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	<title>Juso Blog &#187; Sonja</title>
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	<description>Gemeinsam verändern</description>
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		<title>Fußball-WM in Deutschland – und niemand geht hin&#8230;.</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 20:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Fußball-WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Das klingt nicht ganz nach Sommermärchen, sondern eher nach Sommeralptraum. Aber den Herrn könnte so etwas ja nicht passieren. Allerdings den Damen&#8230; . Schon werden Einladungskarten zu Gratisbesuchen verschickt – Bustransfer inklusive. So groß ist die Angst vor leeren Stadien. Vielleicht auch nicht zu Unrecht. So groß die Arroganz gegenüber dem Frauenprofifußball, so groß die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt nicht ganz nach Sommermärchen, sondern eher nach Sommeralptraum. Aber den Herrn könnte so etwas ja nicht passieren. Allerdings den Damen&#8230; .</p>
<p>Schon werden Einladungskarten zu Gratisbesuchen verschickt – Bustransfer inklusive. So groß ist die Angst vor leeren Stadien. Vielleicht auch nicht zu Unrecht. So groß die Arroganz gegenüber dem Frauenprofifußball, so groß die Vorurteile, zu gering noch immer Öffentlichkeit und Anerkennung.</p>
<p>Nun gut Japan gegen Mexiko in der Vorrunde ist jetzt auch bei der Männer-Fußball-WM sicherlich nicht das begehrteste Spiel, aber die wenigsten würden im „männlichen Fall“ die Nase rümpfen oder sich anmaßen zu behaupten „Lass mal hingehen und mitspielen. Die schlagen wir bestimmt.“ Immerhin wird WM-Niveau gespielt!</p>
<p>Klar Frauen-WM-Niveau, aber wer würde behaupten, dass das kein Profi-Fußball ist?</p>
<p>Solche oder ähnliche Aussprüche hört man jedoch ständig, wenn von Frauenfußball die Rede ist.</p>
<p>Warum nur ist das so? Klar, in unserer Gesellschaft ist Fußball immer noch eine klassische Männersportart. Dazu wurde auch aber einiges getan. Zum Beispiel das Frauenfußball-Verbot des DFB für 15 Jahre (1955-1970). Begründung: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ (<a href="http://www.bpb.de/themen/6YYRO3,0,0,Die_graue_Spielzeit.html">http://www.bpb.de/themen/6YYRO3,0,0,Die_graue_Spielzeit.html</a>). Was für ein Unsinn.</p>
<p>Lange führte auch nach der Aufhebung der Frauenfußball ein Schattendasein. Naja, eigentlich ist die Vergangenheitsform nicht richtig. Er führt es immer noch. Aber seit Birgit Prinz und Co. den WM-Titel holten, es Marta von der brasilianischen Mannschaft auch mal in deutsche Blätter schaffte, besteht immerhin eine größere Öffentlichkeit für Frauenfußball. Die Vorurteile sind damit aber noch nicht beseitigt.</p>
<p>Vielleicht ist die Fußball-WM einer der richtigen Zeitpunkte, um Diskriminierung von Frauen offen zu legen. Arroganz aufzudecken, für Gleichberechtigung zu werben. Und auch: Um Sport zu genießen. Also: Füllt die Stadien&#8230; .</p>
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		<title>Wieder nichts getan&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 12:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Entgeltgleichheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Leider hat es nichts genützt. Der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen wurde mit 230 zu 171 Stimmen abgelehnt. Doof finden die Entgeltdiskriminierung alle Parteien, zumindest da ist man sich mal einig. Gehört ja auch mittlerweile zur Political Correctness, so etwas doof zu finden. Und so empörte sich die politische Klasse mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/gleichstellung121.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-322" title="gleichstellung121" src="http://blog.jusos.de/uploads/gleichstellung121.jpg" alt="" width="283" height="210" /></a>Leider hat es nichts genützt. Der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen wurde mit 230 zu 171 Stimmen abgelehnt.</p>
