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	<title>Juso Blog &#187; Aktuell</title>
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		<title>OCCUPATION OF THE INDIGNADOS &#8211; Jugendproteste in Europa</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 09:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Kunze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In verschiedenen Europäischen und außereuropäischen Ländern sind Proteste der Jugend an der Tagesordnung. So unterschiedlich die Hintergründe der Protestierenden sein mögen, so ist ihnen doch gemeinsam, dass sie sich gegen den massiven Ökonomischen Druck wehren, den die Gesellschaft im Kapitalismus unter verschärften Bedingungen noch mehr als bisher auf junge Menschen abwälzt. Gerade die Wirtschaftskrise und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_5511" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/proteste_madrid.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/proteste_madrid.jpg" alt="" title="Proteste Madrid" width="283" height="210" class="size-full wp-image-5511" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/ hdescopeland (cc)</p></div>In verschiedenen Europäischen und außereuropäischen Ländern sind Proteste der Jugend an der Tagesordnung. So unterschiedlich die Hintergründe der Protestierenden sein mögen, so ist ihnen doch gemeinsam, dass sie sich gegen den massiven Ökonomischen Druck wehren, den die Gesellschaft im Kapitalismus unter verschärften Bedingungen noch mehr als bisher auf junge Menschen abwälzt. Gerade die Wirtschaftskrise und ihre Akteure stehen heftig in der Kritik. Aber auch gegenüber der Politik ist das Vertrauen verlorengegangen, dass sie Willens und in der Lage wäre Änderungen am bestehenden System durchzusetzen.  Für Sozialdemokraten und Sozialisten in Europa sind die Forderungen der Bewegung nicht fremd, sie decken sich oftmals mit unserer eigenen Sicht auf die Entwicklung. Trotzdem haben Sozialdemokratische Parteien in Europa und leider auch ihre Jugendorganisationen zum Teil große Schwierigkeiten eine positive Verbindung zu den Protesten aufzubauen. Zum Teil liegt dies daran, dass von Seiten der Protestbewegung die gesamte politische Klasse als zu abgehoben und unfähig zur Veränderung begriffen wird. Zum Teil wird den Sozialdemokraten aber auch konkret der Vorwurf gemacht, mit ihrer Regierungspolitik verantwortlich für die Verschlechterung der Lebensbedingungen vieler Menschen zu sein. Trotzdem oder gerade deswegen lohnt es sich einen Blick auf die Forderungen der Protestbewegungen zu werfen. Als Beispiel findet sich anbei ein Gastbeitrag von David Lizoain ECOSY Büro Member für die „Joventut Socialista de Catalunya“ den katalanischen Jungsozialisten  und Teil der Indignadosbewegung in Barcelona über die Entwicklung der Jugendproteste in Spanien.  Auch in den offiziellen Gremien hat die Bewegung inzwischen Gehör gefunden. Die ECOSY hat auf ihrem letzten Büromeeting einen 11 Punktekatalog aufgestellt, mit dem sie die Forderungen der Protestierenden unterstützt. Die PES, also die Europäische Sozialdemokratische Partei arbeitet aktuell daran, eine Kampagne gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu starten, die für die Implementierung einer Europäischen Jugendgarantie wirbt. Kein Jugendlicher unter 25 Jahren soll ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz sein. Um dies tatsächlich realisieren zu können, muss massiv investiert werden und  in den Mitgliedsstaaten Millionen zusätzlicher Jobs geschaffen werden. </p>
<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Der-Aufstieg-der-Spanischen-Indignadosbewegung-und-der-Zusammenbruch-der-fortschrittlichen-Mehrheit-in-Spanien-Von-DAVID-LIZOAIN.pdf">Der Aufstieg der Spanischen Indignadosbewegung und der Zusammenbruch der fortschrittlichen Mehrheit in Spanien &#8211; Von DAVID LIZOAIN</a><br />
<a href="http://blog.jusos.de/uploads/Jugendproteste-ernst-nehmen-11-Forderungen-für-die-Jugend-in-Europa-Beschluss-des-ECOSY-BUREAUS.pdf">Jugendproteste ernst nehmen  &#8211; 11 Forderungen für die Jugend in Europa Beschluss des ECOSY BUREAUS</a></p>
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		<title>Keine neuen Argumente bei Debatte um Studiengebühren</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mareike Strauß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Debatte um die Sinn und Unsinn von Studiengebühren lahmt vor sich hin. Auch das Fachgespräch im Bundestag vergangene Woche konnte keine neuen Erkenntnisse bringen. GebührenbefürworterInnen wie GebührengegnerInnen haben alle Argumente ausgetauscht. Jetzt müssen sie auch wirklich überall abgeschafft werden. Im letzten Jahr haben sowohl Nordrhein-Westfalen als auch Hamburg und Baden-Württemberg die Abschaffung der Studiengebühren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/gebuehren-gekippt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4334" src="http://blog.jusos.de/uploads/gebuehren-gekippt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Debatte um die Sinn und Unsinn von Studiengebühren lahmt vor sich hin. Auch das <a href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_01/2012_041/02.html">Fachgespräch im Bundestag vergangene Woche</a> konnte keine neuen Erkenntnisse bringen. GebührenbefürworterInnen wie GebührengegnerInnen haben alle Argumente ausgetauscht. Jetzt müssen sie auch wirklich überall abgeschafft werden.<br />
