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	<title>Juso Blog &#187; Mindestlohn</title>
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	<description>Gemeinsam verändern</description>
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		<title>Menschenskinder.</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 09:38:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elena Pieper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Streit über die Reform der Hartz-IV-Reform ist in aller Munde. Neben dem Konflikt über die Regelsatzanpassung geht es vor allem um so genannte 'Kinderarmut', die durch 'Sachleistungen' bekämpft werden soll. Aber gibt es sowas wie 'Kinderarmut' überhaupt? Oder müssen nicht vielmehr von Armut betroffene Eltern im Fokus der Diskussion stehen. Zum Beispiel sind mehr als die Hälfte aller Kinder im ALG-II-Bezug Kinder von Alleinerziehenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_4404204_S.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/Fotolia_4404204_S-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-4118" /></a> Der Streit über die Reform der Hartz-IV-Reform ist in aller Munde. Neben dem Konflikt über die Regelsatzanpassung geht es vor allem um so genannte &#8216;Kinderarmut&#8217;, die durch &#8216;Sachleistungen&#8217; bekämpft werden soll. Neben der Frage danach, was Musikunterricht mit Chipkartenabrechnung Kindern nützt, die keine Winterstiefel haben, könnte mensch sich auch noch fragen, ob es so etwas wie &#8216;Kinderarmut&#8217; überhaupt gibt. Oder ob nicht vielmehr von Armut betroffene Eltern im Fokus der Diskussion stehen müssten. Zum Beispiel sind mehr als die Hälfte aller Kinder im ALG-II-Bezug Kinder von Alleinerziehenden.</p>
<p>Mittlerweile wächst in Deutschland jedes 6. Kind in einer Einelternfamilie auf. Der Anteil der Alleinerziehenden an allen Familienformen beträgt 19%*. Dabei sind 90% der Alleinerziehenden Frauen. Und ca. die Hälfte von ihnen erhalten Leistungen nach der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Mit Nichten sind all diese Frauen erwerbslos. Jede Dritte Alleinerziehende im ALGII-Bezug ist eine so genannte Aufstockerin, die gemeinsam mit ihren Kindern von dem Geld, was sie in ihrem Teilzeit- oder Minijob verdient, nicht leben kann. Soviel zu den Zahlen.</p>
<p>Natürlich ist es deshalb und aus noch vielen anderen Gründen wichtig, dass die Regelsätze der Grundsicherung endlich transparent berechnet und angehoben werden und es eigenständige Kinder-Regelsätze gibt. Außerdem dürfen andere Leistungen wie Kindergeld nicht auf die Regelsätze angerechnet werden. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn es muss ebenfalls mehr thematisiert werden, dass Menschen, die von Armut betroffen sind, insbesondere Frauen, unter katastrophalen Bedingungen arbeiten. Zwei von drei Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Im Schnitt verdienen sie immer noch ein Viertel weniger als Männer und können häufig keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen.</p>
<p>Armut von Eltern und Kindern muss daher mit einer menschenwürdigen Grundsicherung, mit einem flächendeckenden Mindestlohn, der Abschaffung von Minijobs und einem Ende der Lohndiskriminierung von Frauen bekämpft werden. Einelternfamilien dürfen nicht mehr als Sonderfall betrachtet werden und müssen sich endlich auf kostenlose und flächendeckende Kinderbetreuung verlassen können, die Eltern die Aufnahme von Erwerbsarbeit erleichtern. Dann wären auch weniger Kinder auf die so genannten &#8216;Sachleistungen&#8217; aus dem Bildungspaket angewiesen.</p>
<p>* Alle Zahlen vom Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter</p>