<p>Doof finden die Entgeltdiskriminierung alle Parteien, zumindest da ist man sich mal einig. Gehört ja auch mittlerweile zur Political Correctness, so etwas doof zu finden. Und so empörte sich die politische Klasse mehr oder weniger über diese Ungerechtigkeit in dieser Welt. Kristina Schröder empörte sich nicht – oder vielleicht doch, aber nicht im Bundestag. Wäre ja auch zuviel verlangt für eine Ministerien, die für Gleichstellungsfragen zuständig ist. Aber vielleicht darf man das nicht überbewerten, handelte es sich doch um einen Oppositionsantrag, den man ja sowieso seitens der Regierungsfraktionen (ja die Fraktionen der Regierung, die die ganze Zeit schon nichts oder nur Unnützes zustande bringt) ablehnt.</p>
<p>Hitzig war die Debatte und die alten Gräben existieren wenigstens hier noch.</p>
<p>Die VerteidigerInnen der Freiwilligkeit hier, die der gesetzlichen Regelungen dort. Man muss sich schon fragen, wie viele Jahre der Freiwilligkeit und weiteren Diskriminierung noch ins Land gehen sollen, bis endlich was passiert. Noch eins, und noch ein, und noch eins, wenn es nach CDU/CSU und FDP ginge. Ein Hohn, wenn gerade die FDP von Selbstverpflichtung spricht, die Partei, deren Fraktion im baden-württembergischen Landtag keine einzige weibliche Abgeordnete vorzuweisen hat. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so manifeste Auswirkungen hätte.</p>
<p>Und so verdienen weiterhin Frauen 23% weniger als Männer, stellen den größten Anteil in prekären Beschäftigungsverhältnissen, tragen noch immer die meiste Familienarbeit und die momentane Mehrheit der bestimmenden politischen Klasse schau zu. Willkommen im Jahr 2011.</p>
<p>….und wer sich noch den Antrag der SPD-Fraktion ansehen will, findet ihn hier:<br />
<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/102.html">http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/102.html</a></p>
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		<title>Wir wollen mehr als nur eine Rose</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 10:42:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fight for Feminism]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<description><![CDATA[Frauen haben genug von den Sonntagsreden der Männer. Sie wollen Taten und Gesetze, die mehr Gleichberechtigung schaffen. Kaum eine Frau weiß wirklich, warum sie am Internationalen Frauentag eine Rose bekommt. Gerade den jüngeren, und dazu würden wir uns zählen, ist das Motto des 75. Internationalen Frauentages „Wir wollen Brot und Rosen“ gar nicht mehr präsent. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/rose1.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/rose1.jpg" alt="" title="rose" width="283" height="210" class="alignleft size-full wp-image-4377" /></a>Frauen haben genug von den Sonntagsreden der Männer. Sie wollen Taten und Gesetze, die mehr Gleichberechtigung schaffen.</p>
<p>Kaum eine Frau weiß wirklich, warum sie am Internationalen Frauentag eine Rose bekommt. Gerade den jüngeren, und dazu würden wir uns zählen, ist das Motto des 75. Internationalen Frauentages „Wir wollen Brot und Rosen“ gar nicht mehr präsent. Eher fragen wir uns: Ist die Rose nun als Entschuldigung gemeint? Als Entschuldigung für die ungerechte Rollenverteilung? Die geringeren Karrierechancen von Frauen? Den geringeren Verdienst?</p>
<p>Oder vielleicht als Dankeschön? Danke dafür, dass wir den Hauptteil der Hausarbeit erledigen? Dass wir die Kinder nicht nur austragen, sondern auch noch erziehen und dafür zu Hause bleiben? Dass wir den Männern nicht die Führungspositionen streitig machen? Dass sogar ein Teil von uns noch nicht mal möchte, dass sich an der komfortablen Situation der Männer – mehr Verdienst, mehr Macht, mehr Prestige – etwas ändert? <a href="http://www.vorwaerts.de/blogs/wir-wollen-mehr-als-nur-eine-rose">Weiter</a></p>