Im letzten Jahr haben sowohl Nordrhein-Westfalen als auch Hamburg und Baden-Württemberg die Abschaffung der Studiengebühren beschlossen. Hessen und Saarland sind schon seit einigen Semestern wieder gebührenfrei. Das Projekt Studiengebühren ist gescheitert. Bis jetzt bleiben noch zwei Gebühren-Länder übrig: Auch in Bayern und Niedersachsen müssen die unsozialen Gebühren fallen.<br />
In der letzten Woche haben noch einmal Expertinnen und Experten, Studiengebührenverfechterinnen und Studiengebührenverfechter sowie GebührenkritikerInnen auf Einladung des Bildungs-Ausschusses im Bundestag über die Auswirkungen von Studiengebühren diskutiert. Immer wieder tauchen Studien auf, die angeblich zeigen, dass Gebühren sich nicht negativ auf die Studierneigung junger Menschen auswirke, wie zuletzt auch eine <a href="http://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/gebuehren-mindern-studierneigung-nicht-0">Studie des Wissenschaftszentrums Berlin </a>im Herbst letzten Jahres. Dagegen stehen <a href="http://www.his.de/presse/news/ganze_pm?pm_nr=387">Studien</a>, die Studiengebühren sehr wohl einen negativen Effekt nachweisen.<br />
Auf Anfrage von SPD und Grünen im Bundestag konnte die Bundesregierung auch keinen Nachweis über Qualitätsverbesserungen im Studium bringen. Das Argument, Studiengebühren würden die Lehre verbessern und das Studium qualitativ aufwerten, hängt damit haltlos im Raum.<br />
Das Fachgespräch im Bundestag zeigte eindeutig, dass der Studiengebührendebatte die Argumente ausgehen. Die Proteste der letzten Jahre und nicht zuletzt auch die Wahlentscheidungen bei den Landtagswahlen haben deutlich gezeigt, dass es keine Mehrheit für Studiengebühren in der Gesellschaft gibt. Sie sind unsozial, können die Qualität der Lehre an Hochschulen nicht verbessern und fördern die soziale Selektion. Also, endgültig weg damit!</p>
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		<title>Moderne Märchen: „Jobwunder“ und „Job-Boom“</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johanna Uekermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schlägt man heute die Zeitung auf oder treibt sich auf verschiedenen Online-Ausgaben von Nachrichtenmagazinen herum, sollte man eigentlich sofort über beide Ohren strahlen. Besonders als junger Mensch kurz vorm Start ins Berufsleben kann man lesen: „Hoffnung auf Job-Boom“ oder „Jobwunder Deutschland“. Egal, wie die Schlagzeilen lauten, der Tenor ist: Alles super! „Der Arbeitsmarkt legt keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5118" src="http://blog.jusos.de/uploads/Arbeit_Ausbildung.jpg" alt="" width="283" height="210" /></p>
<p>Schlägt man heute die Zeitung auf oder treibt sich auf verschiedenen Online-Ausgaben von Nachrichtenmagazinen herum, sollte man eigentlich sofort über beide Ohren strahlen. Besonders als junger Mensch kurz vorm Start ins Berufsleben kann man lesen: „Hoffnung auf Job-Boom“ oder „Jobwunder Deutschland“. Egal, wie die Schlagzeilen lauten, der Tenor ist: Alles super! „Der Arbeitsmarkt legt keinen Winterschlaf ein“ (Philipp Rösler am 31.1.), der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei lediglich auf die Zurückhaltung bei Neueinstellung im Januar zurückzuführen (Ursula von der Leyen am 31.1.) und insgesamt hätte man sowieso einen „robusten Arbeitsmarkt trotz schwächelnder Konjunktur“ und eine „positive Entwicklung“. Sehr schön, oder doch nicht?</p>
<p>Wie das meist so ist, und sorry, ich muss euch jetzt die Stimmung wieder vermiesen, lohnt sich ein zweiter Blick: Ein Drittel der freien Jobs ist in der Zeitarbeitsbranche zu finden, die Niedriglohnbranche „boomt“ leider als einzige und die Hälfte aller Neueinstellungen ist nur befristet. Und so fragt heute nicht nur Anne Will, wenn auch ziemlich populistisch: „Unten schuften, oben kassieren – sieht so unser Jobwunder aus?“</p>
<p>Außerdem gilt wohl auch weiterhin: Wer arbeitslos ist, ist Sache der Statistiker. Viele Menschen, die eigentlich einen Job suchen, fallen aus der Statistik. So zeigen die neuesten Erkenntnisse, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen wohl um 97.000 (Menschen!) höher ist als 2011 angenommen, da ein neues Erfassungssystem eingeführt worden sei.</p>
<p>Eure Märchen vom „Jobwunder“ könnt ihr also getrost jemand anderem erzählen. Ich finde weiterhin: Schluss mit Befristungen! Schluss mit Zweiter-Klasse-Jobs! Schluss mit prekärer Beschäftigung!  Dann wird’s auch endlich was mit dem „Jobwunder“!</p>
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		<title>Starke Zusammenarbeit und mehr, statt weniger Einheitlichkeit im deutschen Bildungssystem!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>taner_uenalgan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn Forderungen, die man selber schon lange stellt &#8211; aus guten Gründen &#8211; plötzlich auch von der eigenen Mutterpartei übernommen werden. 2006, vor sechs Jahren etwa, beschloss die damals regierende Große Koalition aus SPD und Union im deutschen Bundestag die Föderalismusreform. Damit wurde auch bestimmt, dass der Bund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Juso-Schüler_blog.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/Juso-Schüler_blog.jpg" alt="" width="283" height="210" class="alignleft size-full wp-image-5101" /></a>Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn Forderungen, die man selber schon lange stellt &#8211; aus guten Gründen &#8211; plötzlich auch von der eigenen Mutterpartei übernommen werden. 