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	<title>Juso Blog &#187; Bologna</title>
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	<description>Gemeinsam verändern</description>
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		<title>Bildungsverantwortliche Stellen sich taub – Bologna-Konferenz gescheitert</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 16:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mareike Strauß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Master für alle]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag lud Bildungsministerin Schavan zur zweiten nationalen Bologna-Konferenz nach Berlin, um mit Politik, Hochschulen und Studierenden über Probleme in der Umsetzung der Bologna-Reform zu diskutieren. Es ist keine Willkür, wenn bei der Aufzählung die Studierenden an letzter Stelle stehen, denn die Konferenz vermittelte den beteiligten Studierenden nicht den Eindruck, dass ihnen überhaupt zugehört wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/master-fuer-alle.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4798" title="master-fuer-alle" src="http://blog.jusos.de/uploads/master-fuer-alle-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Am vergangenen Freitag lud Bildungsministerin Schavan zur zweiten nationalen Bologna-Konferenz nach Berlin, um mit Politik, Hochschulen und Studierenden über Probleme in der Umsetzung der Bologna-Reform zu diskutieren. Es ist keine Willkür, wenn bei der Aufzählung die Studierenden an letzter Stelle stehen, denn die Konferenz vermittelte den beteiligten Studierenden nicht den Eindruck, dass ihnen überhaupt zugehört wurde.</p>
<p>Auch die Juso-Hochschulgruppen waren am Freitag in Berlin. Zusammen mit den anderen Studierendenverbänden fzs (freien zusammenschluss von studentInnenschaften), CampusGrün, DGB Jugend, Linke.SDS und LHG (Liberale Hochschulgruppe) hatten die Juso-Hochschulgruppen bereits im Vorfeld der Bologna-Konferenz eine gemeinsame Erklärung zum freien Zugang zum Masterstudium präsentiert und zu bundesweiten Aktionen aufgerufen. Das Thema des Übergangs vom Bachelor zum Master war neben Mobilität Thema der Konferenz. Trotzdem wurde nicht über Probleme diskutiert und Lösungsansätze blieben aus.</p>
<p>Anders als im letzten Jahr waren Studierendenverbände nicht an der Organisation der Konferenz beteiligt, sondern wurden vor ein vorgefertigtes Programm gestellt. Die Möglichkeit, aus der letzten Konferenz zu lernen und wirklich konkrete Handlungsschritte zur Verbesserung von Problemen in der Umsetzung der Bachelor/Master-Umstellung blieb ungenutzt. Wieder nur heiße Luft. Wieder keine Ergebnisse.</p>
<p>Das Ministerium hatte im Vorfeld unter anderem eine Studie zur Akzeptanz von Bachelor-AbsolventInnen auf dem Arbeitsmarkt in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Diese Studie sollte zeigen, dass Bachelor-AbsolventInnen gute Berufschancen auf dem freien Arbeitsmarkt haben. Abgesehen von der fraglichen methodischen Aussagekraft der Studie ist darin auch nicht berücksichtigt, in welchen Arbeitsverhältnisse diese AbsolventInnen stecken. Prekäre Verhältnisse, befristete Stellen oder Praktika sind wirklich keine erstrebenswerten Ziele für Studierende. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer noch 63% aller Bachelor-Studierenden einen Master anstreben. (Quelle: Deutsches Studentenwerk: 19. Sozialerhebung Sonderbericht „Studierende im Bachelor-Studium 2009“). Vielen bleibt der Zugang dazu verwehrt, doch das schien bei der Bologna-Konferenz niemanden so richtig zu interessieren. Über Probleme beim Übergang vom Bachelor in den Master wurde nicht einmal diskutiert.</p>
<p>Die Ergebnisse, oder eben nicht existenten Ergebnisse der Bologna-Konferenz sind enttäuschend. Die Gelegenheit, unter großer medialer Aufmerksamkeit und in großer Runde ausführliche Probleme zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln, wurde nicht genutzt. Es ist an der Zeit, endlich sinnvolle Strategien und Aktionen zu entwickeln und auch umzusetzen. Die Bologna-Konferenz scheint dafür kein Ort zu sein. Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern, werden die Juso-Hochschulgruppen nicht mehr daran teilnehmen. Denn die studentische Beteiligung an dieser Konferenz ist wirkungs- und sinnlos.</p>
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		<title>Kölner Verhältnisse beim Master-Desaster</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 12:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erkan Ertan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit der Nationalen Bologna-Konferenz am 17. Mai ist es doch eher still um das Thema Bologna-Prozess geworden. Wäre man gutgläubig, würde man sagen, die Probleme wurden erkannt und gelöst. Mitnichten ist leider der Fall. Den Beweis dafür sehen wir an einem Paradebeispiel Anfang August: An der Universität zu Köln haben gerade einmal ein Drittel der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Nationalen Bologna-Konferenz am 17. Mai ist es doch eher still um das Thema Bologna-Prozess geworden. Wäre man gutgläubig, würde man sagen, die Probleme wurden erkannt und gelöst. Mitnichten ist leider der Fall. Den Beweis dafür sehen wir an einem Paradebeispiel Anfang August: An der Universität zu Köln haben gerade einmal ein Drittel der Bachelor-AbsolventInnen der Betriebswirtschaftslehre einen Master-Studienplatz erhalten. Über 600 AbsolventInnen waren nach ca. 800 StudienbeginnerInnen in diesem Jahrgang noch übrig. Die Hochschule hatte dabei oft beschwichtigt und vielen Studierenden z.T. mit überdurchschnittlichen Leistungen einen Master-Studiengang nach dem Bachelor in Aussicht gestellt.</p>
