Fracking lehne ich ab und das nicht nur wegen des Risikos für die Umwelt!

Noch vor der Sommerpause plant die große Koalition eine gesetzliche Regelung für Gas-Fracking, so geht es aus dem Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine Lötzsch hervor. In vielen Regionen wurde das Thema „Fracking“ schon seit einigen Jahren heiß diskutiert und trotzdem gibt es bisher keine klare gesetzliche Regelung und das nicht ohne Grund. Fracking ist höchst umstritten. Durch  Fracking kann es zu ungewollten Erdbewegungen kommen, sowie zu einer Verunreinigung des Grundwassers mit Erdgas oder Chemikalien.

Das es zu solchen Nebenwirkungen kommen kann wundert eigentlich niemanden, werden doch beim „Fracking“ durch das Einpressen eines sogenannten Fracfluid, einem speziellen Gemisch von Wasser, Sand und Chemikalien in der unterirdischen erdgashaltigen Schieferformation Risse erzeugt, so die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in den unterirdischen Gesteinsschichten erreicht und die Förderung von Erdgas ermöglicht.

fracking

Die in Deutschland vorhandenen Vorkommen in Schiefertonformationen, Kohleflözen und dichten Sandsteinformationen sollen dazu ausreichen den deutschen Gasbedarf über zehn Jahre zu decken. Die Eskalation in der Ukraine-Krise mit Russland nun als Argument  dafür zu verwenden, dass Fracking wie in den USA eine Trumpfkarte sein könnte, um unabhängiger von Erdgaslieferungen zu werden, ist schlichtweg der falsche Ansatz. Die Ukraine Krise und die Verschlechterung des Verhältnisses mit Russland darf nicht als Argument für Fracking genutzt werden.

Der Einsatz einer neuen Technologie, die gerade einmal zehn Jahre eine Energieunabhängigkeit garantiert, scheint keinen langfristigen Fortschritt darzustellen, sondern eher ein kurzfristig, zeitlich begrenztes Projekt zu sein, welches wieder der Vermehrung des Reichtums weniger dient. Ein ausgewogenes Verhältnis von sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Aspekten, ein nachhaltiges Konzept ist bei der Technologie des Frackings und deren Einsatz nicht zu erkennen. Wie mit einer solchen Technologie eine wirkliche Energieunabhängigkeit erreicht werden soll, ist nicht nachvollziehbar.

Grundsätzlich gibt es Alternativen zum Fracking.  Bei der Energiewende darf es nicht darum gehen, das fossile Zeitalter durch Scheinlösungen wie das „Fracking“-Verfahren fortzusetzen. Stattdessen muss ein Prinzip der CO2-Vermeidung sowie der Steigerung von Energieeffizienz im Vordergrund stehen, wobei dies nicht auf einem erzwungenen Verzicht, sondern auf dem Rücken eines technischen Fortschritts geschehen muss. Es ist zu befürchten, dass eine Förderung des „Fracking“-Verfahrens ein Hemmnis sein wird, die festgesteckten Ausbauziele für erneuerbare Energien zu erreichen. Für mich als Juso sind daher Investitionen in den Markt erneuerbarer Energien wichtiger, um den Ausstieg aus dem atomaren und fossilen Zeitalter einzuleiten. Den Einsatz von Fracking lehne ich ab und das nicht nur wegen des Risikos für die Umwelt.

Wir als Jusos setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit der durch Verunreinigungen eh schon immer knapper werdenden Ressource Trinkwasser ein, wir wollen eine wirkliche Energiewende, die nicht auf  kurzfristige Scheinlösungen setzt.  Die Techonlogie des Fackings steht diesem entgegen.

Wir als Jusos lehnen Fracking ab!

 

 

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Ein Kommentar

  1. Friedrich Mirle sagt:

    zwei kurze Anmerkungen:

    Die 10 Jahre-Zahl ist eine Potentialabschätzung „by rate of current consumption“, fracking wird nie 10 Jahre lang unser Erdgas bereitstellen können, sondern könnte insgesamt ein entsprechendes Volumen an NG fördern, mutmaßlich über Jahrzehnte gestreckt. Es handelt sich also nicht um eine (wenn auch kurzfristige) Alternative Bezugsquelle für unseren Erdgasbedarf, sondern nur um einen relativ geringen Prozentsatz unseres jährlichen Bedarfs, der den Abfall der koventionellen heimischen Gasförderung kompensieren kann bzw. einige Importe erspart.

    Und bitte lest doch eure Texte mal Korrektur, bevor ihr die reinstellt. Da sind echt peiniche Rechtschreibfehler drin, z.B. „Kriese“… Von fehlenden Buchstaben, ganzen Verbformen und abenteuerlichem Satzbau gar nicht angefangen!

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