2006, vor sechs Jahren etwa, beschloss die damals regierende Große Koalition aus SPD und Union im deutschen Bundestag die Föderalismusreform. Damit wurde auch bestimmt, dass der Bund mit den Bundesländern im gesamten Schul- und Bildungsbereich nicht mehr kooperieren darf. Bildungspolitik ist schließlich Ländersache. Und Föderalismus generell ein großartiges Ding. Wir Juso-SchülerInnen sagen fast genau so lange, wie besagtes Kooperationsverbot besteht, dass es ein fataler Fehler ist! Unserer Meinung nach brauchen wir im deutschen Bildungssystem im Sinne des Bestmöglichen für die Schülerin, den Schüler eine starke Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern und dem Bund. Da darf es kein bürokratisches Kompetenzdenken geben, da sollten die Länder und LandespolitikerInnen auch keine Ängste haben, dass nach Kippen des Kooperationsverbotes die Bildungspolitik für jeden Ort zentral in Berlin gestaltet wird. Natürlich kennen die Bildungsministerien in den Ländern und die Bildungsausschüsse in den Kommunen die Struktur vor Ort viel besser, als dass sie von Berlin aus zentral bestimmt werden könnte. Dass Bund und Länder aber zusammenarbeiten sollten, weil es positive Effekte hat, sieht man z.B. am damaligen Ganztagsschulprogramm des Bundes. Das hatte gute Auswirkungen. Und wenn der Bund (richtigerweise) die UN-Behindertenrechtskonvention unterschreibt und Inklusion &#8211; gerechterweise &#8211; überall, natürlich auch in den Schulen umgesetzt werden soll, dann macht es doch nur Sinn, wenn der Bund die Schulen in den einzelnen Ländern auch mit entsprechenden finanziellen Programmen für die materielle und pädagogische Umsetzung vor Ort ausstattet bzw. überhaupt ausstatten darf. Am vergangenen Donnerstag beriet also der Bundestag über das Kooperationsverbot und nachdem die SPD die Reform 2006 mitgetragen hatte, gab Frank-Walter Steinmeier, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, zu, dass dies ein Fehler gewesen sei. Deshalb freut es uns als SchülerInnen bei den Jusos auch, dass die SPD-Bundestagsfraktion jetzt einen <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/084/1708455.pdf">Antrag</a> im Bundestag einbringt, der dieses Verbot aufheben soll. Bildungschancen sind von vielen Aspekten abhängig. Unnötigerweise auch von den Finanzen des jeweiligen Landes, in dem die Schule steht. Es ist weder gerecht, noch irgendwie in Ordnung, dass SchülerInnen in Bayern ein anderes (besseres?!) Abitur machen sollen, als z.B. in Hessen. Das ist eine weitere Forderung. Wir brauchen mehr Zusammenarbeit und mehr Einheitlichkeit im deutschen Schulsystem. Schön, dass auch die SPD-Bundestagsfraktion &#8211; und übrigens auch alle anderen im Bundestag vorhandenen Fraktionen, außer die ewig bildungskonservative CDU, in diesem Punkt an Einsicht gewonnen haben: &#8220;Das Kooperationsverbot muss weg. Es ist blödsinn.&#8221; (Dr. Steinmeier) &#8211; Wir Juso-SchülerInnen sagen: &#8220;Na endlich. Also los!&#8221;.</p>
<p><strong>Links zum Thema:</strong></p>
<p>Bund-Länder-Kooperation wieder auf der Agenda (<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/37558563_kw04_de_bildung/index.html">bundestag.de</a>)</p>
<p>Steinmeier: Kooperationsverbot muss weg (<a href="http://www.spd.de/aktuelles/Kurz_notiert/23370/20120127_kooperationsverbot.html">spd.de</a>)</p>
<p>SPD-Antrag &#8211; Drucksache 17/8455 (<a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/084/1708455.pdf">dt. Bundestag</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Schluss mit den Befristungen!</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2012/01/schluss-mit-den-befristungen/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 08:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Schulze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Donnerstag macht es deutlich: mehrfache Befristungen hintereinander sind zulässig, wenn es dafür einen sachlichen Grund gibt. Die betroffene Klägerin wurde von ihrem Arbeitgeber innerhalb von 9 Jahren sage und schreibe 13-mal befristet bei einer Behörde angestellt. Unabhängig davon, wie man dieses Urteil juristisch beurteilen mag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Befristungen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5454" src="http://blog.jusos.de/uploads/Befristungen-300x94.jpg" alt="" width="300" height="94" /></a></p>
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<p>Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Donnerstag macht es deutlich: mehrfache Befristungen hintereinander sind zulässig, wenn es dafür einen sachlichen Grund gibt. Die betroffene Klägerin wurde von ihrem Arbeitgeber innerhalb von 9 Jahren sage und schreibe 13-mal befristet bei einer Behörde angestellt. Unabhängig davon, wie man dieses Urteil juristisch beurteilen mag, macht es ein Problem auf über das nach meiner Meinung in Deutschland viel zu wenig diskutiert wird.</p>
<p><strong>Befristungen: Was soll das überhaupt?</strong></p>
<p>Befristungen machen Sinn in Arbeitsverhältnissen, wo es um die Ausführung eines bestimmten Projekts geht, machen Sinn um eventuelle Auftragsspitzen von Unternehmen bedienen zu können, auch wenn Arbeitsstellen an Mandate oder Wahlämter geknüpft sind, sind Befristungen nachvollziehbar und so gibt es sicher viele solcher Beispiele. Befristungen haben jedoch ein Ausmaß angenommen, das sachlich nicht mehr begründbar ist. Die Statistik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass fast jede zweite Neueinstellung befristet ist. Tendenz: steigend. Betroffen von Befristungen sind insbesondere junge Menschen, die auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt eine Stelle suchen. Viele Lebensläufe von jungen Menschen sind inzwischen dadurch gekennzeichnet, dass sie von Stelle zu Stelle und in vielen Fällen auch von Ort zu Ort springen. Dies hat zahlreiche Folgen für die eigene Lebensgestaltung.</p>
