurs abzubringen, nehm’ ich Euch ernst, sonst nicht.
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Die Demo dieses Jahr war die Cocktailkirsche nach den gelungenen Blockaden der letzten beiden Jahre. Dass wir Jusos mit dabei waren war sehr gut!
Trotzdem hätte ich mir eine breitere Unterstützung durch mehr Gliederungen und damit auch mehr Jusos vor Ort gewünscht. Es ist kein Geheimnis, dass es Juso Landesverbände gibt die auch gerne mal zur Menschenkette gegangen sind und sich hinterher auf die Schulter geklopft haben, dass der Aufmarsch verhindert wurde. In dem Punkt ist der Bundesverband der Basis noch weit voraus.
Das Thema Antifaschismus sollte also dringend für die kommenden Großereignisse wie den nächsten Linkskongress oder das Sommercamp auf die Agenda genommen und mit Demo- und Blockadetrainings etc. begleitet werden.
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Ich finde es unglaublich was sich die rechten Hetzer alles erlauben können. Inzwischen ist es sogar soweit, dass sie in Online-Zeitungen zu Gewalt und Beleidigungen gegen Jusos aufufen. Ein Beispiel für eine von Rassismus geleitete Homepage ist http://www.pi-news.net/. Hier gibt es regelrechte Biographien zu einzelnen unbekannten Jusos. Wann wird solch ein Müll nicht endlich abgeschaltet?
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Nazi-Aufmarsch am 2. Juni, in Hamburg, stoppen. Tretet bitte unserer facebook page bei.
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