Mach hinne, Kristina!
Mittwoch, 7.März 2012 von Katharina Oerder
Am Donnerstag, den 8. März feiern wir Jusos den 101. Weltfrauentag. Von der Sozialistin Clara Zetkin ins Leben gerufen, ist es uns an diesem Tag stets ein besonderes Anliegen, unsere Gleichstellungspolitischen Forderungen nochmal prominent in den Fordergrund zu stellen. Stets machen wir Foto- oder auch Straßenaktionen (die aktuelle Fotoaktion der Jusos findet ihr hier), um auf die weiterhin bestehende Ungleichbehandlung von Männern und Frauen aufmerksam zu machen.
Seit dem 30. November 2009 geht es aber nicht mehr nur immer noch viel zu langsam voran, nein, unsere aktuelle Frauenministerin, Kristina Schröder, legt der Gleichstellung von Frauen und Männern immer wieder massiv Steine in den Weg. Verweigerung einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Einführung einer Quote in Vorständen und Aufsichtsräten, das Propagieren der Herdprämie. Diese Ministerin wirft die Gleichstellung der Geschlechter um Jahre zurück!
Wir Juso-Frauen im Bundesvorstand wollen uns dieses Trauerspiel nicht länger unkommentiert Anschauen. Deshalb haben Bettina, Johanna und ich unserer Ministerin einen offenen Brief geschrieben. Darin heißt es unter anderem:
“Nichts ist schädlicher, als wenn eine Frau behauptet, ein Aufbrechen der Strukturen wäre nicht notwendig. Die Zeit oder auch die Unternehmen würden schon freiwillig das ändern, was sie seit Jahren und Jahrzehnten nicht verändert haben.
Nichts ist schädlicher, als wenn eine Bundesregierung zusätzlich eine „Herdprämie“ einführt, die es begünstigt, dass Frauen ihrem Beruf nicht nachgehen, sondern sich in die Abhängigkeit ihres Partners bringen. Mit allen Konsequenzen, die dies für die soziale Absicherung dieser Frauen und ihre Bezüge vor allem im Alter hat.
Nichts ist schädlicher, als wenn die Frauen- und Familienministerin Deutschlands es komplett ignoriert, dass Frauen auch im 21. Jahrhundert noch 23% weniger verdienen als Männer.
Sehr geehrte Frau Schröder,
wir fordern sie auf, in dieser Frage eine Kehrtwende zu vollziehen. Wir möchten sie davon überzeugen, sich für Gleichstellung in Deutschland einzusetzen. Wir möchten, dass Sie als Frauenministerin sich auch endlich für uns Frauen einsetzen.
Wir möchten, dass sie verstehen, dass sie mit Ihrer Haltung die Gleichstellung von Männern und Frauen in diesem Land um Jahre zurück werfen.
Wir fordern Sie auf:
- Führen Sie die gesetzliche Quote für Aufsichtsräte ein. Leugnen Sie nicht länger, dass nur gesetzliche Vorgaben eine Veränderung bewirken werden!
- Schaffen Sie die Herdprämie ab. Sorgen Sie nicht länger dafür, dass Frauen in Deutschland Ihre berufliche Zukunft aufgeben!
- Führen Sie ein Entgeltgleichheitsgesetz ein, damit Frauen und Männer endlich für gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt werden!”
Den ganzen Brief könnt ihr euch hier anschauen.
Wir wollen, dass das Frauenministerium seinem Namen endlich wieder Ehre macht. Dass es endlich weitergeht mit der Gleichstellung in Deutschland. Dass sich Ministerin Schröder nicht mehr allen konstruktiven Debatten zur Gleichstellung der Geschlechter verweigert. Es wird allerhöchste Zeit, den bisherigen Verweigerungskurs abzulegen. Mach hinne, Kristina!








Eine Frauenquote mag global gesehen für mehr Geschlechtergerechtigkeit sorgen, im Einzelfall ist sie aber immer ungerecht, für jeden männlichen Bewerber um eine Position.
In diesem Fall sollte Qualifikation gegen Qualifikation stehen. Wenn aber das Geschlecht darüber entscheidet, welche Bewerbung angenommen wird, ist dies diskriminierend.
Beliebt. Gut oder schlecht:
17
7
Bewerbt euch mal als Mann im öffentlichen Dienst. Da wird man grundsätzlich darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Frauen bevorzugt behandelt werden.
Beliebt. Gut oder schlecht:
15
5
Die strukturelle Diskriminierung im Arbeitsmarkt ist offenkundig und für die Einzelne auch immer ungerecht.
Wir brauchen eine gesetzliche Quote auch für die Privatwirtschaft!
Gut oder schlecht:
4
11
Wir sollten die eine Ungerechtigkeit nicht mit einer Anderen versuchen zu lösen.
Gut oder schlecht:
5
1
Wie Quoten in unserer Partei funktionieren wissen wir ja alle:
Man zählt die engagierten Leute durch, die für einen Vorstand kandidieren wollen, man stellt fest dass die Quote nicht erfüllt ist, man ruft irgendeine Frau an und fragt sie, ob sie nicht Lust hätte sich in den Vorstand wählen zu lassen, alle anderen kommen sich verarscht vor und fragen sich warum sie jahrelang aktiv sein müssen um eine Chance auf so einen Posten zu haben.
Warum sollten wir so etwas auf die Wirtschaft übertragen?
Gut oder schlecht:
6
0
Es geht völlig an den Bedürfnissen der Kinder vorbei, wenn Eltern die persönliche Erziehung ihrer Kinder erschwert wird, weil sie allesamt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollen.
Kinder berufstätiger Eltern werden früh in die Fremdbetreuung gegeben und müssen sich so oft bereits mit einem Jahr dem Diktat der Erwerbsarbeit beugen. In den prägenden Jahren (0-3) zu erfahren, eine Nebensache zu sein und mit den Untiefen der Krippenbetreuung konfrontiert zu werden, wirft das sich entwickelnde Selbstwertgefühl und die Bindungsfähigkeit der Kinder zurück. Dies formt Charaktere, die stark von äußerer Bestätigung abhängen, statt autonom über ihre Lebensziele und den Weg dahin entscheiden können.
Die Psychoanalytik benennt die sich aus zu früher Fremdbetreuung ergebenden Probleme für die kindliche Entwicklung sehr klar und die Betroffenen leiden unter den Wirkungen bis ins hohe Lebensalter.
Aus meiner Sicht sind Eure Aktionen gegen Erziehungsgeld und für die Frauenquote – kurzsichtig.
Gut oder schlecht:
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Ich habe gerade die Bildergalerie auf Flickr zu der Frauentag-Aktion angeschaut. Das ist mir u.A. aufgefallen: “Suche Professur – Biete Qualifikation – Deshalb Quote an der Uni”.
Genau deswegen empfinden Männer die Frauenquote als unfair. Weil sie Frauen sehen, die ihre Ziele mittels Quote erreichen wollen.
Gut oder schlecht:
0
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Ich habe gerade die Bilder zur Frauentagsaktion angeschaut. Unter anderem gab es da: “Suche Professur Biete Qualifikation Deshalb Quote an der Uni”.
Genau das sind Gründe warum Männer die Quote unfair finden. Wegen Frauen die ihre Ziele mit Hilfe der Quote erreichen wollen.
Gut oder schlecht:
1
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