<p><strong>Lebensplanung für junge Menschen: Nichts leichter als das?</strong></p>
<p>Befristungen führen dazu, dass sich das Leben schwerer planen lässt. Das fängt mit ganz banalen Dingen an: der Kredit für ein Auto oder ein Mietvertrag wird nicht gewährt, weil man nur einen befristeten Arbeitsvertrag als „Sicherheit“ vorweisen kann. Tiefer gehen aber die Folgen, wenn es beispielsweise um eine mögliche Familienplanung geht, die deswegen weiter und weiter rausgeschoben und vielleicht am Schluss auch gar nicht umgesetzt wird.</p>
<p><strong>ArbeitnehmerInnenrechte: Fehlanzeige</strong></p>
<p>Noch größere Auswirkungen haben die Befristungen jedoch auf die Rechte und das Verhalten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wer befristet ist, muckt um Zweifelsfall nicht gegen die Chefetage auf, engagiert sich nicht im Betriebsrat, traut sich möglicherweise nicht, auch einmal Kritik anzusprechen, mit der Sorge möglicherweise nicht verlängert zu werden. Auch Weiterbildungen und mehr Lohn dürften mit weniger Nachdruck eingefordert werden. Wer investiert in Weiterbildung und Karriere bei einem Arbeitgeber, bei dem man in ein paar Monaten vielleicht gar nicht mehr beschäftigt ist? Gerade in Kombination mit Leiharbeit, Minijobs und anderen ArbeitnehmerInnenrechten, die in den letzten Jahren abgebaut wurden, sind Befristungen ein weiteres Instrument um die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzudämmen. Damit muss Schluss sein.</p>
<p><strong>Schluss mit den Befristungen!</strong></p>
<p>Die Politik muss gemeinsam mit den Gewerkschaften endlich handeln. Gerade bei jungen Menschen hat die zunehmende Prekarisierung der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen. „Sachliche Gründe“ für Befristungen müssen viel stärker hinterfragt werden. Die gesetzlichen Regelungen müssen so gefasst sein, dass Missbrauch dieser Regelungen unmöglich wird. 13-malige Verlängerungen bei einem Arbeitgeber, Kettenbefristungen, Befristung als „Normalarbeitsverhältnis“: damit muss es endlich vorbei sein!</p>
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		<title>Dresden Nazifrei 2012 – update</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Zado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa; Dresden; Nazifrei]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie in den letzten beiden Jahren wollen die Nazis auch dieses Jahr wieder einen großen Aufmarsch in Dresden veranstalten. „Aller guten Dinge sind drei“, dachten sich da viele Organisationen und Personen aus ganz Deutschland und haben sich wieder zum Bündnis „Dresden Nazifrei“ zusammengeschlossen. In den letzten Wochen haben sie sich an die Arbeit gemacht, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in den letzten beiden Jahren wollen die Nazis auch dieses Jahr<br />
wieder einen großen Aufmarsch in Dresden veranstalten. „Aller guten<br />
Dinge sind drei“, dachten sich da viele Organisationen und Personen<br />
aus ganz Deutschland und haben sich wieder zum Bündnis „Dresden<br />
Nazifrei“ zusammengeschlossen. In den letzten Wochen haben sie sich an<br />
die Arbeit gemacht, in diesem Jahr zum dritten Mal die Nazis zu<br />
blockieren. Zuletzt gab es Unklarheiten wegen des Termins.</p>
<p><strong> Werden die Nazi-Proteste abgesagt?</strong></p>
<p>Ursprünglich wollten die Nazis am 13. Februar einen kleineren<br />
Aufmarsch machen und für den 18. Februar dann bundes- und sogar<br />
europaweit mobilisieren. Deshalb mobilisiert das Bündnis Nazifrei<br />
längere Zeit auf den 18. Februar. Die Organisation der Gegenproteste<br />
läuft dabei sehr erfolgreich. Im ganzen Bundesgebiet haben sich lokale<br />
Organisationskreise gebildet, die vor Ort für die Teilnahme an Dresden<br />
Nazifrei werben und Busse zur gemeinsamen Anfahrt mieten.<br />
<strong>Wir fahren am 18. nach Dresden!</strong></p>
<p>Auch wenn man den Tag nie vor dem Abend loben sollte – es zeichnet<br />
sich ab, dass es auch in diesem Jahr gelingen würde, die massiven<br />
Nazi-Proteste zu blockieren. Das wäre dann die dritte Niederlage für<br />
die Nazis in Folge. Die Folge ist, dass der 18. Februar zur Zeit nicht<br />
mehr offensiv beworben wird unter den Nazis. Wenn das bedeutet, dass<br />
der groß angelegte Aufmarsch im dritten Jahr komplett ausfällt, dann<br />
bedeutet das einen vollen Erfolg für das Bündnis und damit auch für<br />
die Jusos. Ob es aber wirklich so kommt, ist mehr als unsicher. Klar<br />
ist: Es gibt viele Nazis, die am 18.2. in Dresden marschieren wollen.<br />
Das bedeutet für uns: Wir werden weiterhin am 18.2. nach Dresden<br />
fahren und den Nazi-Aufmarsch verhindern.</p>
<div id="attachment_5348" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Plakat.jpg"><img class="size-medium wp-image-5348 " src="http://blog.jusos.de/uploads/Plakat-213x300.jpg" alt="Alle guten Dinge sind 3!" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Alle guten Dinge sind 3!</p></div>
<p><strong> Was bedeutet das konkret?</strong></p>
<p>Das bedeutet: Wir mobilisieren weiter für zwei Termine.</p>
<p>1.      Am <strong>13.2.</strong> finden auf jeden Fall Nazi-Aktionen statt. Diese Proteste<br />