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		<title>Mindestlohn in der Pflege und doch ein Hungerlohn!</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/03/mindestlohn-in-der-pflege-und-doch-ein-hungerlohn/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 15:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Schulze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab Juli sollen nun in der Pflege Lohnuntergrenzen von 8,50 im Westen und 7,50 für den Osten gelten. Das war höchste Zeit. Seit Jahren lässt der Wettbewerbsdruck in der Branche die Löhne sinken. Die Lohnspirale dreht sich immer weiter nach unten. Vor allem private Anbieter lassen Pflegekräfte für Hungerlöhne schuften. Pflegekräfte in Deutschland leisten eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab Juli sollen nun in der Pflege Lohnuntergrenzen von 8,50 im Westen und 7,50 für den Osten gelten. Das war höchste Zeit. Seit Jahren lässt der Wettbewerbsdruck in der Branche die Löhne sinken. Die Lohnspirale dreht sich immer weiter nach unten. Vor allem private Anbieter lassen Pflegekräfte für Hungerlöhne schuften.</p>
<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/knäckebrot.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/knäckebrot-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-2845" /></a></p>
<p>Pflegekräfte in Deutschland leisten eine außergewöhnliche Arbeit. Ihre Arbeit ist körperlich und psychisch extrem hart. Sie übernehmen die Verantwortung für alte und kranke Menschen, die von ihren eigenen Familien nicht mehr gepflegt werden können. Eine angemessene Wertschätzung in Form einer gerechten Entlohnung erfahren die Pflegekräfte nicht.</p>
<p>Nun gibt es zumindest einen Mindestlohn, der verhindert, dass die Löhne weiter ins Bodenlose sinken. Und obwohl auch mit diesem Mindestlohn das Gehalt dieser Menschen nur extrem knapp zum Leben ausreichen dürfte, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6929268/Mehr-Schwarzarbeit-im-Pflegesektor-befuerchtet.html">lässt das Gejammer der Neoliberalen nicht lang auf sich warten</a>: Sie warnen wie immer vor „Protektionismus“, „negativen Beschäftigungseffekten“ und „Zunahme der Schwarzarbeit“. Die Lebensumstände der Pflegebedürftigen sowie der Pflegerinnen und Pfleger interessieren sie nicht. </p>
<p>Liebe neoliberale Ökonomen, ihr könnt mich mal. Für mich ist der Mindestlohn in dieser Branche nur die absolute Untergrenze. Ich wünsche mir, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Pflege in den Tarifauseinandersetzungen viel höhere Löhne erkämpfen. Und zwar Löhne, die für diese harte Arbeit wirklich angemessen sind.</p>
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		<title>Aus dem Lehrbuch</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2010/01/aus-dem-lehrbuch/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 16:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Vogt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte das Bundesverwaltungsgericht heute darüber urteilen, nun hat es seine Entscheidung auf morgen vertagt: Es geht um die Frage, ob der 2008 eingeführte Post-Mindestlohn rechtlich gültig ist. Doch wie auch immer das Urteil aussehen mag: Der bestehende Mindestlohn von 9,80 Euro in der Stunde hat ohnehin nur noch bis April Geltung. Damit handelt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/photocase886q7nd81.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1916" src="http://blog.jusos.de/uploads/photocase886q7nd81-300x210.jpg" alt="schwarz-gelbes Risiko" width="300" height="210" /></a>Eigentlich wollte das Bundesverwaltungsgericht heute darüber urteilen, nun hat es seine Entscheidung auf morgen vertagt: Es geht um die Frage, ob der 2008 eingeführte Post-Mindestlohn rechtlich gültig ist. Doch wie auch immer das Urteil aussehen mag: Der bestehende Mindestlohn von 9,80 Euro in der Stunde hat ohnehin nur noch bis April Geltung. Damit handelt es sich nicht um eine juristische Entscheidung, sondern um eine politische, müsste die schwarz-gelbe Bundesregierung doch zu einer neuen Regelung kommen.</p>