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		<title>Wars das?</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 22:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war fast geneigt zu glauben, das wars jetzt. Ungläubig zwar und auch empört, aber irgendwie auch desillusioniert. Die Kanzlerin hat sich eindeutig positioniert. Das tut sie ja nur, wenn sie sich ihrer Sache ganz sicher ist. Vielleicht war sich sich dieses Mal zu sicher. Denn das Gefasel von „ich habe ja keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/zuguttenberg_presseportrait.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4346" title="zuguttenberg_presseportrait" src="http://blog.jusos.de/uploads/zuguttenberg_presseportrait.jpg" alt="" width="283" height="209" /></a>Ich war fast geneigt zu glauben, das wars jetzt. Ungläubig zwar und auch empört, aber irgendwie auch desillusioniert.</p>
<p>Die Kanzlerin hat sich eindeutig positioniert. Das tut sie ja nur, wenn sie sich ihrer Sache ganz sicher ist. Vielleicht war sich sich dieses Mal zu sicher. Denn das Gefasel von „ich habe ja keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt“, das geht jetzt ziemlich nach hinten los und das zu Recht.</p>
<p>Über 15.000 Studierende, DoktorantInnen und andere dem Wissenschaftsbetrieb verbundene haben bisher einen Protestbrief an Merkel unterschrieben. Es bleibt zu wünschen, dass noch einige tausend mehr hinzukommen. Und er Aufschrei insgesamt lauter wird.</p>
<p>Denn das, was gerade passiert, ist keine Lapalie.</p>
<p>Ich halte auch nichts von dem ständigen Rücktrittsgekreische, das manchmal allzu vorschnell ertönt und damit jede Rücktrittsforderung unglaubwürdig macht, aber „man muss ja mal sagen dürfen&#8230;“ dass, wenn jemand, sei er auch noch so belastet gewesen, adlig oder sonst irgendwas, der in so großem Stil unwissenschaftlich arbeitet, einfach Konsequenzen ziehen muss.</p>
<p>Die erste wäre mal, endlich mit diesem Herunterspielen aufzuhören und diesem „ich habe es doch nicht absichtlich gemacht“. Ich kann diesen Satz ehrlich nicht mehr hören. Kinder kommen auch gerne mit solchen Entschuldigungen. Diese lässt man oft zu, wenn man denkt, dass sie die Konsequenzen dessen, was sie taten, noch nicht abschätzen können. Ich will nicht weiterdenken, wenn Guttenberg, der gute KT, wie Seehofer plump vertraulich formuliert, das nicht könnte&#8230;</p>
<p>Die zweite wäre, zur Kenntnis zu nehmen, dass es eben nur einen Verteidigungsminister Doktor a.D. KT zu Guttenberg gibt, keine schizophrene Persönlichkeit (auch das will ich nicht zu Ende denken). Alles in einer Person. Punkt.</p>
<p>Annette Schavan hatte Recht heute zu sagen – ja man kann auch ihr mal zustimmen -. dass jeder eine zweite Chance verdient hat. Nämlich, und da hören die Gemeinsamkeiten mit Schavan auf, Guttenberg in dem Falle die, sich endlich zu erklären, was er wo abgeschrieben und überhaupt geschrieben hat und endlich von seinem „Ich bin der Star“-Ross und auch ggf. Ministerposten  runterzukommen.</p>
<p>Von daher: Ich hoffe, das wars noch nicht&#8230;</p>
<p>(Quelle Bild: http://www.zuguttenberg.de/medien.php)</p>
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		<title>Pisa. Bravo und Paläste</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/12/pisa-bravo-und-palaste/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 10:11:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Super, die neue Pisa-Studie wird morgen vorgestellt. Ein Sturm im Wasserglas ist vorprogrammiert. Wie vor neun Jahren, als die erste Pisa-Studie wie eine Bombe einschlug. Viele Hauruck-Reformen oder solche, die es sein sollten, folgten darauf. Klar auch viele gute Diskussionen um individuelle Förderung, wie man der Bildungsbenachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien und Kindern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/27062009183.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/27062009183-300x225.jpg" alt="" title="Gymnasium" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-1103" /></a>Super, die neue Pisa-Studie wird morgen vorgestellt. Ein Sturm im Wasserglas ist vorprogrammiert. Wie vor neun Jahren, als die erste Pisa-Studie wie eine Bombe einschlug. Viele Hauruck-Reformen oder solche, die es sein sollten, folgten darauf. Klar auch viele gute Diskussionen um individuelle Förderung, wie man der Bildungsbenachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien und Kindern mit Migrationshintergrund entgegenwirken kann. Leider etwas sich zwar einiges getan, aber manches auch in die falsche Richtung.<br />