werden wahrscheinlich eher von regionalen Nazi-Kadern getragen. Dabei<br />
können aber auch ganz schön viele zusammen kommen. Unter der Woche<br />
fällt die Mobilisierung immer schwer. Aber jeder Bus, der zu diesem<br />
Termin nach Dresden kommt, um zu protestieren, hilft sehr.<br />
2.      Was am <strong>18.2.</strong> genau passiert, steht noch nicht fest. Bisher gibt es<br />
keine groß angelegte öffentliche Nazi-Mobilisierung für diesen Termin,<br />
das kann sich aber noch ändern. Es wird in jedem Fall eine<br />
antifaschistische Demonstration geben. Wenn Nazis kommen, werden wir<br />
sie blockieren. Deshalb heißt es weiter: Aller guten Dinge sind drei –<br />
wir wollen die Nazis auch diesmal blockieren. Aktuelle Neuigkeiten<br />
erfahrt ihr vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ unter<br />
<a href="http://www.dresden-nazifrei.com/" target="_blank">www.dresden-nazifrei.com</a>. Auch wir halten euch auf dem Laufenden.</p>
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		<title>Happy Birthday, Emma!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 15:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Oerder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Emma]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das feministische Leitmedium wird 35 Jahre – eine kritische Würdigung Deutschland in den 70ern: die Hosen hatten Schlag, Männer wie Frauen lange Wuschel-Mähnen, Frauen gehörten der allgemeinen Meinung nach an den Herd, der Paragraph 218 stellte Abtreibung unter Strafe, Frauen in Führungspositionen waren so selten wie Elektroautos und Gewalt gegen Frauen galt für die meisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das feministische Leitmedium wird 35 Jahre – eine kritische Würdigung</em></p>
<div id="attachment_2337" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/fotolia_4416943_xs.jpg"><img class="size-medium wp-image-2337" src="http://blog.jusos.de/uploads/fotolia_4416943_xs-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© Inkkensix - Fotolia.com</p></div>
<p>Deutschland in den 70ern: die Hosen hatten Schlag, Männer wie Frauen lange Wuschel-Mähnen, Frauen gehörten der allgemeinen Meinung nach an den Herd, der Paragraph 218 stellte Abtreibung unter Strafe, Frauen in Führungspositionen waren so selten wie Elektroautos und Gewalt gegen Frauen galt für die meisten höchstens als Kavaliersdelikt.  Es gab also einiges zu tun, für eine laute, aufmüpfige Frauenbewegung. Wenn Alice Schwarzer das Gesicht des deutschen Feminismus darstellt, dann ist Emma die Zeitschrift des deutschen Feminismus. Am 26. Januar 1977 erschien die erste Ausgabe von <a href="http://www.emma.de/">Emma</a>, herausgegeben von: Alice Schwarzer, natürlich.</p>
<p>Seitdem hat die Emma mit verschiedenen Kampagnen und frech bis bitterbösen Artikeln die deutsche Männerwirtschaft auf den Kopf gestellt. Mit großen Stories ging sie gegen die Diskriminierung von Frauen in allen Lebensbereichen vor, prangerte Gewalt gegen Frauen und Kinder an, berichtete über die Lebensbedingungen von Frauen in allen Ländern, forderte  gleichen Lohn für gleiche Arbeit, berichtete über Prostitution, Schönheit und Diätwahn. Aber auch weniger offensichtliche gleichstellungspolitische Themen machte Emma zum Thema. Atompolitik, Menschenrechte, Fußball und Kunst fanden Erwähnung. Die Kampagne gegen Pornographie   „PorNo“ die gegen die Erniedrigung von Frauen in Pornos vorging, wurde gleich mehrfach und in mehreren Jahrzehnten aufgelegt.<span id="more-5428"></span></p>
<p>Noch immer legt Emma den Finger in die Wunde, bringt kritische und aufrüttelnde Artikel zu Gesellschaft und Politik. Neben gut recherchierten Themen und interessanten Artikeln, die einen neuen Blick auf bekannte Themen werfen, kommen immer wieder Artikel vor, die vor allem jüngere Feministinnen Stutzen lassen. Seien es Lob-Lieder auf  Angela Merkel, ein höchst intoleranter Umgang mit dem muslimischen Kopftuch, altbackene Porno- und Sexualvorstellungen oder Abgesänge auf den „neuen Feminismus“, sprich: alles was nach Emma kam. Es schleicht sich immer wieder das Gefühl ein, die Emma sei vor allem eines: eine One-Women-Show. Auf Seite vier, den freundlichen Begrüßungsworten, unter denen noch „Eure Emmas“ steht, finden sich stets Veranstaltungs-Tipps zu den nächsten Terminen mit Alice Schwarzer. Gefolgt natürlich von einem Editorial von Alice Schwarzer. Intensiv werden dort ihre verschiedenen (und unterschiedlich guten) Bücher beworben. Unvergessen bleibt auch: das kurzer Intermezzo von Lisa Orthgies als Nachfolgerin von Alice Schwarzer als Chef-Redakteurin. Nach nur zwei Ausgaben wurde sie von der immer noch als Verlegerin, Herausgeberin und Autorin  fungierenden Alice Schwarzer wieder abgesetzt, Alice Schwarzer kehrte als Chef-Redakteurin zurück – niemand kann&#8217;s halt so gut wie sie.</p>
<p>Die Feministin von heute kann  längst auch auf andere Zeitschriften zurückgreifen. Das <a href="http://missy-magazine.de/">Missy-Magazin</a> berichtet beispielsweise nach eigenen Aussagen über „ Popkultur, Politik und Style. Mit dem gegebenen Humor und einer feministischen Einstellung. Ohne Diäten und anderen Quatsch.“ Gerade das Internet bietet viele Möglichkeiten um über feministische und gleichstellungspolitisch relevante Themen zu informieren. Auf feministischen Homepages und Blogs werden feministische Theorien, Alltagssexismus, Gleichstellung international und systemimmanente Diskriminierung diskutiert. Das Blog <a href="http://maedchenmannschaft.net/">Mädchenmannschaft</a> stellt verschiedene dieser Seiten und Blogs vor. Allein auf Emma angewiesen sind wir also nicht mehr. Und auch das haben wir zum Teil Emma zu verdanken.</p>