<p>Passiert nichts, besteht dann ab spätestens Mai keine branchenspezifische Untergrenze mehr und dem Weg in den Niedriglohnsektor ist Tür und Tor geöffnet  Dabei handelt es sich in dieser Branche eigentlich um ein Beispiel aus dem Lehrbuch, warum Mindestlöhne nicht nur sozialpolitisch sinnvoll sondern auch ökonomisch zumindest nicht schädlich sind: Beim Austragen von Briefen handelt es sich um personalintensive Dienstleistungen mit eher geringen Produktivitätsfortschritten, da die Möglichkeit von technischen Innovationen eher gering ist. Damit kann der Wettbewerb um die KundInnen (mal ganz davon abgesehen, ob es sich bei der Versorgung mit Postdienstleistungen nicht doch eher um einen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge handelt), entweder über den Service (Anzahl der Postfilialen, Zeit der Zustellung) oder eben über ein Lohndumping (und entsprechenden Preissenkungen) erfolgen. Letzteres hat aber vor dem Hintergrund einer relativ großen Anzahl von Arbeitssuchenden mit geringerem Qualifikationsprofil für die Betroffenen zur Folge für Niedrigstlöhne arbeiten zu müssen. Und auch die öffentlichen Kassen verlieren indirekt in diesem Spiel: Etliche Postbeschäftigte werden gezwungen sein, zusätzlich zu ihrem Niedriglohn aufstockendes ALG II in Anspruch zu nehmen.</p>
<p>Mit einem Mindestlohn hätten sich diese Probleme zumindest zu einem Teil erledigt. Und die von den GegenerInnen des Mindestlohns befürchtete Arbeitslosigkeit würde sich zumindest in diesem Fall auch nicht einstellen, da auch bei gleichbleibender Lohnhöhe wohl kaum ein Rückgang der Nachfrage zu befürchten wäre. Die Bundesregierung aber sieht keinen Handlungsbedarf und lehnt Mindestlöhne allgemein ab. Die profitierenden Unternehmen wird’s freuen. Und – wer weiß – vielleicht gibt’s ja demnächst auch kostengünstigere Briefmarken für FDP-Mitglieder?</p>
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		<title>Mal wieder so eine Zahl…</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 17:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Mal sind es 6,5 Millionen. 6,5 Millionen von 40 Millionen. Oder so ungefähr 16%. Oder auch mehr als das Dreifache gegenüber 1995. Ja, was denn jetzt eigentlich, fragen sich die restlichen 84%, die glücklicherweise noch nicht betroffen sind. NiedriglohnbezieherInnen natürlich. 6,5 Millionen gibt es mittlerweile in Deutschland. Sie verdienen in Westdeutschland unter 9,62€ bzw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/heleme_blog.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1815" title="helme_blog" src="http://blog.jusos.de/uploads/heleme_blog.png" alt="helme_blog" width="214" height="159" /></a>Dieses Mal sind es 6,5 Millionen. 6,5 Millionen von 40 Millionen. Oder so ungefähr 16%. Oder auch mehr als das Dreifache gegenüber 1995.<br />
Ja, was denn jetzt eigentlich, fragen sich die restlichen 84%, die glücklicherweise noch nicht betroffen sind.</p>
<p>NiedriglohnbezieherInnen natürlich. 6,5 Millionen gibt es mittlerweile in Deutschland. Sie verdienen in Westdeutschland unter 9,62€ bzw. in Ostdeutschland unter 7,18€ in der Stunde. Sie haben oft weniger durch ihre Vollzeitarbeit als sie zum Leben bräuchten. Ganz abgesehen von einem gutem Leben, in dem man sich auch kulturelle Güter wie mal das Kino oder den Schwimmbadbesuch mit den Kindern ohne Nachzudenken leisten kann. In einem guten Leben, in dem die Klassenfahrt nicht ein finanzielles Problem, sondern ein Highlight für die Kinder ist.</p>
<p>Ich finde das einen Skandal. Aber einen, dem man relativ schnell begegnen könnte. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn nämlich.</p>
<p>Die Frage, die man sich jetzt berechtigterweise stellen kann, ist, warum „die da oben“ ihn nicht schon längst eingeführt haben. Ganz einfach, weil einige „der da oben“ das nicht wollen. Anderen voran die Union, die sich in diesem Konflikt als Gralshüterin der Tarifautonomie aufspielt und die Aufgabe den Tarifparteien zuschiebt (die zumindest was die Arbeitnehmerseite angeht, immer mehr unter Druck geraten sind in den letzten Jahren und eher Standards sichern als ausbauen können…). Deswegen gibt es noch keinen Mindestlohn. Und wird es mit schwarz-gelb (weil natürlich auch die FDP dagegen ist – „zu starker Eingriff in den Markt“…) auch in Zukunft nicht geben. Für 6,5 Millionen und diejenigen, die, sollte der Niedriglohnbereich weiterhin so stark wachsen, in den nächsten Jahren noch dazukommen.</p>