Man hat sich die Rosinen rausgepickt und zwar nur solche, die nicht viel kosten – im Gegenteil. Länger gemeinsam lernen ist sinnvoll und wird über kurz oder lang sowieso geschehen, wenn man Schulstrukturen vor Ort halten. Das hat man sich von den gut abschneidenden Skandinaviern abgeschaut. Allerdings hat man übersehen, dass die Betreuungsrelation SchülerInnen/ LehrerInnen dort viel besser ist. In Deutschland ist Unterstützung für Lehrkräfte durch weiteres Personal, geringere Klassenmesszahlen etc. nur ein Wunsch im Wunschkonzert vieler.<br />
Standardisierung, Vergleichbarkeit, schneller zum Ziel kommen. Richtig, was ist da besser als G8 (ruckzuck umgesetzt) und zentrale Prüfungen. Und was hat es gebracht: mehr Leistungsdruck, Burn-out nicht mehr als Einzelfallphänomen (nein, nicht bei LehrerInnen, sondern bei SchülerInnen), Training for the test, bessere Verwertbarkeit von Bildung, weniger Freizeit usw&#8230;. Toll, was sich da noch Jugend nennen darf.<br />
Und bei Pisa: Naja, die Leseleistung scheint nicht viel besser zu sein, aber dafür Mathe und Naturwissenschaften. Man kann sich jetzt einreden, es hat sich einiges getan in Deutschland. Klar hat es auch (siehe oben) und ja, die Didaktik hat sich weiterentwickelt und manches ist besser geworden. Aber kann es nicht auch am intensiven Training for Pisa liegen? Leseverstehen kann man nicht so einfach trainieren wie Problemlösekompetenz (mit den Pisa-Aufgaben der Vorjahre&#8230;). Und hat man nicht auch einfach unkritisch den Bildungsmaßstab der Pisa-Tester übernommen? [manche Länder waren auch so gut, weil sie diesem in ihrem Bildungssystem näher kamen als Deutschland...]. Eine Debatte über: Welche Bildung wollen wir wäre hier richtig gewesen und keine Hauruck-Reformen und ein unkritisches Üben für Pisa – damit „wir“ besser dastehen.</p>
<p>Und jetzt, bloß gemeckert und nichts weiter?<br />
Meckern und Misstände benennen ist ja auch schonmal ganz gut. Diese Überzeugung kann auch daran liegen, dass ich noch 13 Jahre in der Schule war und auch in der Schule noch freier diskutieren konnte – ohne Notendruck und Klausur im Nacken&#8230;].<br />
Aber ich will dabei nicht stehen bleiben. Wir müssen endlich diskutieren, welche Schule wir wollen (Spaß am Lernen, demokratische Mitbestimmung, individuelles Denken und individuelle Entwicklung und Persönlichkeitsbildung&#8230;.) und wie wir es schaffen, zu Entschleunigen (Schule und die Reformen) und wie wir es schaffen, dass Schule wie Tanjev Schultz in der Süddeutschen vom 6. Dezember sagt, dass „Schulen so aussehen wie Paläste, in denen jeden Tag ein Fest gefeiert wird“.</p>
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		<title>Komischer Zufall</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/11/komischer-zufall/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 21:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
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		<category><![CDATA[Aufenthaltsrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Tagesschau brachte am Sonntag Abend eine seltsame Meldung „Die Union will es Kindern, die gut in der Schule sind und deren Eltern abgeschoben werden sollen, ermöglichen, in Deutschland ihre Schullaufbahn zu beenden.“ Etwas wunderlich diese Meldung, zumal hier, humanitäre Verpflichtungen, die man offensichtlich asylrechtlich gegenüber den Eltern nicht als gegeben sieht, auf die Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/seretur/3672166389/sizes/m/in/photostream/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3918" title="Ohne Papiere" src="http://blog.jusos.de/uploads/3672166389_9c25cf5a90-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Tagesschau brachte am Sonntag Abend eine seltsame Meldung „Die Union will es Kindern, die gut in der Schule sind und deren Eltern abgeschoben werden sollen, ermöglichen, in Deutschland ihre Schullaufbahn zu beenden.