<p>Viele Studierende haben dem vertraut und auf eine Bewerbung an einer anderen Hochschule verzichtet. Die Rechnung der Hochschule konnte aber von vornherein nicht aufgehen: Gerade einmal 215 Master-Studienplätze bot sie überhaupt an, bundesweit 1700 Bewerbungen kamen für diesen Master-Studiengang an diesem Institut an. Das Institut zog daraufhin ein Selektionsverfahren ein, das einzig und allein auf den NC beruht und mit der Note 1,9 das drastischste Beispiel im bundesweiten Vergleich darstellt. Die Folge waren zahlreiche Absagen, auch an AbsolventInnen der eigenen Universität und auch an Studierende mit überdurchschnittlichen Leistungen. Zwar wird zum Teil nun darauf gewettert, die bösen FH-AbsolventInnen &#8211; die seit dem Bologna-Prozess einen den Universitäten gleichwertigen Abschluss anbieten, jedoch keine Master-Studienplätze anbieten dürfen &#8211; hätten das Problem verursacht und die verfügbaren Plätze übernommen. Bei nur einem Drittel an Master-Studienplätzen für die Zahl der AbsolventInnen ist das aber nichts weiter als ein Scheinargument.</p>
<p>Das Ziel darf nicht sein, andere Studieninteressierte zu diskreditieren. Das Ziel ist ein Master-Studium, das allen offen steht und allen Bachelor-AbsolventInnen eröffnet wird. Bis heute hat die Kultusministerkonferenz nicht öffentliche und verlässliche Zahlen herausgegeben, die zeigen, wie viele Master-Studienplätze im Vergleich zu Bachelor-Studierenden denn bundesweit geschaffen wurden bzw. bereitstehen. Trotzdem behaupten die Kultusminister unentwegt, es stünden ausreichend Master-Studienplätze bereit und würden sogar teils nicht einmal abgerufen. Solange sie das nicht belegen müssen, ist das natürlich eine schöne Behauptung. Das Beispiel in Köln zeigt aber: Die Hochschulen sind auf den Ansturm der geburtenstarken Bachelor-Jahrgänge keinesfalls vorbereitet. Die Politik überlässt die Frage der Autonomie der Hochschulen, ohne ausreichend Mittel bereit zu stellen.</p>
<p>Zwar wurden Mittel für weitere Studienplätze im Hochschulpakt II bereitgestellt, bei der knappen Lage haben die Universitäten aber zunächst dafür verwendet, in ausreichender Form Bachelor-Studienplätze anzubieten. Die Master-Studienplätze hatte davon kaum etwas. Hier sind die Master-Studienplatzangebote oftmals konstant geblieben, was natürlich zu einer Schere zwischen BA- und MA-Angeboten führt.</p>
<p>Die Rechnung bekommen jetzt die Studierenden. Sie haben nun nach dem Bachelor trotz teils sehr guter Noten keine Möglichkeit, einen Master zu machen. Oftmals hat das auch nicht nur karrieretechnische Gründe, der Master-Studiengang soll ja auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereiten und ist für eine Promotion zwingend notwendig. Der Sinn eines gestuften Systems sollte ebenfalls nicht sein, eine kleine Elite im Bildungssystem zu etablieren und eine Zwei-Klassen-Bildung zu etablieren. Der Sinn war es, Studierenden nach dem Bachelor die Entscheidung zu überlassen, den Berufsweg einzuschlagen, direkt an der Hochschule weiter zu studieren oder nach einigen Jahren der beruflichen Erfahrungen einen Master-Studiengang weiter zu studieren.</p>
<p>Die einzige Konsequenz aus diesen Problemen kann sein, dass endlich ausreichend Master-Studienplätze bereitgestellt werden. Das müssen nicht zwingend genauso viele Studienplätze sein wie es Bachelor-AbsolventInnen gibt &#8211; Erfahrungen zeigen, dass viele BA-AbsolventInnen anschließend auch den Berufseinstieg wagen &#8211; aber eine ausreichende Zahl an Studienplätzen ist zwingend erforderlich. An allen Universitäten! Denn nur so ist zu verhindern, dass einige wenige Master-Angebote anschließend überfüllt werden. Dazu müssen die Studierenden einen Rechtsanspruch auf einen Master-Studium nach dem Abschluss erhalten, nur so obliegt ihnen und nicht der Hochschule die freie Entscheidung über den weiteren Werdegang. Außerdem kann so gewährleistet werden, dass neue Mittel für Studienplätze für Bachelor UND für Master-Studiengänge bereitgestellt werden. Die Einzelschicksale der Kölner BWL-Bachelor-AbsolventInnen sollte für alle BildungspolitikerInnen ein warnendes Signal sein. Fälle wie diese sind es, die im vergangenen Jahr den Bildungsstreik so stark und bestimmend gemacht haben. Ein Fall der sich in dieser Frage noch einmal verstärken kann, wenn nicht endlich etwas gegen die Missstände getan wird.</p>
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