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Heraus zum 1. Mai!

Montag, 30.April 2012 von

Aktuell, Arbeit & Soziales

Warum die Teilnahme am Tag der Arbeit noch heute und für alle wichtig ist

 

Bereits seit vielen Jahrzehnten wird der 1. Mai als so genannter „Kampttag der Arbeiterklasse“ von den Gewerkschaften in Deutschland und international ausgerichtet und in vielen facettenreichen Ausgestaltungen von der Demonstration bis hin zum Maifest gesellschaftlich begangen.
Sieht man sich die Tradition des 1. Mai als Tag der Arbeit in Deutschland an, könnte man meinen, dass dieser Tag in erster Linie der Traditionspflege gilt und eher geeignet sei, den Blick in die Vergangenheit zu richten.
Dies greift aber viel zu kurz:

 

Auch und gerade heute gibt es in der Gesellschaft, in der wir alle leben, eine ganze Reihe sozialer Missstände, die angesprochen und beseitigt werden müssen. Da Arbeitnehmerinnen und Arbeiter besonders oft von den Folgen dieser Missstände oder von den Regelungen selbst betroffen sind, bietet sich der Tag der Arbeit geradezu an, um dies einmal besonders aus dieser Perspektive zu beleuchten.

Und die Themen sind zum Beispiel auch in diesem Jahr vielfältig. So sind viele Menschen in Deutschland immer noch von „Guter Arbeit“, wie wir sie verstehen, weit entfernt, sondern müssen vielmehr in prekärer Beschäftigung und zu schlechten Bedingungen arbeiten. Der Missbrauch der Leiharbeit in Deutschland muss hierbei ebenso genannt werden, wie ausufernde Befristungen von Arbeitsverhältnissen und eine schlechte Lohnstruktur. Die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn kann hierbei nur der Anfang sein. Diesen und eine Reihe weiterer Forderungen aus dem sozialpolitischen Bereich müssen auch an diesem 1. Mai Ausdruck verliehen werden.

 

Aber auch soziale Missstände, die nicht oder nur mittelbar mit der Frage, in welcher Arbeitswelt und mit welchen Arbeitsbedingungen wir leben, zusammenhängen, müssen am Tag der Arbeit angesprochen werden. Dies gilt zum Beispiel für die Gestaltung der sozialen Sicherungssysteme und hochaktuelle Fragen, ob zum Beispiel das Arbeitslosengeld II bedarfsdeckend ist und ob das sogenannte „Betreuungsgeld“ wirklich eine Alternative zu ausreichend vorhandenen und ausgestatteten Kita – Plätzen ist.

 

Dass diese Fragen nicht lediglich die Menschen angehen, die unmittelbar davon betroffen sind, ist unbestreitbar, weshalb sich jede und jeder, gleich welches Berufes, Alters oder Geschlecht, von den Aufrufen der Gewerkschaft angesprochen fühlen sollte, um den gemeinsamen Anliegen für eine solidarische Gesellschaft Ausdruck zu verleihen.

 

Daher sollte es morgen für uns alle heißen:

 

Heraus zum 1. Mai!

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Ein Kommentar

  1. zack sagt:

    „Die ökonomische Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft führt mit Naturnotwendigkeit zum Untergang des Kleinbetriebes, dessen Grundlage das Privateigentum des Arbeiters an seinen Produktionsmitteln bildet. Sie trennt den Arbeiter von seinen Produktionsmitteln und verwandelt ihn in einen besitzlosen Proletarier, indes die Produktionsmittel das Monopol einer verhältnismäßig kleinen Zahl von Kapitalisten und Großgrundbesitzern werden. Hand in Hand mit dieser Monopolisierung der Produktionsmittel geht die Verdrängung der zersplitterten Kleinbetriebe durch kolossale Großbetriebe, geht die Entwicklung des Werkzeugs zur Maschine, geht ein riesenhaftes Wachstum der Produktivität der menschlichen Arbeit. Aber alle Vorteile dieser Umwandlung werden von den Kapitalisten und Großgrundbesitzern monopolisiert. Für das Proletariat und die versinkenden Mittelschichten – Kleinbürger, Bauern – bedeutet sie wachsende Zunahme der Unsicherheit ihrer Existenz, des Elends, des Drucks, der Knechtung, der Erniedrigung, der Ausbeutung.
    Immer größer wird die Zahl der Proletarier, immer massenhafter die Armee der überschüssigen Arbeiter, immer schroffer der Gegensatz zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, immer erbitterter der Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat, der die moderne Gesellschaft in zwei feindliche Heerlager trennt und das gemeinsame Merkmal aller Industrieländer ist.“

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