“ Etwas wunderlich diese Meldung, zumal hier, humanitäre Verpflichtungen, die man offensichtlich asylrechtlich gegenüber den Eltern nicht als gegeben sieht, auf die Kinder nur deswegen angewendet werden, weil man ihr Humankapital in Deutschland prima zukünftig ausbeuten kann. Zynisch auch, dass man für diese Ausbeutung bereit ist, den Kindern, zum Preis eines besseren Lebens in Deutschland, die Trennung von den Eltern zuzumuten. Diese werden das wahrscheinlich sogar fördern, wollen sie doch das Beste für ihre Kinder, das sie im Heimatland sicherlich nicht erwartet. Sonst hätten die Eltern sicherlich nicht auf sich genommen, aus dem Heimatland zu fliehen, mit all den Risiken, die mit solch einer Flucht verbunden sind – und den Hoffnungen, auf ein besseres Leben. Aber auf solche Abwägungen kommt es der Union sicherlich nicht an&#8230;</p>
<p>Eine etwas andere zusätzlich noch zynischere und bittere Note bekam die Meldung dann doch, als ich den anschließenden Tatort auch noch anschaute. Ging es doch hier um Kinder einer ermordeten Illegalen, um illegale Zuwanderung allgemein und den Umgang damit in Deutschland. Ging es hier auch um Kinder, die sehr gute Noten in der Schule hatten, Streber-Schmetterlings-Stempel bekamen usw.</p>
<p>Wie effekthascherisch, wenig ehrlich ist dann der Vorstoß der Union bitte?</p>
<p>Unglaublich, so ein guter PR-strategischer Schachzug und das vor dem Parteitag in Karlsruhe. So eine gut platzierte Meldung in der Tagesschau, einfach so, aus heiterem Himmel bzw. doch nicht, wie sich dann gezeigt hat.</p>
<p>Solche eine Symbolpolitik finde ich wirklich zum &#8230;.</p>
<p>Wir sprechen hier über Menschen, die unter sehr prekären Verhältnissen in Deutschland leben, teilweise ausgebeutet werden, in ständiger Angst leben. Wir haben es mit einem Asylrecht zu tun, bei dem nur noch ganz wenige Menschen nach Deutschland kommen können. Wir brauchen eine ernsthafte Debatte über unser Verständnis von Humanität. Keine undurchdachte, effekthascherische Symbolpolitik.</p>
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		</item>
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		<title>Bildungsmurks und Existenzsicherung</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/10/bildungsmurks-und-existenzsicherung/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 10:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderarmut]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch zweieinhalb Monate, dann ist es soweit. Der Auftrag des Verfassungsgerichts, Kindern eine vernünftiges Existenzminimum zukommen zu lassen, das die Bedürfnisse der Kinder auch wirklich berücksichtigt, muss ab 1.1.2011 erfüllt werden. 2011. Eigentlich unglaublich, dass es bisher nicht geschafft wurde, das zu erreichen, zählt man sich doch gerne zu den hochentwickelten Industrieländern. Aber nun gut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2745" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_8002105_XS.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2745" title="Hartz-4-Antrag" src="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_8002105_XS-150x150.jpg" alt="© Harald07 - Fotolia.com" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Harald07 - Fotolia.com</p></div>
<p>Noch zweieinhalb Monate, dann ist es soweit. Der Auftrag des Verfassungsgerichts, Kindern eine vernünftiges Existenzminimum zukommen zu lassen, das die Bedürfnisse der Kinder auch wirklich berücksichtigt, muss ab 1.1.2011 erfüllt werden. 2011. Eigentlich unglaublich, dass es bisher nicht geschafft wurde, das zu erreichen, zählt man sich doch gerne zu den hochentwickelten Industrieländern. Aber nun gut, immerhin 2011.</p>
<p>Doch auch das scheint zum Scheitern verurteilt zu sein. Seit Ursula von der Leyen bedürfnisdeckende Gutscheine für sich entdeckt hat, wird überhaupt nicht mehr in eine andere Richtung weitergedacht. Zum Beispiel, dass man auch Bildungsinfrastruktur weiter ausbauen könnte oder gar den Regelsatz nicht nur minimal, sondern deutlich erhöhen könnte (auf Grundlage seriöser Berechnungen natürlich, aber der Hinweis ist ja überflüssig&#8230;)</p>