<p>Trotz allem: Kein anderes Medium hat den deutschen Feminismus so sehr geprägt und vorangebracht wie diese Zeitschrift. Herzlichen Glückwunsch, Emma. Auf die nächsten 35 Jahre!</p>
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		<title>Schöne Worte reichen nicht!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Roloff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Politik der ständigen Ankündigungen der schwarz-gelben Bundesregierung wird sich sicher auch diese Woche bei der Tagung des 42. Weltwirtschaftsforum in Davos fortsetzen. Angela Merkel wird hier nämlich die Eröffnungsrede halten und bereits jetzt ist absehbar, was Europa davon zu erwarten haben wird: Mehr oder weniger schöne Worte, ein paar Absichtserklärungen und sonst wohl wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_5418" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Kapitalismus.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/Kapitalismus.jpg" alt="" title="Kapitalismus" width="283" height="210" class="size-full wp-image-5418" /></a><p class="wp-caption-text">von Matthias Jobst</p></div>Die Politik der ständigen Ankündigungen der schwarz-gelben Bundesregierung wird sich sicher auch diese Woche bei der Tagung des 42. Weltwirtschaftsforum in Davos fortsetzen. Angela Merkel wird hier nämlich die Eröffnungsrede halten und bereits jetzt ist absehbar, was Europa davon zu erwarten haben wird: Mehr oder weniger schöne Worte, ein paar Absichtserklärungen und sonst wohl wie üblich eher wenig…</p>
<p>Es wäre auch das erste Mal, dass diese Bundesregierung auf internationaler Bühne auftritt und wirksame Schritte zur Überwindung der Krise vorschlägt. Bisher hat Schwarz-Gelb aus ideologischer Verblendung kaum mehr getan, als den Euro-Staaten eine Sparpolitik aufzuerlegen, die die Wirtschaftsentwicklung in der ganzen Euro-Zone abzuwürgen droht. Gelegentlich von der Kanzlerin erhobene Forderungen nach Bankenregulierung und einer Finanztransaktionssteuer bleiben daneben reine Worthülsen.</p>
<p>Anstelle repräsentativer Auftritte und plumper Selbstinszenierungen dieser Bundesregierung und hierbei vor allem der Bundeskanzlerin, die ihren angeblich hohen Einfluss auch bei EU-Gipfeln oft schon mit problematischer Motivation geltend macht, brauchen wir schnell wirkliche wirtschaftspolitische Reformkonzepte und daraus abgeleitete Maßnahmen, um die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu mildern und zu einer gerechteren Wirtschaftsordnung in Europa zu kommen.</p>
<p>Dies bedeutet vor allem, dass eine langfristige Strategie zur Stabilisierung der Euro-Zone dringend geboten ist. Diese kann nur erfolgreich sein, wenn die aktuellen Krisenländer nicht nur vorübergehend aus ihrer individuellen Finanzkrise befreit werden und die Staatsanleihen ebenso langfristig abgesichert werden. Darüber hinaus muss die finanzielle Strangulation der betroffenen Länder, die naturgemäß mit einem Ersticken jedweder Konjunkturaufschwünge einhergeht, aufhören und die nationalen Staatsfinanzen – im Interesse der gesamten Eurozone – wieder auf eine stabile Basis gestellt werden.<br />
Dass dies einen hohen Aufwand der EWU und ihrer Institutionen erfordert ist dabei ebenso unbestritten, wie die Notwendigkeit dieser Maßnahmen für einen stabilen Euro und eine stabile und gerechte Wirtschaftsordnung in Europa. </p>
<p>Diese Stabilisierung ist darüber hinaus nur mit einigen fundierten und wirksamen Wachstumsimpulsen erreichbar, die staatlicherseits so bald wie möglich eingeleitet werden müssen. Höheres Wachstum ab einem konstanten Niveau unterstützt nicht nur die Anstrengungen der Nationalstaaten zur Haushaltskonsolidierung, sondern führt darüber hinaus auch dazu, dass die Leistungsbilanzungleichgewichte in der Eurozone, die einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zum Ausmaß der Krise geleistet haben, abgebaut würden. Dies kann aber auch nur erfolgreich sein, wenn in Deutschland endlich erkannt wird, dass Dumpinglöhne im Niedriglohnsektor, Lohnstagnation und Sozialabbau einen wesentlichen Teil zu diesen Ungleichgewichten beigetragen haben.</p>
<p>Dass diese finanziellen Anstrengungen ohne ausreichende –und steigende – Steuereinnahmen kaum denkbar sind ist ebenso klar, wie das Erfordernis, auch die Verursacher der Krise an ihren Folgen zu beteiligen, weshalb auch über eine neue europäische Steuerpolitik nachgedacht werden muss, die eine Harmonierung der Steuersätze (allerdings vor dem Hintergrund des aktuellen Steuerniveaus in der Eurozone wohl kaum nach unten) ebenso mit sich bringen muss, wie ein schlüssiges Steuerkonzept, dass u.a. eine möglichst überall eingeführte Finanztransaktionssteuer, die auch vom Satz her über ein symbolisches Niveau hinausgehen muss.</p>