<p>Das ist für mich ein Kompass in meiner Bundestagswahlentscheidung (abseits von vielen anderen guten Gründen). Ich möchte eben, dass alle ein existenzsicherndes Einkommen haben. 7,50 € Mindestlohn &#8211; wie ihn die SPD fordert &#8211; sind da sicherlich nicht zu hoch gegriffen. Im Gegenteil. Aber man sollte mit etwas anfangen. Mindestens 7,50€ eben. Und dann denn Mindestlohn soweit steigern, dass niemand mehr unter dem Existenzminimum leben muss.</p>
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		<title>Wir kämpfen nicht für eine große Koalition</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 13:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Vogt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang der Woche hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück eine Neuauflage der Großen Koalition nach der Bundestagswahl als erstrebenswertes Ziel für die SPD ins Spiel gebracht. Zwar hat er dies später relativiert, es bleibt aber ein fader Beigeschmack: Insbesondere die Aussage, er arbeite gut mit Kanzlerin Merkel zusammen, legt zumindest die Vermutung nahe, der stellvertretende Parteivorsitzende habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/merkel_blog.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1000" src="http://blog.jusos.de/uploads/merkel_blog.jpg" alt="merkel_blog" width="283" height="210" /></a>Anfang der Woche hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück eine Neuauflage der Großen Koalition nach der Bundestagswahl als erstrebenswertes Ziel für die SPD ins Spiel gebracht. Zwar hat er dies später relativiert, es bleibt aber ein fader Beigeschmack: Insbesondere die Aussage, er arbeite gut mit Kanzlerin Merkel zusammen, legt zumindest die Vermutung nahe, der stellvertretende Parteivorsitzende habe sich selbst gut in dieser Koalition eingerichtet und das Wahlprogramm der SPD sei eher nebensächlich.</p>
<p>Zentrale Ziele der SPD in diesem Wahlkampf können in einer Großen Koalition, das haben die vergangenen vier Jahre gezeigt, wenn überhaupt nur schwerlich durchgesetzt werden. Oder glaubt Steinbrück ernsthaft, die Union würde nach der Bundestagswahl der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns zustimmen? Und warum sollte sich Merkel auf einmal ernsthaft mit einer dringend notwendigen starken Regulierung der Finanzmärkte etwa durch die Einführung einer Börsenumsatzsteuer auseinandersetzen und diese letztlich umsetzen?</p>
<p>Wir Jusos kämpfen für eine starke SPD und einen Bundeskanzler Frank Walter Steinmeier. Gerade das TV-Duell am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass es bei dieser Wahl klare Alternativen gibt: Die SPD will einen starken Staat – die Union will ihm durch Steuersenkungen die Finanzgrundlage entziehen. Die SPD will den Ausstieg aus der Atomenergie – Anette Schavan denkt über den Bau neuer Atomkraftwerke nach. Die SPD will die Begrenzung von Managergehältern – die Union lädt diese lieber zum Abendessen ins Kanzleramt ein. Für diese Ziele machen wir Jusos uns in diesem Wahlkampf stark. Sicherlich, es wird nach der Bundestagswahl wahrscheinlich zu einer Koalition kommen, da aller Voraussicht nach keine Partei die absolute Mehrheit erlangen wird. Wir werden uns aber auch nach der Wahl für diese Ziele einsetzen und jede Koalition daran messen, ob die zentralen Vorhaben umgesetzt werden. Alles andere wäre auch gegenüber den Wählerinnen und Wählern unehrlich, die ihre Stimme der SPD ja gerade wegen ihrer inhaltlichen Forderungen wählen. Nicht nur deshalb sind die Aussagen Steinbrücks alles andere als hilfreich. Weitere vier Jahre einer Koalition des Sachzwangs können wir uns nämlich gerade angesichts der Wirtschaftskrise nicht leisten.</p>