<p>Immerhin: von der Leyen hat bei ihren Gutscheinen nun weitergedacht oder denken lassen. Soll heißen, sie geht auf die Kritik der Bundesagentur für Arbeit und verschiedener Verbände ein, die vorgebracht hatten, dass MitarbeiterInnen in den ARGEn keine SozialarbeiterInnen seine. Ach nee&#8230;</p>
<p>Die Überlegungen gehen nun dahin, dass vielleicht kommunale Jugendämter für die Gutscheine verantwortlich sind, weil sie ja viel besser wissen, was für Kinder gut ist. Ein Lichtblick in der Debatte.</p>
<p>Was aber nicht heißen soll, dass die Gutscheine nun eine Top-Idee von von der Leyen sind. Es bleibt dabei, dass sie diskriminieren, den Elternwillen herabsetzen und Hartz-IV-Eltern wirklich gar nichts zutrauen. Dass eigentlich wieder nur Stückwerk betrieben wird und kein Gesamtkonzept zur Existenzsicherung von Kindern entwickelt wird. Dass Umsetzungsschwierigkeiten und praktische Probleme so stark sind, dass Kinder aus ärmeren Familien wohl noch über den 1.1.2011 hinaus darauf warten, dass sie adäquate Leistungen bekommen. Und dass es vielleicht soweit kommt, dass Leistungen nicht abgerufen werden, weil das System viel zu kompliziert ist. Der Finanzminister wird’s danken, die Gesellschaft sollte es nicht.</p>
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		<title>Das Leben ist Hartz oder der Betrug an den Ärmsten in unserer Gesellschaft</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/09/das-leben-ist-hartz-oder-der-betrug-an-den-armsten-in-unserer-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 08:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist stolz auf sich: Da hat sie die Hartz-Regelsätze scheinbar ganz objektiv und fachlich neu berechnet und glücklicherweise kam bei den Erwachsenen nur 5 Euro mehr raus; bei Kindern wäre sogar eine Kürzung drin gewesen. Merkel und von der Leyen betonen laufend: Eine politische Entscheidung sei das nicht gewesen, sondern nur eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2745" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_8002105_XS.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2745" title="Hartz-4-Antrag" src="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_8002105_XS-150x150.jpg" alt="© Harald07 - Fotolia.com" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Harald07 - Fotolia.com</p></div>
<p>Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist stolz auf sich: Da hat sie die Hartz-Regelsätze scheinbar ganz objektiv und fachlich neu berechnet und glücklicherweise kam bei den Erwachsenen nur 5 Euro mehr raus; bei Kindern wäre sogar eine Kürzung drin gewesen. Merkel und von der Leyen betonen laufend: Eine politische Entscheidung sei das nicht gewesen, sondern nur eine Auswertung der Statistik. Gut für CDU, CSU und FDP, können doch so Steuermilliarden gespart werden, die dann ans eigene Klientel gehen können.</p>
<p>Doch ganz so objektiv war die Festlegung nicht: Schwarz-Gelb hat die Referenzgruppe, also die Gruppe, nach deren Ausgaben das Existenzminimum bestimmt wird, willkürlich verkleinert – und damit die Ausgaben gesenkt. Zukünftig sind nicht mehr die 20 ärmsten Prozent der Bevölkerung der Maßstab, sondern nur noch die 15 ärmsten Prozent. Das hat gravierende Auswirkungen für die Höhe des Regelsatzes und erleichtert die Situation der Haushälter der Koalition ungemein.</p>