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		<title>Change! But in the wrong direction&#8230; &#8211; on public opinion</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2012/01/change-but-in-the-wrong-direction-on-public-opinion/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 16:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne_Kasztantowicz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 6. November finden in den USA zum 57. Mal Präsidentschaftswahlen statt. Die mediale Begleitung der KandidatInnen beginnt wie gewöhnlich bereits über ein Jahr davor. Da Barack Obama erneut antreten will, beschränkt sich das öffentliche Interesse auf die Auswahl des Herausforderers von den Republikanern. Diese befinden sich nun seit Monaten im Dauereinsatz, um die Gunst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_5412" class="wp-caption aligncenter" style="width: 293px"><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Republican_debate.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/Republican_debate.jpg" alt="" title="Republican_debate" width="283" height="210" class="size-full wp-image-5412" /></a><p class="wp-caption-text">flickr.com/photos/maassively (cc)</p></div>Am 6. November finden in den USA zum 57. Mal Präsidentschaftswahlen statt. Die mediale Begleitung der KandidatInnen beginnt wie gewöhnlich bereits über ein Jahr davor. Da Barack Obama erneut antreten will, beschränkt sich das öffentliche Interesse auf die Auswahl des Herausforderers von den Republikanern. Diese befinden sich nun seit Monaten im Dauereinsatz, um die Gunst der Delegierten auf den landesweiten primaries und caucuses zu gewinnen, um dann als Präsidentschaftskandidat ihrer Partei nominiert zu werden. Von den ursprünglich 11 offiziellen BewerberInnen sind inzwischen nur noch 4 übrig geblieben: Newt Gingrich, Ron Paul, Mitt Romney und Rick Santorum.<br />
Soweit ist das nicht weiter besonders, wären da nicht, ja genau diese Kandidaten. Wer das Schauspiel der letzten Monate aus der Ferne verfolgte, der rieb sich nicht nur verwundert die Augen, nein dem kräuselten sich diesmal noch mindestens alle Fußnägel. Was sich dort alles alles KandidatIn für das höchste Amt dieses Staates bewarb gleicht wahrlich einer freak show. </p>
<p><strong>Eine kleine Auswahl:</strong><br />
Newt Gingrich war der erste Sprecher in der langen Geschichte des House of Representives gegen den wegen <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-srv/politics/govt/leadership/stories/012297.htm">ethical wrongdoings</a>, genauer dubiose Finanzierungen und Falschinformationen, Disziplinarmaßnahmen getroffen wurden. Seitdem als Lobbyist für Freddie Mac tätig kämpft er nun zum Beispiel für ein freiwilliges <a href="http://www.thefiscaltimes.com/Articles/2011/12/13/Newt-Gingrichs-Tax-Plan-The-Rich-Get-Richer.aspx#page1">15% flat tax system</a> den Bau eines <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/12/01/gingrich-pledges-to-build-double-fence-along-entire-mexico-border_n_1123829.html">doppelten Zaunes zu Mexico</a> und den Erhalt von Guantanamo bis &#8220;der Krieg beendet sei&#8221; was so lange der Fall sei &#8220;<a href="http://video.msnbc.msn.com/meet-the-press/30913274#30913274">Bis die Terroristen verschwunden sind.</a>&#8220;. Sein Verhältnis zur Rechstaatlichkeit zeigt sich aber auch in dem Aufruf Entscheidungen des surpreme courts zu <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2012/jan/19/newt-gingrich-ignore-supreme-court-president">ignorieren</a>.</p>
<p>Auch Mitt Romney ist nicht unbekannt, man erinnert sich noch an seine Einschätzung von Europa im letzten Präsidentschaftswahlkampf: &#8220;<a href="http://mittromneycentral.com/speeches/2008-speeches/cpac-2008-romney-suspends-campaign/">geschwächten Glauben an den Schöpfer, gescheiterten Familien, einer Missachtung der Heiligkeit des menschlichen Lebens und einer erodierten Moral</a>&#8221; und auch heute wird er nicht müßig Obama europäische <a href="http://www.washingtonpost.com/.../europe/...romney...europe.../gIQAi3xkqP_story.html">Sozialstaatsinfiltration</a> vorzuwerfen. Er wirbt um sich mit den Worten &#8220;<a href="http://www.cbsnews.com/8301-503544_162-57323686-503544/romney-gingrich-at-gop-debate-wed-go-to-war-to-keep-iran-from-getting-nuclear-weapons/">Wenn du Mitt Romney wählst, wird Iran keine Atomwaffen haben.</a>&#8221; </p>
<p>Ron Paul fordert zur Reduzierung der illegalen Immigration die Abschaffung des traditionellen Geburtsrechts auf amerikanische Staatsangehörigkeit und aller staatlichen Hilfen für <a href="http://www.ronpaul.com/on-the-issues/border-security">illegal aliens</a>. Ein öffentliches Gesundheitssystem lehnt er komplett ab und glaubt an die Versorgung der Armen aufgrund von <a href="http://abcnews.go.com/blogs/politics/2011/12/ron-paul-attacked-for-views-on-health-care/">Nächstenliebe</a>.<br />
Rick Santorum bezeichnet den anthropologischen Einfluss auf die Erderwärmung als &#8220;offenkundig absurd&#8221; und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=9KTI9cGapzk">Minderwissenschaft</a>&#8221; und verspricht bei der Tea Party Debatte in Florida, dass &#8220;Das produzierende Gewerbe in Amerika keine Steuern mehr bezahlen wird.&#8221; Alle Kandidaten sprechen sich gegen das Recht auf Abtreibung aus, Santorum geht sogar noch weiter, er fordert ein komplettes Verbot und die Bestrafung von Abtreibung durchführenden <a href="http://theweek.com/article/index/216236/will-rick-santorums-abortion-stance-cripple-his-campaign">Medizinern</a>. Wem diese Schilderungen noch nicht reichen, sei auf die bereits ausgeschiedenen KandidatInnen, die Tea Party oder aktuelle Debatten in den USA verwiesen.</p>