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		<title>Wählen gehen!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 11:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Margraf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vor der Landtagswahl, auf der Abschlusskundgebung unseres Wahlkampfes in Thüringen, verteilte ein Zuschauer Flyer an unsere TeilnehmerInnen mit dem Aufruf, nicht zur Wahl zu gehen. Darauf angesprochen antwortete er, es werde sich durch Wahlen ja doch nichts ändern. Einzig richtiges Zeichen des Protests sei, einfach nicht zur Wahl zu gehen. Ein Boykott der Abstimmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor der Landtagswahl, auf der Abschlusskundgebung unseres Wahlkampfes in Thüringen, verteilte ein Zuschauer Flyer an unsere TeilnehmerInnen mit dem Aufruf, nicht zur Wahl zu gehen. Darauf angesprochen antwortete er, es werde sich durch Wahlen ja doch nichts ändern. Einzig richtiges Zeichen des Protests sei, einfach nicht zur Wahl zu gehen. Ein Boykott der Abstimmung würde eher dazu führen, Volkes Stimme hörbar zu machen.</p>
<p>Tatsächlich folgen unsere ParlamentarierInnen nicht immer der Mehrheitsmeinung derer, die sie gewählt haben. Mehr direkte Demokratie ist es auch, wofür Menschen auf die Straße gehen, in BürgerInnenbegehren und –entscheiden Unterschriften sammeln und selbst die eine oder andere Partei setzt sich dafür ein, auch solche, die am 27. September zur Wahl antreten. Doch ist es Grund genug, einfach nicht wählen zu gehen?</p>
<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/050920090141.jpg"><img src="http://blog.jusos.de/uploads/050920090141-300x225.jpg" alt="050920090141" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-1682" /></a>Fakt ist, dass über alle wichtigen Entscheidungen noch immer die Parlamente in der Verantwortung stehen, sich dies voraussichtlich auch so bald nicht ändern wird. Wichtigste Artikulationsmöglichkeit im parlamentarischen System ist dann nun mal die Wahl des Parlaments. Ihr fern zu bleiben ist natürlich auch eine Aussage, aber doch relativ inhaltsleer. Wer mehr direkte Demokratie will, muss sich für eine der Parteien entscheiden, die sie mit Mehrheit auch durchsetzen könnte.</p>
<p>Am heutigen 12. September wird jedoch deutlich, dass es in knapp zwei Wochen um deutlich mehr geht. Nazifeste in Hannover und Pößneck wecken Erinnerungen an den Wahlabend des 30. August, als in Thüringen beinahe und in Sachsen wieder mal Rechtsextremisten in den Landtag einzogen. Wer ein konsequentes Zeichen gegen Rechts setzen will, muss zur Wahl gehen!<br />
Verdi organisiert heute einen bundesweiten Flashmob „Stimmen für den Mindestlohn“. Wer will, dass Hungerlöhne in Deutschland ein Ende haben, muss zur Wahl gehen!<br />
Vor einer Woche liefen gut vierzig Tausend Menschen durch die Straßen Berlins, um für das Festhalten am Atomausstieg zu demonstrieren. Wer den Atomausstieg will und auf erneuerbare Energien setzt, muss zur Wahl gehen!<br />
Heute wird eine ähnlich große Demonstration zu mehr Freiheitsrechten aufrufen und dem sich ausweitenden Überwachungsstaat eine Absage erteilen. Wer den unreflektierten und scheinbar unkontrollierbaren Eingriff in die Privatsphäre ebenso ablehnt, muss zur Wahl gehen!</p>
<p>Natürlich geht es auch um ArbeitnehmerInnenrechte, um mehr soziale Gerechtigkeit in Zeiten der Wirtschaftskrise, um bessere Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und vieles mehr. Auch hier wird man aber nichts bewegen können, wenn man am 27. September zu Hause bleibt. Das Kreuz bestimmt die Richtung und das Kreuz setzt der Wähler – und die Wählerin!</p>
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		<title>Fortschritt ist möglich</title>
		<link>http://blog.jusos.de/2009/06/fortschritt-ist-moglich/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 19:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juso-Bundesbüro</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Juso-Bundeskongress]]></category>