<p>Noch mehr Willkür – und Überraschung Einsparpotenzial &#8211; war bei der Zusammensetzung des Warenkorbs im Spiel. Bestimmte anfallende Ausgaben werden zukünftig einfach nicht mehr anerkannt. Und das betrifft nicht nur Ausgaben für Tabak und Alkohol, sondern u.a. auch für Haustiere, Zimmerpflanzen, Texilreinigung oder Handy-Kosten. Was braucht ein Arbeitsloser oder deren Kinder auch Haustiere. Unnötig ist, was keinen Hunger lindert. Aber auch noch nicht mal da ist man großzügig: 128,46 müssen reichen. Ich wünsche mir, dass das Kabinett das einfach mal im Selbstversuch testet. Oder mit 22,78 im Monat mobil zu sein. Verwandtenbesuche weiter weg: Fehlanzeige. Monatsticket in die Stadt: Ausflüge reichen am Wochenende. Da wird der geschlossene Tante-Emma-Laden im Dorf gleich zur Existenzbedrohung. Und Bildung: 1,39 € müssen hier reichen. Da kann sich niemand auch nur EINE vernünftige Tageszeitung kaufen. Aber die liegen ja  in den Stadtbibliotheken. Ups, da können Arbeitslose aber nicht hinfahren. Naja, beim Arzt gibt es ja auch Zeitungen und Arme Menschen sind ja bekanntlich öfter krank. Da hat die Bildung ja nochmal Glück gehabt.</p>
<p>Mit Existenzminimum und menschenwürdiger Politik hat das alles nichts mehr zu tun. 6,5 Millionen Menschen geht’s halt eben einfach ab dem 1.1.2011 noch dreckiger.</p>
<p>420€ wäre das Mindeste gewesen, sagen auch die Sozialverbände.</p>
<p>Aber die Koalition denkt lieber anders: Die Schuldenbremse steht im Grundgesetz, da halten wir uns dran. Leider haben sie Artikel 1 übersehen: Die Würde des Menschen ist unantastbar.  Die Vorschläge sind aber genau darauf ein Anschlag. Blockade im Bundestag und Protest auf der Straße sollte jetzt an der Tagesordnung sein.</p>
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		<title>Von Milliardenspenden und anderen Kleinigkeiten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 12:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Reiche]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Umverteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Toll, was diese Milliarde in den USA alles so machen. Sie bereichern sich jahrelang (ja nur aus eigener Arbeit und nie auf Kosten anderer) und sind dann auch noch so großzügig und selbstlos, bis zu ihrem Tod xy Prozent ihres Vermögens (da hat jeder andere Grenzen der Großzügigkeit) zu spenden (und das dann auch noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/villa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1276" title="Villa" src="http://blog.jusos.de/uploads/villa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Toll, was diese Milliarde in den USA alles so machen. Sie bereichern sich jahrelang (ja nur aus eigener Arbeit und nie auf Kosten anderer) und sind dann auch noch so großzügig und selbstlos, bis zu ihrem Tod xy Prozent ihres Vermögens (da hat jeder andere Grenzen der Großzügigkeit) zu spenden (und das dann auch noch abzusetzen, aber das hatten sie ja gar nicht im Blick&#8230;)</p>
<p>Und was in den USA schon toll ist (obwohl sogar da die Presseberichterstattung fast ungewöhnlich kritisch war) muss natürlich dann auch direkt hierzulande eingefordert werden.</p>
<p>Spendet ihr Reichen und Superreichen. gebt euer Geld für von euch deklarierte gut gemeinte Zwecke aus. Spendet, spendet, spendet.</p>
<p>Und nichts wird gut.</p>
<p>Ich will ja jetzt gar nicht sagen, dass ich es nicht gut finde, wenn jemand spendet. Doch ich finde das ehrlich ganz toll. Wirklich.</p>
<p>Das Problem liegt nur schon viel tiefer und deswegen kann ich Debatte um spendet, spendet, spendet nicht mehr hören, schalte ich eine mit vermeintlichen ExpertInnen und Betroffenen (haha) besetzte Runde von Anne Will moderiert wutentbrannt aus, konnte ich in der letzten Woche fast kein Radio hören und ärgerte mich permanent über PolitikerInnen, die mit auf den Spendendampfer sprangen (nein, das kann man nicht mit Sommertheater entschuldigen).</p>
<p>Zwei Punkte:</p>
<ol>
<li>Der Staat mit den demokratisch legitimierten VertreterInnen ist die Instanz, die die Verteilung der Mittel vornehmen sollte. Klar, kann es auch hier zu Fehllenkungen, Geldverschwendung und Fehlinvestitionen kommen, aber der Großteil sind doch essentielle Leistungen so wie sie im Sozialbudget geleistet werden. Und außerdem, warum sollen diejenigen, die Geld haben, darüber bestimmen, was für das Gemeinwohl wichtig ist, was wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklungen sind (die Finanzierung von Initiativen gegen die Homoehe, wie sie von gewissen Milliardären in den USA  vorgenommen wird, fällt nämlich auch unter die ach so guten Spenden&#8230;)?</li>
