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	<title>Juso Blog &#187; Sandra Sabrina Groß</title>
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	<description>Gemeinsam verändern</description>
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		<title>Der Aufschwung geht an den jungen Menschen vorbei.</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2011/01/der-aufschwung-geht-an-den-jungen-menschen-vorbei/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Sabrina Groß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Prekarisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade junge Menschen sind von prekären Arbeitsverhältnissen wie Praktika, Leiharbeit und  befristete Jobs besonders betroffen. Das belegt eine Studie von TNS Infratest. Die IG Metall hatte das Institut beauftragt zu erforschen, welche Entwicklungen die berufliche Situation der jungen Generation bestimmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/03.01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4080" src="http://blog.jusos.de/uploads/03.01-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a></p>
<p>Im Fokus der TNS Infratest-Studie steht die Generation der 14- bis 34-Jährigen sowie deren Stimmung und Zukunftserwartung. Das Institut untersuchte, welche Einstellungen, Ängste und Erwartungen aktuell junge Menschen insbesondere zur beruflichen Situation und Perspektive prägen und &#8211; wie sich diese gegenüber der Vorläuferstudie aus 2009 verändert haben.</p>
<p><strong>Junge werden abgehängt</strong></p>
<p>Die Prekarisierung der jungen Generation steige auf hohem Niveau auch nach der Krise weiter an und werde zu einer entscheidenden strukturellen Erfahrung, kritisierte Detlef Wetzel. Dies zeige sich insbesondere am hohen Anteil befristeter Stellen. Mehr als ein Viertel der befragten jungen Erwerbstätigen gab an, im bisherigen Berufsleben nur befristet beschäftigt gewesen zu sein. Ein Fünftel der Beschäftigten unter 35 arbeitet in Teilzeit, obwohl bei der Mehrheit der Wunsch nach einer Vollzeitstelle bestehe. Auch der häufig in Aussicht gestellte &#8220;Klebeeffekt&#8221;, wonach Leiharbeit zur Übernahme führe, bleibt eine Ausnahme und hat sich gegenüber dem Vorjahr noch verschlechtert.</p>
<p><strong>Die prägnantesten Ergebnisse und Kernbotschaften</strong></p>
<ul>
<li>Prekäre Arbeit nimmt bei den jungen Beschäftigten überproportional zu.</li>
<li>Mehr als ein Viertel der unter 35-Jährigen war bisher ausschließlich befristet beschäftigt.</li>
<li>Junge Menschen haben kaum Chancen, aus der Leiharbeit herauszukommen.</li>
<li>Je besser der Schulabschluss desto größer die Zufriedenheit.</li>
</ul>
<p>Prekäre Arbeit nimmt bei den jungen Beschäftigten überproportional zu<br />
Praktika, Leiharbeit, befristete Beschäftigung &#8211; die Studie belegt: Prekäre Arbeitsverhältnisse betreffen junge Menschen überproportional. Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen bis 24 Jahre sind befristet oder in Leiharbeit beschäftigt oder gehen einer ABM/SAM-Maßnahme nach.</p>
<p>Gegenüber 2009 arbeiten zwei Prozent mehr in prekären Jobs, die unter 35 Jahre alt sind. Ihr Anteil erreichte die 30 Prozent-Marke. Besonders gravierend trifft es die 20- bis 24-Jährigen: Mit neun Prozent stieg ihr Anteil an den prekär Beschäftigten auf 45 Prozent und toppte sogar das Krisenjahr 2009. Bei den über 35-Jährigen blieb der Anteil unverändert bei 16 Prozent. Die sich abzeichnende Folge: Die bestehenden Sozialversicherungssysteme sind durch die zunehmenden prekären Beschäftigungsverhältnisse gefährdet.</p>
<p><strong>Mehr als ein Viertel der unter 35-Jährigen ist befristet beschäftigt </strong></p>
<p>Gerade Berufseinsteiger machen die bittere Erfahrung: Der ehemals klassische Weg &#8220;Schule &#8211; Ausbildung/Studium &#8211; unbefristete Beschäftigung&#8221; stellt zunehmend die Ausnahme dar. 36 Prozent der 20- bis 24-Jährigen haben bisher ausschließlich befristet gearbeitet. Trotz Aufschwung sind aktuell 28 Prozent der jungen Erwerbstätigen, die unter 35 sind, seit ihrem Berufseinstieg befristet beschäftigt. Ihr Anteil ist seit 2009 noch mal um sechs Prozent gestiegen.</p>
