Frauen haben genug von den Sonntagsreden der Männer. Sie wollen Taten und Gesetze, die mehr Gleichberechtigung schaffen. Kaum eine Frau weiß wirklich, warum sie am Internationalen Frauentag eine Rose bekommt. Gerade den jüngeren, und dazu würden wir uns zählen, ist das Motto des 75. Internationalen Frauentages „Wir wollen Brot und Rosen“ gar nicht mehr präsent. [...]
Der Streit über die Reform der Hartz-IV-Reform ist in aller Munde. Neben dem Konflikt über die Regelsatzanpassung geht es vor allem um so genannte 'Kinderarmut', die durch 'Sachleistungen' bekämpft werden soll. Aber gibt es sowas wie 'Kinderarmut' überhaupt? Oder müssen nicht vielmehr von Armut betroffene Eltern im Fokus der Diskussion stehen. Zum Beispiel sind mehr als die Hälfte aller Kinder im ALG-II-Bezug Kinder von Alleinerziehenden.
Da ist sie wieder, die Zeit der Jahresrückblicke. Überall werden wir mit Ereignissen und Personen bombardiert, die 2010 angeblich besonders toll, traurig oder wichtig gewesen sind. Vieles, was ich selbst wichtig fand, blieb dabei ungesagt. Deshalb zählt dieser Blog-Eintrag ein paar politische Ereignisse, Absurditäten und andere Dinge auf, die Erwähnung verdient haben. Um Ergänzung wird gebeten.
Pünktlich zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen taucht eine Studie auf, die brisantere 'Ergebnisse' nicht haben könnte: Männer sind häufiger Opfer von Gewalt als Frauen. Sind also nicht die Männer die Bösen, sondern die Frauen, fragt sich da die erstaunte Öffentlichkeit? Und: Wäre es, angesichts dieser Zahlen, nicht besser, alle Frauenhäuser zu schließen?
Unsere allerliebste Familienministerin Frau Dr. Kristina Schröder (CDU) hat mal wieder ihren Gedanken zum Thema Feminismus und Gleichstellungspolitik freien Lauf gelassen. Und wie immer ist das Resultat, das uns gestern in Form eines Spiegel-Interviews vor die Füße gekippt wurde, schockierend.
Frauenbewegung oder Kill your Gender? Der Kongress "Fight for Feminism" fördert Verstörendes zu Tage.
Die SPD hat auf dem heutigen Bundesparteitag in Berlin unter anderem auch mal wieder über Steuerpolitik diskutiert. Und bei all den öffentlichen Debatten über Progressionslinien und Spitzensteuersätze haben augenscheinlich nur Wenige gemerkt, was noch so alles im Leitantrag drinsteht. Zum Beispiel die Abschaffung des Ehegattensplittings.
Dass es schwierig ist, bei der schwarz-gelben Bundesregierung eine klare Position auszumachen, wenn es um die Beendung der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt geht, ist nichts Neues. Das Thema Lohndifferenz taucht schlicht und ergreifend überhaupt nicht auf, und wenn es um verbindliche Frauenquoten für Vorstände und Aufsichtsräte geht, könnte die Verwirrung größer nicht sein.
Jungs denken immer noch, dass Mädchen und Frauen nur putzen und kochen sollen. Doch auch wir wollen arbeiten gehen, Geld verdienen und etwas erleben! Deshalb müssen Frauen genauso gefördert und bezahlt werden wie Männer. Viele Frauen machen den gleichen Job wie Männer und werden dabei schlechter bezahlt. Das ist ungerecht. Die Männer müssen mal einsehen, [...]
40 Prozent Frauenanteil an Führungsfunktionen war eine der zentralen Wahlkampfforderungen der SPD; sie fehlte in keiner Rede des ehemaligen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Doch in der Fraktionspraxis ist Gleichstellung für Steinmeier nicht so relevant: Nur 33 Prozent der stv. Fraktionsvorsitzenden sind Frauen, der Frauenanteil bei den Arbeitsgruppensprechern beträgt sogar nur 18 Prozent.
Dienstag, 8.März 2011 von Sonja
Kommentare deaktiviert