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		<category><![CDATA[Müntefering]]></category>
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		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich glaube, dass Fortschritt möglich ist – Stillstand ist immer Rückschritt!“ – die Rede des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering auf dem Bundeskongress der Jusos in München begann leidenschaftlich und ebenso leidenschaftlich wurde auch die daran anschließende Diskussion zwischen ihm und den Delegierten geführt. Der Parteivorsitzende lieferte eine umfassende Interpretation des Parteiprogramms und sprach fast alle Themenfelder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jusos.de/uploads/p1010306.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-959" title="p1010306" src="http://blog.jusos.de/uploads/p1010306.jpg" alt="p1010306" width="240" height="180" /></a>„Ich glaube, dass Fortschritt möglich ist – Stillstand ist immer Rückschritt!“ – die Rede des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering auf dem Bundeskongress der Jusos in München begann leidenschaftlich und ebenso leidenschaftlich wurde auch die daran anschließende Diskussion zwischen ihm und den Delegierten geführt. Der Parteivorsitzende lieferte eine umfassende Interpretation des Parteiprogramms und sprach fast alle Themenfelder an, die momentan in der öffentlichen Diskussion von Bedeutung sind.<br />
„Wie soll der Gesellschaftsentwurf für die nächsten 10 oder 20 Jahre aussehen?“ Müntefering rief dazu auf, mit dem aktuellen Regierungsprogramm die Gelegenheit zur Stabilisierung des Sozialstaats zu nutzen: „Die großen sozialen Sicherungssysteme müssen weiter für alle gelten! Alle müssen abgesichert sein!“, forderte er.<br />
Müntefering forderte, auch heute für Demokratie zu werben, zu kämpfen und zu streiten. Kennzeichen der Demokratie sei auch die Diskussion und die Uneinigkeit, genau wie in einer Partei Diskussionen notwendig seien: „Partei, das ist, wenn viele Menschen, die eine ähnliche Vorstellung haben, sich zusammentun, diskutieren, streiten und gemeinsam Dinge umsetzen“, so der Parteivorsitzende.<br />
Weiterhin forderte er, dass die Finanzwelt den Regeln der Politik gehorchen müsse und unterstrich, dass die Probleme der Finanzwelt nicht nationalstaatlich gelöst werden können. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass die aktuelle Finanzkrise eine historische Chance sei, für Ordnung auf den Finanzmärkten zu sorgen. Müntefering sprach auch Themen wie Steuerhinterziehung, zu hohe Managergehälter und den noch immer nicht durchgesetzten Mindestlohn an.<br />
Besonders unterstrich Müntefering die Bedeutung der Bildung und forderte auch vor dem Hintergrund des Bildungsstreiks bessere Bildungsstandards, die Schaffung von Ausbildungsplätzen und eine Aufwertung des Erzieher- und Grundschullehrerberufes.<br />
Franziska Drohsel kam in ihrer Antwort an Müntefering direkt auf das Glaubwürdigkeitsproblem der SPD zu sprechen, ebenso wie auf die Schuldenbremse, die der jungen Generation die Möglichkeit einer flexiblen Haushaltspolitik nehme.<br />
Sie forderte, dass die Schere zwischen arm und reich wieder geschlossen werden  und dass jeder Mensch menschenwürdig leben können müsse. Gleichzeitig versicherte sie, dass die Jusos alles tun und in den nächsten Monaten mit Leidenschaft kämpfen würden, um die SPD stark zu machen.<br />
Die Diskussion erregte sich u.a. an den Themen Bürgerversicherung, Bahnprivatisierung, Vermögenssteuer, Ehegattensplitting. Kontroverses Schlüsselwort der Diskussion war dabei die „Neue Mitte“, mit der sich ein großer Teil der Delegierten nicht identifizieren mochte und dies auch lautstark kund tat.</p>
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		<title>Am Sonntag SPD wählen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juso-Bundesbüro</dc:creator>
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