<p>Alarmierend an dieser Situation sind nicht nur die Einstellungen selbst, welche seit eher von, hauptsächlich weißen und besser situierten, Teilen der us-amerikanischen Bevölkerung getragen werden, sondern das erstmals diese Einschätzungen auch deutlich von den KandidatInnen hervorgebracht werden. Es zeigt anschaulich wohin sich die Mehrheiten bei den Republikanern verschoben haben oder noch verschieben. Doch dies allein als eine Veränderung der politischen Einstellung im Republikanischen Lager zu bewerten, würde zu kurz greifen. Es ist vielmehr ein aktuelles Phänomen der Gesamtgesellschaft. Trotz steigender Armutsraten in der Bevölkerung ist es inzwischen fast politischer Konsens, dass soziale Leistungen weiter reduziert werden. Trotz fast Staatspleite im Sommer letzten Jahres wird sich darin überboten wie viele Steuern an welcher Stelle noch gekürzt werden können. Über den zusätzlichen Einfluss dessen, dass sich über Monate die sichtbaren Debatten in den Medien allein im Spektrum der vorangehend vorgestellten Kandidaten bewegen, kann nur spekuliert werden. Egal welche Partei den nächsten Präsidenten stellen wird, hat diese Verschiebung politischer Koordinaten in der Gesellschaft massive Auswirkungen auf die zukünftige Politik. Denn weniger bekannt ist, dass zeitgleich auch das komplette Repräsentantenhaus und Eindrittel der SenatorInnen neu gewählt werden. Fest steht, dass es unter diesen Vorzeichen nicht leichter werden wird sich gegen die globale Tendenz zu Enstaatlichung, Sozialabbau und Eigeninteressen, welche ja auch in Europa die aktuelle Politik bestimmt, entgegenzustellen.  Welche Schlussfolgerungen insgesamt gezogen werden können, bleibt zu diskutieren.</p>
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		<title>Endgültig absurd: Ideologie bei den Sicherheitsbehörden</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 11:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Zado</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die laufende Woche bietet wirklich eine sehr spannende Nachrichtenlage. Verschiedene Meldungen und Berichte zeigen die ganze Absurdität der sogenannten Extremismusbekämpfung auf. Zunächst ist bekannt geworden, dass in Berlin während der monatelang andauernden Brandserie in erheblichem Umfang Handydaten von Unbeteiligten gesammelt und ausgewertet wurden &#8211; natürlich mit keinerlei Erfolg. Das kann nicht verwundern, ging doch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/polizei1.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/polizei1-300x200.jpg" alt="" title="Polizei" width="300" height="200" class="aligncenter size-medium wp-image-3855" /></a>Die laufende Woche bietet wirklich eine sehr spannende Nachrichtenlage. Verschiedene Meldungen und Berichte zeigen die ganze Absurdität der sogenannten Extremismusbekämpfung auf. Zunächst ist bekannt geworden, dass in Berlin während der monatelang andauernden Brandserie in erheblichem Umfang Handydaten von Unbeteiligten gesammelt und ausgewertet wurden &#8211; natürlich mit keinerlei Erfolg. Das kann nicht verwundern, ging doch die Polizei von einer völlig falschen Ermittlungshypothese aus. Alle Behörden fahndeten nach Linksterroristen, die mit den Brandsätzen gegen das kapitalistische System vorgehen wollten. Wer war am Ende der Täter? Ein junger &#8220;Schwabenhasser&#8221;, der aus Langeweile und Frustration gehandelt hat. </p>
<p>Falsche Unterstellungen und Verdächtigungen haben damit die Ermittlungen entscheidend behindert. Unverhältnismäßige und juristisch wohl nur &#8220;gerade so&#8221; legale Ermittlungsmethoden haben die ErmittlerInnen auch nicht wieder in die richtige Spur gebracht. Auch wenn die Taten nicht ansatzweise zu vergleichen sind, erinnert das doch stark an die Agieren der Behörden bei der Aufklärung der von einer Nazi-Gruppe durchgeführten Ermordungen in den letzten Jahren. Rassismus was das Motiv, aber Jagd gemacht wurde nur auf vermeintliche Täter innerhalb der türkischen Community. Hier kommt noch hinzu, dass die Behörden wohl hätten wissen können, wer die Taten verübt hat. Hoffentlich bringt hier der eingesetzte Untersuchungsausschuss Licht ins Dunkel. </p>
<p>Dann stellt sich noch heraus, wofür der Verfassungsschutz seine beträchtlichen Ressourcen einsetzt: 27 Bundestagsabgeordnete der Linkspartei bis hinauf in die Führungsspitze und inklusive der langjährigen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Petra Pau werden von ihm beobachtet. Wolfgang Bosbach findet das nachvollziehbar bei einer Partei, die &#8220;sich eine kommunistische Plattform hält&#8221; (zitiert nach <a href="http://http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,810992,00.html">SPON</a>). Unfassbar, was für ein Verhältnis der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestags offenbar zum Grundrecht auf Meinungsfreiheit hat. Denn er stellt ja selbst nicht etwa auf etwaige Handlungen der Plattform ab, sondern allein auf ihr Thema. Das ist schon bemerkenswert, denn selbst wenn man Kommunismus für grundgesetzwidrig halten möchte, begründet ja das bloße Reden über Kommunismus noch keine verfassungsfeindliche Einstellung. Bosbach, vor allem aber Innenminister Friedrich, der das Vorgehen seiner Behörde offensiv verteidigt, fehlt es hier offensichtlich an jeglicher Orientierung. </p>
<p>Damit es nicht falsch verstanden wird: Die Vorfälle haben alle nichts miteinander zu tun und es wäre verschwörungstheoretisch, wenn man hier ein systematisches, abgestimmtes Vorgehen vermutet. Jedes Beispiel für sich zeigt aber, dass für die Aufklärung von Straftaten nicht neue Befugnisse zu Eingriffen in die Grundrechte erforderlich sind, sondern vor allem eine Herangehensweise, die nicht vorgeprägt ist durch bestimmte ideologische Vorstellungen.</p>
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