<p>Damit bestätigt die Studie, dass prekäre Arbeit kein vorübergehendes Phänomen zu Beginn des Berufslebens ist, sondern langfristige Realität für viele. Die sich abzeichnende Folge: Befristung hat &#8211; wie andere Formen prekärer Beschäftigung &#8211; weitreichende Konsequenzen auf das Privatleben. Jungen Menschen fehlt die Sicherheit, ihr Leben und ihre Zukunft zu planen &#8211; von Familiengründung über Immobilienerwerb bis hin zur Altersvorsorge.</p>
<p><strong>Kaum Chancen, aus der Leiharbeit herauszukommen</strong></p>
<p>Die Behauptung, Leiharbeit habe eine strukturelle Brückenfunktion in ein festes Arbeitsverhältnis beim Entleihbetrieb, haben die Infratest-Forscher eindeutig widerlegt. Eine solche Übernahme (&#8220;Klebeeffekt&#8221;) bleibt die Ausnahme und ist trotz Aufschwung erneut gesunken. Der sogenannte &#8220;Klebeeffekt&#8221; bei jungen Leiharbeiternehmern, die unter 35 sind, liegt aktuell bei rund sieben Prozent. 2009 waren es noch neun Prozent. Noch seltener wären Übernahmen, wenn sie nicht von Gewerkschaften durch betriebliche Vereinbarungen ermöglicht würden.</p>
<p><strong>Je besser der Schulabschluss desto größer die Zufriedenheit </strong></p>
<p>Ob ein guter Hauptschulabschluss besser ist als ein schlechter Realschulabschluss &#8211; darüber gehen die Meinungen auseinander. Fakt ist jedoch laut Studie: Realschulabsolventen und Abiturienten sind wesentlich zufriedener als Schulabgänger mit Hauptschulabschluss.</p>
<p>Aktuell sind 74 Prozent der Schulabgänger mit mittlerer Reife und sogar 82 Prozent mit Abitur oder Hochschulabschluss mit ihrer beruflichen Entwicklung zufrieden. Bei den Hauptschulabgängern sind es nur 47 Prozent und damit sogar sechs Prozent weniger als im Vorjahr.</p>
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		</item>
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		<title>Den Unternehmen gehen die Azubis aus.</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/10/den-unternehmen-gehen-die-azubis-aus/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 08:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Sabrina Groß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildungspakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Allein im Handwerk seien 10 000 Lehrstellen noch unbesetzt, klagen die Betriebe. Stimmt nicht, kontern die Gewerkschaften.Da hilft es auch nichts wenn die Kanzlerin in den Medien rumposaunt, es sei alles „auf einem guten Weg“.-Die Zeit drängt - die Unterzeichnung des neuen Pakts ist für Ende Oktober vorgesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/juso_image_final_511.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3738" title="juso_image_final_51" src="http://blog.jusos.de/uploads/juso_image_final_511-300x204.png" alt="" width="300" height="204" /></a>Allein im Handwerk seien 10 000 Lehrstellen noch unbesetzt, klagen die Betriebe. Stimmt nicht, kontern die Gewerkschaften. 1,5 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren seien derzeit noch ohne abgeschlossene Ausbildung. Und mitnichten gebe es zu wenige Bewerber &#8211; allein im vergangenen Jahr habe es eine Lücke von 60000 Ausbildungsplätzen gegeben.</p>
<p>Um die Lage der Azubis zu verbessern, haben Wirtschaft und Regierung 2004 den Ausbildungspakt erfunden. Er soll dafür sorgen, dass jeder Jugendliche eine Perspektive bekommt, auch wenn seine Suche nach einer Lehrstelle ohne Erfolg bleibt. Union und FDP wollen für die Neuauflage des Pakts nun die Gewerkschaften ins Boot holen – so steht es im Koalitionsvertrag.</p>