<li>Wenn man von staatlicher Seite den Bedarf sieht, das Gelder fehlen – und das tun sie in Milliardenhöhe, im sozialen, kommunalen Bereich, im Bildungsbereich, im öffentlichen Dienst usw. &#8211; dann muss man eben mehr Mittel generieren, und das geht über Steuern. Und wenn man dann nicht die Reichen und Superreichen zur Kasse bittet, und zwar nicht nur einmalig, sondern kontinuierlich, dann hat man den richtigen Ansatz gefunden.</li>
</ol>
<p>Wer dann noch spenden möchte, kann es ja immer noch tun.</p>
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		<title>Von der Leyens neue Misstrauens- und Stigmatisierungskarte</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 15:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz/ Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht hat im letzten Jahr entschieden: Der Bedarf von Kindern darf nicht ein prozentualer Anteil des Erwachsenenbedarfs sein, um die Hartz IV-Zahlungshöhe zu ermitteln, sondern muss sich an den wirklichen Bedürfnissen der Kinder orientieren. Soweit so, so gut. Wenn da das Misstrauen nicht wäre. Die Sorge, die schwarz-gelb umtreibt lautet nämlich: Wenn jetzt nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/geldbeutel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-276" title="Geldbeutel der Beschäftigten" src="http://blog.jusos.de/uploads/geldbeutel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Bundesverfassungsgericht hat im letzten Jahr entschieden: Der Bedarf von Kindern darf nicht ein prozentualer Anteil des Erwachsenenbedarfs sein, um die Hartz IV-Zahlungshöhe zu ermitteln, sondern muss sich an den wirklichen Bedürfnissen der Kinder orientieren. Soweit so, so gut.</p>
<p>Wenn da das Misstrauen nicht wäre.</p>
<p>Die Sorge, die schwarz-gelb umtreibt lautet nämlich:</p>
<p>Wenn jetzt nun Hartz IV-EmpfängerInnen mehr Geld für Kinder bekommen, könnte es ja sein, dass dieses nicht bei den Kindern ankommt. Könnte. Und weil diese Möglichkeit besteht und ja auch jeder das medial und auch politisch gut gepflegte Bild des &#8216;saufenden und rauchenden Arbeitslosen&#8217; kennt, der sicherlich nichts besseres zu tun hat, als das zusätzliche Geld eben für seine Bedürfnisse auszugeben, spricht man gleich allen Hartz IV-EmpfängerInnen das Misstrauen aus, unterstellt ihnen, dass sie nicht im „richtigen“ Sinne für ihre Kinder sorgen können und gibt ihnen eine Chipkarte mit auf den Weg. Sichergestellt sei damit, dass das Geld bei den Kindern ankommt und gleichzeitig hat die Regierung oder Kommune oder wer letzendlich auch immer, irgendeine staatliche Stelle jedenfalls, dann auch die Kontrolle darüber, welche Angebote einbezogen werden (gehört zum Beispiel das Kino oder private Spaßbad dazu???), für welche Sparte (Nachhilfe, Kultur usw) das Geld aufgeladen wird usw. Und dass man auch schön nachvollziehen kann, wer was für seine Kinder in Anspruch nimmt (ist es so toll, wenn ein Kind Nachhilfe bekommt???) Schöne neue Welt (für Arbeitslose ganz exklusiv).</p>
<p>Weiterhin meint es ja die Regierung mit dieser Karte richtig gut. Nur gut gemeint reicht eben nicht, aus einem weiteren Grund: Die Karte steht exklusiv Kindern von Hartz IV-EmpfängerInnen (auch Aufstockern???) zur Verfügung. Damit diese dann bei den Vereinen, an der Theaterkasse usw. auch leichter zu erkennen sind. Vielleicht haben wir ja dann auch bald die Zwei-Klassen-Kultur, so wie im Gesundheitssystem, mit Sitzen für die Kinder mit und ohne Karte. Ach nein, ich will nicht übertreiben.</p>
<p>Aber ist es nicht toll für ein Kind, wenn es direkt sozial eingeordnet werden kann? Wenn all die Vorurteile, die gegenüber Arbeitslosen bestehen auch direkt auf ein Kind übertragen werden können? Oder wenn sich der Kassierer an der Theaterkasse freuen darf, dass auch Kinder bildungsferner Schichten die Angebote der sogenannten Hochkultur wahrnehmen? Toll wird das.</p>
<p>Danke Ursula.</p>
<p>….</p>
<p>So ein Mist.</p>
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