<p>Seit Monaten streiten die Arbeitgeber und der DGB denn auch darüber, was in der Neuauflage des Pakts stehen soll. Wirtschaft und Regierung geht es darum, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und Jugendliche besser auf eine Lehre vorzubereiten. Die  Gewerkschaften streben darüber hinaus an, dass sich die Arbeitgeber auf konkrete Zielgrößen für den Lehrstellenmarkt einlassen. Bislang wird nicht einmal die Hälfte der Bewerber, die sich bei den Arbeitsagenturen gemeldet haben, vermittelt &#8211; künftig sollen es nach DGB-Vorstellungen knapp zwei Drittel sein. Die Arbeitgeber halten davon nichts. &#8220;Die Forderung nach einer solchen Garantie ist angesichts der drastisch sinkenden Schulabgängerzahlen und des drohenden Fachkräftemangels schwer nachvollziehbar“. Eine solche Zusage könne man in den Betrieben nicht durchsetzen.</p>
<p>Nun ist es allerdings sehr komisch in Verhandlungen zu gehen und schon einige Punkte als „nicht verhandelbar“ zu erklären. Bisher sah man sich nicht in der Lage mit den Gewerkschaften zu sprechen und auch jetzt ist eine vorhergehende Einigung aller anderen Verhandlungsparteien Voraussetzung für die Einladung des DGB. Da hilft es auch nichts wenn die Kanzlerin in den Medien rumposaunt, es sei alles „auf einem guten Weg“.</p>
<p>Tatsächlich ist die Lage so verfahren, dass Wirtschaftsminister Rainer Brüderle beide Seiten nun zu einem Friedensgipfel bittet. Er ruft dazu auf, dort die &#8220;zum Teil sehr grundlegenden unterschiedlichen Positionierungen &#8221; zu &#8220;überwinden. Gemeinsam wolle man &#8220;die Möglichkeiten konstruktiver Zusammenarbeit ausloten&#8221;.</p>
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		</item>
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		<title>Ausbeutungsplatz ausgeschrieben&#8230;.</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/09/ausbeutungspla/</link>
		<comments>http://blog.jusos.de/2010/09/ausbeutungspla/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 19:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Sabrina Groß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendarbeitsschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Saubermachen ist an sich nichts Schlimmes und es gehört dazu seinen Arbeitsplatz sauber zu halten. In welchem Maße ist die Entscheidung des Arbeitgebers. Die Kinder des Chefs vom Kindergarten nach Haus zu bringen ist schon eine ganz andere Sache… Harte Arbeit, permanent viele Überstunden, ein oftmals rauer Umgangston und der Eindruck, als billige Arbeitskraft ausgenutzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/haende-weg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3603 alignleft" src="http://blog.jusos.de/uploads/haende-weg-300x269.jpg" alt="" width="300" height="269" /></a>Saubermachen ist an sich nichts Schlimmes und es gehört dazu seinen Arbeitsplatz sauber zu halten. In welchem Maße ist die Entscheidung des Arbeitgebers. Die Kinder des Chefs vom Kindergarten nach Haus zu bringen ist schon eine ganz andere Sache…</p>
<p>Harte Arbeit, permanent viele Überstunden, ein oftmals rauer Umgangston und der Eindruck, als billige Arbeitskraft ausgenutzt zu werden, diese Umstände sorgen bei Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe für großen Unmut. Im Gesamtranking der 25 meistgewählten Ausbildungsberufe im DGB-Ausbildungsreport belegen die Ausbildungen zum Hotelfachmann/-frau und zum Restaurantfachmann/-frau die letzten beiden Plätze. Auf Platz eins des Rankings liegt die Ausbildung zum/zur IndustriemechanikerIn.</p>
<p>Ein angehender Maurer, der sich im dritten Lehrjahr befindet, schildert im Rahmen des diesjährigen Ausbildungsberichts zum Beispiel: &#8220;Entweder schrubben wir Lehrlinge den Hof, machen Gartenarbeiten oder schippen Schnee.&#8221; Erst einmal habe er während seiner Ausbildung auch gemauert. Laut Umfrage aber kein Einzelfall, jeder zehnte Azubi klagt  darüber, dass häufig oder gar täglich solche fachfremden Arbeiten erledigt werden müssen. Besonders oft betroffen sind davon Friseure und Kfz-Mechaniker, bei denen fast jeder Dritte beziehungsweise jeder Vierte Arbeiten verrichten muss, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Auch in anderen Branchen werden Azubis gern als günstige Arbeitskräfte genutzt. Insgesamt gaben 40,2 Prozent aller befragten Auszubildenden an, regelmäßig Überstunden zu leisten. 2009 waren es 42 Prozent gewesen. Köche in Ausbildung müssen  durchschnittlich zehn Überstunden pro Woche ableisten, Hotel- und Restaurantfachleute mehr als acht Stunden. Dies scheint aber noch nicht genug für die Regierung zu sein. Zusätzlich zu der unbefriedigenden Situation in diesen Ausbildungsberufen plant die Bundesregierung „Ausbildungshemmnisse im Gastgewerbe“ durch ein „flexibleres Jugendarbeitsschutzgesetz“ abzubauen. Im Klartext: Das Jugendarbeitsschutzgesetz soll gelockert werden, um beispielsweise die Arbeitszeiten von minderjährigen Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe bis in die Nachtstunden zu erweitern.</p>
<p>Ein Skandal!!! <a href="www.haende-weg.de">www.haende-weg.de</a></p>
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		<title>Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Team?</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/07/arbeitgeber-und-arbeitnehmer-ein-team/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Sabrina Groß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifeinheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem seltenen gemeinsamen Vorstoß wollen Arbeitgeber und der DGB die Tarifeinheit gesetzlich sichern, die zuletzt vom Bundesarbeitsgericht infrage gestellt worden ist. Wenn sich in einem Betrieb mehrere Tarifverträge überschneiden, soll nach ihren Vorstellungen nur der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft gelten, die die meisten Mitglieder in dem Betrieb hat. Für die Laufzeit dieses Tarifvertrages würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_114" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/juso_image_final_50.png"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/juso_image_final_50-300x199.png" alt="" title="juso_image_final_50" width="300" height="199" class="size-medium wp-image-114" /></a><p class="wp-caption-text">Gelbe Sonne roter Hintergrund</p></div>Mit einem seltenen gemeinsamen Vorstoß wollen Arbeitgeber und der DGB die Tarifeinheit gesetzlich sichern, die zuletzt vom Bundesarbeitsgericht infrage gestellt worden ist. Wenn sich in einem Betrieb mehrere Tarifverträge überschneiden, soll nach ihren Vorstellungen nur der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft gelten, die die meisten Mitglieder in dem Betrieb hat. Für die Laufzeit dieses Tarifvertrages würde dann in dem Betrieb auch für andere Gewerkschaften die Friedenspflicht gelten. Zu einem Arbeitskampf könnten Spartengewerkschaften, die eigene Tarifverträge für spezielle Berufsgruppen in dem Betrieb anstreben, dann erst nach Ende der Laufzeit aufrufen. Die Arbeitgeber wünschen sich Klarheit und Berechenbarkeit an der Tariffront. Das ist verständlich. Aber auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es wichtig, dass es klare, unmissverständliche vertragliche Vereinbarungen gibt. Für uns ist es wichtig, dass bestehende Tarifverträge der mitgliederstärksten Gewerkschaften im Betrieb gelten und nicht durch den Abschluss so genannter „speziellerer“ Tarifverträge von Spartengewerkschaften beiseitegeschoben werden.</p>
<p>DGB-Chef Michael Sommer und Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt präsentierten den Vorschlag nach mehr als zweijährigen Verhandlungen. Die Tarifeinheit sei &#8220;unverzichtbar, weil wir uns nicht mehrfach und dauernd Tarifkonflikte in den Betrieben leisten können&#8221;, sagte Hundt. Die Friedenspflicht werde untergraben, wenn für jede Berufsgruppe jederzeit neue Tarifkonflikte entstehen könnten.</p>
<p>Zur Tarifautonomie gehört die Tarifeinheit. Das Prinzip „Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“ hat sich bewährt und ist im Interesse beider Tarifvertragsparteien. Den Arbeitnehmern nutzt die Tarifeinheit, weil sie den Zusammenhalt innerhalb der Gesamtbelegschaften stärkt. Sie verhindert, dass einzelne Belegschaftsteile gegeneinander ausgespielt werden. Die Schwachen brauchen die Solidarität der Starken – das gilt nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Betrieb. Auch dafür steht die Tarifeinheit.</p>
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